Weizenbaum über Wissenschaft, Computer, Lehre und Ethik 
"(...) ob ein Computerprogramm entwickelt werden könnte, mit dessen Hilfe Eintracht und Harmonie gestiftet würde auf Erden. Es ist eine Frage, die ich in der einen oder anderen Form immer wieder höre und die mir sehr missfällt: sie schliesst ein, dass Moralität und Gerechtigkeit errechenbar seien. Vielleicht ist es aber gerade so schlecht um sie bestellt in unserer Welt, weil man der Wissenschaft und den Experten zuviel vertraut. Moralität und Gerechtigkeit ist halt mit Mathematik nicht beizukommen: man muss sie leben." (S.82, Weizenbaum 1984)"In diesem Zusammenhang (Frieden auf der Welt) muss ich (...) erwähnen, dass es Leute gibt - zum Beispiel Seymor Papert an meiner Universität, dem Erfinder von LOGO -, die behaupten, die verschiedenen Versuche einer rationalen und menschenfreundlichen Erziehung, zum Beispiel die von John Dewey und Maria Montessori, seien nur deshalb gescheitert, weil die technischen Grundlagen dazu noch gefehlt hätten. Das bedeutet, dass viele schon glauben, Geräte wie der Computer seien unentbehrlich auch auf ethischem Gebiet."(S.84, Weizenbaum 1984)
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