Der betrunkene Suchende und der Lichtkreis der Laterne 
Weizenbaum verwendet folgende Geschichte, um auf die Arbeitsweise zur Erlangung naturwissenschaftlicher Erkenntnis hinzuweisen:"Ein Polizist stößt mitten in der Nacht auf einen Betrunkenen. Dieser rutscht auf allen Vieren unter einer Laterne herum und sucht offensichtlich etwas. Er erklärt dem Wachtmeister, er habe seine Schlüssel verloren, "irgendwo da drüben"; dabei zeigt er auf eine Stelle, die außerhalb des Lichtkreises der Laterne liegt. Natürlich fragt ihn der Polizist, warum er die Schlüssel unter der Laterne suche und nicht da, wo er sie verloren habe, und er bekommt zur Antwort: "Weil man unter der Laterne besser sieht!" "(S.174, Weizenbaum 1977)"Die Wissenschaft muß die Realität vereinfachen. Der erste Schritt auf diesem Wege besteht in einer Abstraktion, und das heißt, daß nunmehr alle Erfahrungstatsachen unberücksichtigt bleiben, die nicht in den jeweiligen Begriffsrahmen passen." (S.175, Weizenbaum 1977)Unter dieser Vorraussetzung lassen sich menschliche Sprache und menschliches Verhalten erklären und auf eine (irgendwann) vollständig formalisierbare Theorie reduzieren.
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