Information-Scout zu Vannevar Bush
(Sven Rothländer, Corinna Delschen) 
 Einleitung
Unsere Recherche in Bibliothek und Internet hat ergeben, daß der Artikel "As we may think" von Vannaver Bush Richtungsweisend für die Theoriegeschichte der Rechner war. Daher beschäftigt sich unser Info-Paper hauptsächlich mit diesem Text.
 
Das wichtigste aus dem Leben von Vannevar Bush
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Zusammenfassung von "As we may think"
Die amerikanische Zeitschrift "The Atlantic Monthly" veröffentlichte im Juli 1945 einen Text von Vannevar Bush mit dem Titel "As we may think". In diesem Artikel stellt er Thesen über die zukünftige Computerentwicklung auf  und erlaubt einen Blick auf die Probleme, auf die die Computer möglicherweise eine Antwort sind. Dieser Artikel wurde zu einem der wichtigsten Texte in der Theoriegeschichte der Rechner.Folgende Aufzeichnungstechniken waren Anfang des 20. Jahrhundert bereits entwickelt:erste Rechenmaschinen, die Mikrofotografie als eine Möglichkeit, große Datenmengen zu komprimieren, faksimile Übertragung, das Fernsehen, erste Versuche zur mechanischen Sprachsynthese und Spracherkennung (Voder), Hollorith - Lochkartenmaschine und die Elektronen-Röhren.Durch die Weiterentwicklung dieser und anderer Techniken sieht Bush die Möglichkeit Maschinen zu entwickeln, die in der Lage sind dem Menschen nicht nur körperliche Arbeit, sondern auch ein Teil seiner geistigen Arbeit abzunehmen. Seiner Meinung nach teilt sich die Gedankenwelt in zwei Bereiche auf, den kreativen Teil und repetitiven (sich wiederholend) Teil. Im Vergleich zur Kreativität, die die Fähigkeit weiterzudenken und zu assoziieren impliziert,  basiert der repetitive Teil darauf, gespeicherte Informationen zu beliebiger Zeit vollständig wieder abzurufen. Bush ist der Ansicht, das der Mensch befähigt ist, kreativ zu sein, und um diese Fähigkeit zu intensivieren, er den repetitiven Teil an noch zu entwickelnde Maschinen delegieren sollte.Frühere und jetzige Indizierungssysteme sortieren Informationen nach einem künstlichen System (numerisch, alphabetisch). Zum Auffinden einer Information muß man Regeln beachten , die viel zu umständlich und langwierig sind, dazu kommt, daß man nach dem Auffinden einer Information das System verlassen und immer wieder neu ansetzen muß. Künftige Maschine sollten nicht mit Indizierung arbeiten, sondern mit Assoziation, ähnlich wie im menschlichen Gehirn, nach Informationen suchen. Die assoziative Suche wird zwar nicht annähernd so schnell und flexibel wie die des Menschen sein, aber dafür den Geist im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit und Klarheit der Ergebnisse beim Aufspüren gespeicherter Themen eindeutig schlagen.Nach diesem Prinzip stellt sich Bush sein Gedankenmodell namens "Memex" vor. Ein "Memex" ist ein Gerät, in dem man sämtliche Informationen wie z.B. Bücher, Akten und Kommunikation speichert und das mit außerordentlicher Geschwindigkeit und Flexibilität benutzt werden kann. Es ist, wie Bush es ausdrückt, als eine vergrößerte persönliche Ergänzung zum Gedächtnis zu sehen.Der "Memex" besteht aus einem Schreibtisch mit Bildschirmen, Tastatur und eine Reihe von Hebeln. Informationen können über Tasten oder über eine transparente Fläche, wohandschriftliche Notizen oder Fotografien abgelichtet werden. Informationen werden mit Hilfe von Mikrofilm gespeichert. Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, mit Hilfe der üblichen Indizierungssystemen auf das Archiv zurückzugreifen. Das Kernstück des "Memex" ist jedoch ein Verfahren, bei dem man von einer x-beliebigen Information schnell und automatisch auf eine andere verweisen kann. Zwei Informationen werden also miteinander verbunden, diese Verbindung kann sogar dauerhaft gespeichert werden und ist immer wieder sofort abrufbar.Und es ist noch mehr als dies, denn jede Information kann so zu einem Teil unzähliger Pfade werden. Es ist möglich, eigene Kommentare hinzuzufügen, Seitenpfade anzulegen, die zu Verfügung stehenden Materialien je nach Interesse miteinander zu verknüpfen etc..Ganz neue Arten von Enzyklopädie werden entstehen, bereits versehen mit einem Netz assoziativer Pfade, bereit, in den "Memex" eingebaut und dort erweitert zu werden. Durch diese Weiterentwicklung der Wissenschaft entsteht eine enorme Hilfe für Menschen hinsichtlich der Produktion, Speicherung und Nutzung ihrer Aufzeichnung und Dokumente. Das würde praktisch so aussehen: Für den Patentanwalt stehen hunderttausende ausgegebener Patente bereit, mit vertrauten Pfaden zu jedem Punkt, der für seinen Klienten für Interesse sein könnte.Bush Überlegungen gehen sogar soweit, eine Möglichkeit zu finden, unsere Sinnesorgane wie z.B. Tasten, Sehen, Fühlen etc. durch Elektroden und elektrische Vibrationen zu ersetzen. Mit anderen Worten: Kann es möglich sein, mechanische Bewegungen durch elektrische Vibrationen zu ersetzen, um eine Verbindung von einem elektrischen Phänomen zum anderen herzustellen? (zum Beispiel eine Maschine ohne mechanische Bewegung, d. h. Knopfdruck durch Hand, zu bedienen)Der "Memex" macht zwar die Arbeit schneller, leichter und effizienter und auch die öbergabe wird vereinfacht, doch durch die sich anhäufende Menge an Information und Aufzeichnungen ergibt sich ein neues Problem, denn die Menge des relevanten Materials nimmt exponentiell zu, der Anteil des gelesenen wird dadurch allerdings immer geringer.
 
Deutsche Übersetzung  des Artikels "As we may think".
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Zu unserer Suche
Wir benutzten zwei Suchwege, die herkömmliche Art und Weise in, nach Indizierungssystemen sortierten, Bibliotheken und die Recherche im Internet. Wir suchten unter "Hypertext" und "Vannever Bush".In der Bibliothek fanden wir abgesehen von wenigen Biografieangaben, in Lexika, unter diesen beiden Oberbegriffen nichts. Bei der Suche im Internet verwendeten wir folgende Suchmaschinen: Yahoo, Webcrawler und Alta Vista.Im Internet fanden wir im Gegensatz zur Bibliothek unter dem Suchbegriff "Hypertext" 166750 Dokumente, selbst unter der Eingabe "Mikrofilm" fanden wir 1300. Durch die große Masse an Informationen unter diesen Begriffen gaben wir die Suche in diese Richtung auf, da wir die Vermutung hatten, daß sich hinter dem größten Teil der Einträge keine für uns brauchbare Information finden ließe.Interessanter und informativer wurde hingegen die Suche unter dem Begriff "Vannevar Bush". Vieles war zwar nicht zu gebrauchen, da er in vielen der gefunden Dokumente nur am Rande erwähnt wurde, aber den größten Teil der uns weiterbringenden Informationen haben wir hier gefunden. Zum Beispiel unter der Homepage von T. Goldpaugh "Hypertext Theory and and Sites" den Artikel "As we may think", den Lebenslauf von Bush, etliche Bilder, eine Beschreibung des "differential analyser", die MIT-Homepage.Schwierigkeiten ergaben sich, wie es auch Vannevar Bush in seinem Artikel schreib, bei beiden Sucharten. In der Bibliothek mußten wir wie von V. Bush beschrieben uns erst in die künstlichen Indizierungssysteme einarbeiten. In jeder Bibliothek haben wir sehr viel Zeit gebraucht, denn es gibt viele verschiedene Suchkataloge die nach den verschiedensten Regeln sortiert sind. Eines der von V. Bush angesprochenen Probleme basiert auch auf der Notwendigkeit  die Suche immer wieder vom Ausgangspunkt neu zu starten. Wenn wir also in einem Buch keine Informationen fanden, mußten wir zurück zum Katalog und die Suche ganz neu beginnen.Auch im Internet sind wir immer wieder auf von Bush angesprochene Problematiken gestoßen. Wie oben erwähnt, fanden wir unter manchen Suchbegriffen so viele Verknüpfungen, daß es unmöglich war, allen nachzugehen. Im Internet steht uns zwar eine viel größere Menge an Wissen zur Verfügung, umso kleiner ist jedoch der Anteil, den wir in unserer begrenzten Zeit lesen könnten. Zusammengefaßt ist die Suche im Internet natürlich effektiver, da man Dokumente mit einander Verbinden kann, sich selber je nach interesse einen "Pfad" legen kann, Informationen verknüpfen kann und sie später zu beliebiger Zeit sofort wieder abrufbar ist.
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