Die Arbeitsweise des General Problem Solver (GPS) ...  
"1. Ist ein Gegenstand gegeben, der nicht der gewünschte Gegenstand ist, so lassen sich Differenzen feststellen zwischen dem verfügbaren und dem gewünschten Gegenstand.2. Operationen wirken auf bestimmte Aspekte ihrer Operanden ein und lassen andere unverändert. (...) Somit kann man mit ihrer (der Operatoren) Hilfe versuchen, Unterschiede zwischen den Gegenständen aufzuheben, die von ihnen bearbeitet werden und den Gegenständen, die erwünscht sind.3. Ist ein gewünschter Operator nicht anwendbar, so kann es sich als nützlich erweisen, seine Eingaben so zu modifizieren, daß eine Anwendung möglich ist.4. Einige Unterschiede werden schwerer zu beeinflussen sein als andere. Deshalb ist es zweckmäßig, ŽschwierigeŪ Unterschiede auszuschalten, selbst wenn dadurch neue Unterschiede von geringerem Schwierigkeitsgrad eingeführt werden. Dieser Vorgang kann solange wiederholt werden, wie damit ein Fortschritt bei der Ausschaltung der schwierigeren Unterschiede erzielt wird."(Nach A. Newell und H.A. Simon, "Human Problem Solving" Englewood Cliffs/N.J. 1972)Newell und Simon hatten mit dem GPS ein grundlegendes Modell des Problemlöseverhaltens informationsverarbeitender Systeme (unter die sowohl Ameisen, Computer als auch Menschen fallen) im Blick. Im folgenden eine kleine Veränderung des GPS von mir......und ein Blick in den Spiegel?  
1. Sind wir mit einem Schüler konfrontiert, der eine gewünschte Fertigkeiten nicht aufweist, so können wir feststellen, wo seine Defizite in Bezug auf das gewünschte Lernziel liegen.2. Eine Lehrhandlung von uns verändert einen Teilaspekt seiner Fertigkeitspalette und lässt andere unverändert. Somit können wir mit Hilfe unserer Lehrhandlungen versuchen, den Schüler zu der Fertigkeit zu bringen, die bei ihm defizitär aber erwünscht ist.3. Wenn eine Lehrhandlung aufgrund mangelnder Grundvorraussetzungen des Schülers nicht anwendbar ist, dann müssen wir diese Grundvorraussetzungen mit einer anderen Lehrhandlung schaffen.4. Einige Defizite des Schülers werden schwerer aufhebbar sein als andere. Deshalb ist es für uns zweckmäßig, diese gravierenderen Defizite in kleinere Teilbereiche leichteren Schweregrades aufzuspalten und jeden für sich zu behandeln. Dieser Vorgang der Zerlegung in kleinere Teildefizite kann und sollte solange wiederholt werden, wie damit unsere einzelnen Lehrhandlungen kleinere und leichtere Defizite ausgleichen können.Diese Belegung der Variablen des GPS mit uns bekannten Begriffen machen das Modell ohne weiteres anwendbar auf die Erstellung operationalisierter Lernziele - wie der handelsübliche Lehrplan sie einfordert.Ohne weiteres?
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