Lernen

Lernen mit dem Computer —Lernen, in der Gemeinsprache bezeichnet man als Lernen den Erwerb von Wissen sowie von motorischen und sprachlichen Fertigkeiten. In der Psychologie versteht man unter Lernen die durch Erfahrung entstandenen, relativ überdauernden Verhaltensänderungen. Lernen kann somit als ein Prozeß verstanden werden, der bestimmte Organismen, jedoch auch technische Anlagen (z. B. Automaten) befähigt, auf Grund früherer Erfahrungen und durch organisierte Eingliederung weitere Erfahrungen situationsangemessen zu reagieren. ...ž
(Meyer-Lexikonredaktion des Verlages Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim)

Legt man diese Definition dem hier vorgestellten Lernen mit Multimedia zu Grunde, dann wird hier das Lernen zu größten Teil als Erwerb von Wissen verstanden. Nun ist es eine Frage, ob der alleinige Wissenserwerb schon Lernen ist. Die Meinungen gehen hier weit auseinander. Das Erlangen von Wissen ist mit dem digitalen Zeitgenossen, dem Computer, und idealer Software sicherlich gut und schnell möglich, jedoch muß die Verhaltensänderung, die Eingliederung in das vorhandene Wissen und die Anwendung des erworbenen Wissens mit dem Zuwachs an Wissen einhergehen. Hierbei kann der Computer (noch) wenig Hilfe leisten.Moderne Lernsoftware wird meist in hypermedialer Form angeboten. Dies soll der/dem Lernenden einen intuitiven Zugang zu den Lerninhalten und eine einfache Bedienung der Software ermöglichen. Durch diese Technik hat die/der Anwender(in) die Möglichkeit einen komplexen Bereich von verschiedenen Seiten anzugehen. Sie/er kann hierbei in gewissen Maßen den eigenen Interessen nachgehen. Passive Adaptivität wird dadurch gewährleistet, daß der Navigationspfad aufgezeichnet wird und zur weiteren Auswertung zur Verfügung gestellt werden kann. Eine Orientierungshilfe bietet hierbei eine Strukturierung in hierarchischer Form z. B. durch Inhaltsverzeichnisse, Kapitel etc.. Die Navigation durch die Hyperstruktur kann aber auch durch einen Navigationsassistenten erfolgen.
Besteht ein Zugriff auf Informationen, die im Internet oder ähnlichen Netzwerken vorhanden sind, erweitert sich das Angebot auf eine nicht überschaubare Datenmenge, jedoch sind hier dann die Grenzen der Adaptivität schnell erreicht. Diese Offenheit und Konstruktion der Lernsoftware bietet der/dem Lernenden viele Vorteile. Das Datenmaterial steht aktuell und reichhaltig zur Verfügung, Informationen werden auf Grund der Hyperstruktur aufgenommen, die nicht unbedingt zu dem Bereich gehören, der im Vordergrund der/des Lernenden steht, aber in anderen Zusammenhängen von Nutzen sein kann. Ein Informationsaustausch mit gleichgesinnten Lernenden kann asynchron oder synchron über das Netzwerk erfolgen. Der weltweite Kontakt zu Experten wird erleichtert, es können sich virtuelle Gruppen nach ihren Interessen und qualifikation leichter zusammenfinden. Es sind aber nicht nur Vorteile, die aus dem Lernen mit Multimedia erwachsen. Die/der Lernende kann sich bei der Auswahl des Datenmaterials in der Hyperstruktur —verirrenž wenn die Zielvorstellung des zu erlernenden Gebietes nicht klar sind, der Informationsaustausch kann durch seine Einfachheit zu einer Überflutung mit Informationen führen. Es besteht nicht die Möglichkeit die Informationen auf ihre Richtigkeit zu prüfen, so daß falsche Inhalte zu einem falschen Lernergebnis führen kann. Die geringe Struktur kann zu Verständisschwierigkeiten führen, und damit den Lernprozeß verlangsamen.

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