Die Wahrnehmungspsychologie hat festgestellt, daß das menschliche Bewußtsein im Normalfall nur 7 Bit Information pro Zeiteinheit erfassen kann, alles andere wird ausgesiebt. D.h., daß ein Bildschrim nicht mehr als 7 (besser 5) grobe Gliederungsteile enthalten sollte. Die einzelnen Teile können natürlich intern weiter differenziert werden, aber auch hier gilt: Nicht mehr als 7 Gliederungspunkte!
Das gilt im Besonderen für Systeme, die schnellen Zugriff ermöglichen sollen. Ein Beispiel, bei dem diese Erkenntnis nahezu durchgehend angewendet wurde ist das ->CBT II der Telekom.

Gleiches gilt für Textdarstellungen: Texte sollten mittels Einschüben und Absätzen so gegliedert werden, daß sie leicht überschaubar wirken. Insbesondere im WWW stößt man oft auf Texte, die nahezu ungegliedert sind nur durch langes Scrollen gelesen werden können. Bleiwüste auf dem Papier ist schlimm genug - Pixelwüste am Bildschirm ist auf jeden Fall zu vermeiden: Effekt schlechter Textgliederung ist vermutlich, daß die Texte gar nicht erst gelesen werden.

Gutes Beispiel für anständiges Textdesign sind z.B. die Web-Seiten der ->Uni Lüneburg. Als weiteres interessantes Beispiel für Textdarstellung auf dem Bildschirm kann die ->"Ursprung der Bilder"-CD gelten: hier wird der Text mittels "Shuttle-Wheel", wie es von Videorecordern her bekannt ist, gescrollt und synchron dazu vorgelesen. Selbstverständlich verbietet sich eine solche Darstellung wegen der großen Datenmengen für den Netzbetrieb.

Es kann jedoch auch für manche Anwendung geradezu Strategie sein, auf Unübersichtlichkeit zu setzen:
David Carson, Star-Designer aus Kalifornien, schreibt, er sei natürlich in der Lage, lesbare und übersichtliche Designs herzustellen, er habe nur schlicht wichtigeres zu tun ...

Mehr dazu siehe ->browsen / navigieren

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