Online-Jahrestagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V. 14.-15.01.2021

Vom 14.-15.01. wird die Jahrestagung der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V. in diesem Jahr online stattfinden.
Die wissenschaftliche Sozietät für Kunst Medien Bildung ist eine Interessengemeinschaft von Wissenschaftler*innen, die sich die Aufgabe gestellt hat, existierende und denkbare Verknüpfungen von Kunst, Medien und Bildung zu erforschen, darzustellen und deren Ergebnisse zu publizieren. Beiträge der Tagung umfassen unter anderem:

Jasmin Böschen: Der Fall mit dem Fall. Spuren von Erfahrung im Smartphone-Film.
Dr. des. Stefanie Johns u.A.: Mural Walk.
Prof. Dr. Andrea Sabisch: Bildlichkeit, Montage, Affizierung, Responsivität.
Lukas Sonnemann: Bild(er)ordnung(en) – visuelle Syntagmatik und Bilderfahrung im Medium Ausstellung.
Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini: Sexualität und Wissen für Kunst und Pädagogik.

Florian Pfab: Blackbox Kreativität. Ein systemtheoretischer Begriffsentwurf

Zwischen der „Kreativität“ und dem künstlerischen Gestaltungsprozess besteht eine Verbindung, die so selbstverständlich scheint, dass sie kaum in Frage gestellt wird. Da durch die gestiegene Relevanz und die veränderte Funktion der Kreativität in Wissenschaft und Gesellschaft ihre Bedeutung immer wieder neu verhandelt wird, muss auch die Verbindung zwischen Kreativität und Kunst mit ihren Bedingungen und Funktionen neu gedacht werden. Gerade im Fachdiskurs der Kunstpädagogik klammert man sich an Erklärungsversuche, die immer noch in der Tradition von Schöpfermythos und subjektempathischen Theorieerzählungen stehen. Dabei zeigen Untersuchungen von Simonton (1999) und Reckwitz (2012), dass Kreativität sowohl als allgegenwärtige ökonomische Anforderung als auch als evolutionstheoretisches Prinzip zwischen Variation und Selektion verstanden werden kann. Vor diesem Hintergrund ist die Beantwortung der Frage „Was ist Kreativität im künstlerischen Gestaltungsprozess?“ überfällig.
Nähere Informationen sowie Download des Textes finden Sie hier.

Rahel Puffert: Umräumen statt aufräumen

Wie bereits die russischen Avantgarden zeigen konnten, tendieren institutionelle Kontexte dazu, Wahrnehmungsprozesse und Lernprozesse zum Erstarren zu bringen. Das Prinzip ›Umräumen‹ setzt bei den sozialen und räumlichen Arrangements in Lehr- und Lernzusammenhängen selbst an, mit dem Ziel sie zu vitalisieren. Die in neun Schritten erörterte ›Pädagogik der Kunst‹ verortet sich zwischen Kunst und Institutionskritik. Hatte die ›kritische Kunstvermittlung‹ ihre Konzepte vorwiegend für den Museums- und Ausstellungraum entwickelt, so lenkt Rahel Puffert die Aufmerksamkeit auf die spezifischen institutionellen Bedingungen schulischer Kunstpädagogik. Dabei rückt das mittels ›meritokratischer Formel‹ legitimierte bildungspolitische Problem struktureller Ungleichheit in den Fokus, aber auch die Logik der Vermessung, von der bildungsinstitutionelle Kontexte heute durchzogen sind. In dieser Situation gelte es, Verfahren zu entwickeln, die zum Effekt haben, institutionelle Blockaden zu lösen und die Rastlosigkeit des Leistungsstrebens zu unterbrechen, um Dinge und Menschen kunstvoll miteinander in Berührung zu bringen.
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Disputation Bernadett Settele

Am 17.09.2020 fand die hochschulöffentliche Disputation von Bernadett Settele an der Universität Hamburg statt. Das Thema der Dissertation lautet: »Bildung in Performance. Kollektive ästhetische Situationen als Ausgangspunkt für Bildungsprozesse«. Als Erstgutachterin betreute Prof. Dr. A. Sabisch, als Zweitgutachter Prof. Dr. K.-J. Pazzini.

HFBK Graduate Show 19./20.09.2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 – 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Weitere Informationen zu Besuch und Programm finden Sie hier.

Lukas Sonnemann »Zwischen-Bildlichkeit. Zur Frage bildlicher Übergänge und Bildgrenzen« (Image, 07/2020)

In der aktuellen Ausgabe der »Image – Zeitschrift für interdisziplinäre Bildwissenschaft« ist ein Artikel von Lukas Sonnemann erschienen, der auf Basis eines Vortrags im Nachwuchskolloquium »Bildhandeln« entstand.
In den letzten Jahren zeigt sich ein intensiviertes Interesse an der Frage der Relationierungsweisen von Bildern in Kunstgeschichte, -theorie und -pädagogik. Plurale Bildformen, Serien, aber auch temporäre Konstellationen, wie sie für beispielsweise Kunstausstellungen typisch sind, rücken so verstärkt in den Fokus auch bildtheoretischer Reflektionen. Auf Grundlage der Diskurse um das ›Bild im Plural‹ wie um die ›Ikonischen Situationen‹ wird in dem Aufsatz der Frage nach der ›Umweltkorrespondenz‹ von Bildern nachgegangen. Beide Ansätze verweisen auf eine produktive Ergänzung durch einen phänomenologischen Bildbegriff im Kontext einer visuellen Syntagmatik. Die Frage nach dem singulären oder relationierten Bild lässt sich damit als performative und mediale Modalisierung der Bilderfahrung ausweisen.
Der Artikel ist online hier verfügbar.

Anmeldung zum Lernbereich Bildende Kunst im WiSe 20/21

Ab sofort können Sie sich als Student*in für den Lernbereich Bildende Kunst anmelden. Weitere Informationen zur Anmeldung für die Lernbereiche finden sie hier. Des Weiteren finden Sie in dieser Datei Informationen zum Aufbau und zu den Inhalten des Lernbereichs. Ein Anmeldung für den Lernbereich Bildende Kunst erfolgt via formloser E-Mail (Name, Vorname, Matrikelnummer, Studiengang, Mailadresse) mit dem Betreff »Lernbereich Bildendende Kunst« an: andrea.sabisch@uni-hamburg.de.

Open Call: 9. Studentische Tagung zur Kunstvermittlung zum Thema »Resonanz« 13. – 15.11.

Schnellerer Alltag, komplexe Zusammenhänge und globale Fragestellungen. Die Verarbeitung der Flut alltäglicher Reize und herausfordernder Problemstellungen kann unsere Offenheit für unerwartete Impulse einschränken und die Umwelt in ihrer rationalisierten Form manchmal starr und schlicht erscheinen lassen. Um in dieser Welt den Blick über das eigene Selbst hinaus zu erweitern und sinnstiftende Begegnungen zu ermöglichen bzw. zu fördern, ist eine Suche nach einem gesunden Sich-ins-Verhältnis-Setzen zur Umwelt notwendig. Wie können wir untereinander und mit den Objekten unserer Umwelt tiefer in Beziehung treten? Die Soziologie nähert sich der Beantwortung dieser Frage unter anderem mithilfe der Theorie der Resonanz: Um sich in der Begegnung mit dem Gegenüber begeistert transformieren zu lassen, Widersprüche als Chancen zur Weiterentwicklung zu nutzen und die Nüchternheit der Welt zu vitalisieren, bietet Resonanz  eine Brücke zwischen totaler Ablehnung (Dissonanz) und bedingungsloser Konformität (Konsonanz), bei der ein »schwingendes System« aufgebaut werden könne. Wie lassen sich solche Chancen der Weiterentwicklung auf die Kunst- und Kulturvermittlung übertragen? Wie können andere Disziplinen, zum Beispiel Erziehungswissenschaften, Musik oder auch Naturwissenschaften diesen Diskurs bereichern? 
Wir benötigen eure/Ihre Ideen und Impulse! Setzt du dich, setzen Sie sich mit dem Thema Resonanz auseinander oder gibt es Ideen, wie man diese Theorie in die kunstvermittelnde wie kunstpädagogische Praxis und deren Reflexion einfließen lassen könnte?
Möchtest du/Möchten Sie gerne einen Vortrag halten, einen Workshop leiten, eine Performance aufführen oder dich/sich ganz anders einbringen? Wir sind gespannt auf die vielfältigen Ideenskizzen, die bis zum 25.07.2020 einzureichen sind unter:  kontakt@tagung-kunstvermittlung.de, und bitten auf maximal drei A4-Seiten um Angaben zur Person, zum Vermittlungsinhalt und -format, sowie zur Umsetzung deiner/Ihrer Idee!
Weitere Informationen unter: https://www.tagung-kunstvermittlung.de/
Einsendeschluss: 25.07.2020