Screendesign im WWW ist prinzipiell eine schwierige Aufgabe. Es ist auf extrem geringe Datenmengen zu achten. Die folgende Übersicht über die (theoretischen) Downloadzeiten in Abhängigkeit von der Netzverbindung verdeutlicht, wie kritisch die Dateigröße in diesem Bereich ist:

14.400 Modem
28.800 Modem 1 Kanal ISDN 2 Kanal ISDN
10 kb 7 sec. 3,5 sec. 1,5 sec. 0,8 sec.
100 kb 72 sec. 36 sec. 15 sec. 8 sec.

Um den Datentransfer im Netz möglichst gering zu halten, wurden als Standards zwei Graphikformate entwickelt, die extrem stark komprimieren können: GIF und JPEG. Das GIF-Format erlaubt maximal 8 Bit Farbe mit eigener Palette (vgl. -> Bild) und eignet sich gut für Graphiken, die aus nur wenigen Farben bestehen. JPEG hingegen erlaubt die Verwendung von bis zu 32 Bit Farbe und ist gut geeignet zur Darstellung von Fotos oder fotorealistischen Bildern. Eine hervorragende Darstellung der Unterschiede zwischen GIF und JPEG findet sich bei Timo Müller unter ->www.werkstatt.com/html/index.html.

Eine weitere Schwierigkeit beim Screendesign im Web ist die Plazierung der einzelnen Elemente: Es ist nicht möglich, pixelgenau die Position von Text und Bild zu bestimmen. Die definierbare Ausrichtung (ALIGN bzw. VALIGN) der Elemente bietet nur "tendenzielle" Richtungen, keine festen Positionen.
Da die Browser-Fenster skalierbar sind, wird der Inhalt normalerweise dynamisch der Größe des Fensters angepaßt. Verhindern läßt sich das durch den Tag <NOBR> (no break) oder durch die Vorgabe fester Pixelmaße für Breite und Höhe von Tabellen oder Frames. Der Betrachter wird bei zu klein eingestelltem Fenster bemerken, daß etwas fehlt und das Fenster entsprechend aufziehen. Fest vorgegebene Fenstergrößen sind nur mit Java-scripten zu realisieren. Hierbei sind natürlich die unterschiedlichen Bildschirmgrößen zu beachten.

Ähnliches gilt für die Verwendung von Text: Da der User den Default-Schrifttyp und dessen Größe am Browser selbst bestimmt, kann man auch bei Text nie sicher sein, wie er letztendlich auf den unterschiedlichen Monitoren erscheint. Skaliert werden können Schriften nur relational <FONT SIZE=±X> oder durch den Header-Tag, dessen Formatierung allerdings wieder beim User liegt.

Für die Verwendung unterschiedlicher Schrifttypen <FONT FACE= > gelten wiederum die unter ->Text genannten Einschränkungen.

Wie man aus der Dynamik des Web-Screendesigns dennoch eine Tugend machen kann, führt Timo Müller souverän vor (->www.werkstatt.com/html/index.html).

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