Textdateien (auch solche, die in andere Dateien eingebunden sind) bestehen aus der eigentlichen Textinformation, meist im sogenannten ASCI-Code, und den Formatierungsanweisungen.

Während die reine Textinformation relativ problemlos ist, machen die Formatierungsanweisungen den Screendesignern Bauchschmerzen. Attribute wie "fett", "kursiv", "linksbündig", "zentriert" etc. machen im allgemeinen keine Schwierigkeiten, wohl aber das wesentliche Designelement des Schrifttyps.
Das Betreibssystem der Abspielstation muß den entsprechenden Schriftsatz (Font) bereitstellen, sonst wird der Text mit der Systemschrift dargestellt. D.h. es können nur solche Fonts verwendet werden, die auf allen möglichen Abspielstationen vorliegen, oder es muß der gewünschte Schriftsatz zuvor installiert werden. Letzteres erfordert relativ intelligente Installationsprogramme für jedes (!) in Frage kommende Betriebssystem, die z.B. nachprüfen, ob die maximale Anzahl nutzbarer Schriften bereits erreicht ist, oder ein anderer Font gleichen Namens vorhanden ist, und entsprechende Warnungen ausspucken.

Problematisch ist auch die Größe des darzustellenden Textes. Es gibt unterschiedliche Typen von Fonts (Postscript, Truetype, Bitmap etc.), von denen sich einige nicht beliebig skalieren lassen. Effekt davon könnte eine "pixelige" Darstellung sein. Auch setzen einige Schrifttypen einen sogn. Typemanager vorraus, der im Betriebssystem installiert sein muß. Dafür wäre u.U. auch noch zu sorgen. Mein Tip: Finger weg davon!

Bei nicht allzu langen Texten bietet sich als Alternative an, Texte in Form von Graphikdateien einzusetzen (-> Bild). Nachteil wäre, daß solche Texte nicht mehr von Suchmaschinen etc. durchsucht werden können. Dennoch bietet sich dieses Verfahren für große Überschriften, Buttonbeschriftungen etc. an.

Ein guter Kompromiß wäre, Text als Bild dort einzusetzen, wo es auf gutes Erscheinungsbild ankommt, und als mit weit verbreiteten Schrifttypen (Courier, Times, New York, ...) formatierten ASCI-Text dort, wo größere Textmengen dargestellt werden sollen.

Als schlechte Beispiele können hier "Society of Mind" und "Telekom CBT II"gelten. Ersteres setzt die Installation von 3 Schrifttypen voraus und bemerkt dabei nicht einmal, wenn andere Fonts aus dem Zeichensatzordner entfernt werden, letzeres nutzt den schlecht geschnittenen Schrifttyp "Arial", der bei bestimmten Größen arg "pixelt".
Die "Ursprung der Bilder"-CD verwendet hingegen als formatierten Text nur den Schriftsatz "Courier" und setzt ansonsten auf Text als Bild.

Durch die relativ zum gedruckten Text grobe Auflösung des Bildschirms, ist Text unterhalb von 14-18 Punkt anstrengend zu lesen. Kleinerer Text sollte in jedem Fall in serifenlosen Schriftstilen gesetzt werden.

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