Karl-Josef Pazzini

(1) Mit der im Titel formulierten These geht es mir um mehreres. Ich möchte behaupten,

  • dass Kunst als solche nicht existiert, sondern nur in der Form der Anwendung. Dies gilt für die Produktion wie für die Produkte. Und ich behaupte,
  • dass es unterschiedliche Formen der Anwendung von Kunst gibt. Eine davon ist die Kunstpädagogik.


Der Anlass

Sagen wir: Es gebe einen Kollegen an einer Hochschule für Bildende Künste, vielleicht in Hamburg, einen, der dort im Fachbereich Kunstpädagogik lehre. Nehmen wir an, er wolle mit mir zusammen ein Seminar machen. Das Seminar solle den Titel haben "Entwicklung kunstpädagogischer Fragestellungen aus der eigenen künstlerischen Arbeit. - Fachdidaktik I". Nehmen wir an, es würde Realität. Wir würden das Seminar gemeinsam ankündigen. Stellen wir uns vor, es gäbe dann plötzlich zwei verschiedene Ankündigungen: Im Vorlesungsverzeichnis der Universität tauche der vereinbarte Titel auf im VVZ der HfBK tauche als Seminartitel "Besprechung künstlerischer Arbeiten" auf. Stellen wir uns vor, der Kollege begründe das damit, dass er nicht in die kunstpädagogische Ecke gedrängt werden wolle. Die Verwirrung wäre komplett...