Erik Porath  
 
 
 

Medien-Symptome

 

Symptome der Technik und Techniken des Symptoms - als Medien der Artikulation

Erik Porath, Hamburg
  I. Peter Weibel hat noch 1991 angemerkt, daß bislang kaum eine ernst zu nehmende Resonanz der Psychoanalyse in der Semiotik und Medientheorie zu verspüren ist und damit ein Verhältnis dieser Disziplinen zum Werk Freuds einigen seiner bekanntesten, wenn auch in ihren kulturtheoretisch relevanten Konsequenzen wenig verstandenen Kategorien entspricht, nämlich denen "der Verdrängung und Verneinung, der Verdichtung und Verschiebung". Entgegen diesem (als symptomatisch aufgefaßten) Zug lassen sich die medialen Phänomene (und das Verhältnis der Medienwissenschaft zum psychoanalytischen Denken) gerade mit Hilfe dieser verleugneten Kategorien analysieren. (Peter Weibel: Freud und die Medien, in: Camera Austria, Nr. 36, 1991, 3) 
Weibels Bestimmungen der Medien (am Beispiel der (Presse-)Photographie und des Spiegelbilds) bleiben jedoch einseitig im Rahmen eines Kompensationsmodells und reduzieren Medien auf die Funktion der Präsenzrestitution. In den Medien suche sich ein "Begehren nach Transzendenz der Zeit" (sowie der Überwindung des Raumes) seine Artikulation und Fassung: Medien/Technologien erscheinen in dieser Perspektive als "Sprache der Absenz" (vgl. Freud, StA IX, 221), mit der ein ursprünglicher Verlust ╬bewältigt╠ werden kann - angefangen mit der Spule des Fort-Da-Spiels (Weibel, 1991, 18-20).
Schlußendlich kommen die Medien einer Heilung nahe: "Im Überwinden von Distanz und Zeit überwinden die Medien auch die Schrecken, welche diese auf die Psyche ausüben." (Weibel, 1991, 20) Hierzu sind zwei Einwände zu machen: a) Abwesenheit ist nicht nur etwas Negatives, sondern kann gerade die Negation von einer bestimmten Form von Anwesenheit ermöglichen, die für das Subjekt zuviel ist, zuviel bedeutet, es überfordert und deshalb nicht verarbeitbar ist, also traumatisch wirkt. Abwesenheit in diesem Sinne kann einem Entkommensein gleichgestellt werden. Wie Weibel selbst erwähnt, dienen Medien immer auch als Filter, also schützen sie, mildern den Kontakt, verhindern die direkte Berührung mit dem Realen, teilen den Reiz und entsprechend die Erregung (ein). b) Technik ist kein positives Gut als solches. Von der Technik selbst können immer auch negative Wirkungen ausgehen, sie ist als ein Medium immer auch zugleich ein Akkumulator von Macht, ein Verstärker menschlicher Möglichkeit zum Guten und Schlechten. Sie kann Bedürfnisse wecken oder erst produzieren, die ohne sie nicht existieren würden. In der Prothetik der Technik liegt auch die Möglichkeit der Abhängigkeit und Degeneration ihrer Benutzer (Freud spricht vom "Prothesengott", dem seine "Hilfsorgane [¸] gelegentlich noch viel zu schaffen" machen; vgl. StA IX, 222).
Weibel hebt den phantasmatischen Aspekt der Medien hervor, der eine "Überwindung des Mangels" und "im Bejahen des Seinsentzugs" einen "symbolischen Triumph" ermöglichen soll: "Die Medien weden zu einem zweiten virtuellen Körper, der das Kind nie verläßt", und "solange ein Foto noch Anwesenheit suggerieren kann, solange kann das Kind bzw. der Mensch seine Angst bannen und auch die verheerenden Folgen eines imaginären Kastrationskomplexes." (Weibel 1991, 20) Weibel schreibt nun diese reine Kompensationstheorie der Technik Freud zu. Stimmt das jedoch für Freud?

II. Versteht man mediales Geschehen als Kommunikation, die sich auf der Basis elementarer Unterscheidungen vollzieht, also Information verwendet - als denjenigen Unterschied, der einen Unterschied (aus-)macht (Gregory Bateson) -, dann muß Kommunikation zugleich - mit Bezug auf jeweils andere Unterscheidungen - als Einheit der drei Selektionen Mitteilung, Information und Verstehen aufgefaßt werden (Niklas Luhmann).
Ein heutiger Begriff der Medien umfaßt folgende Dimensionen:
1) Vermittlung zwischen Individuen, Gegenständen und Kulturen, da man sich auf ein Minimum an Gemeinsamkeiten einigen muß.
2) Übertragung von Information, insofern ich mich in dem Maße informiere, wie ich von etwas anderem, fremden oder unbekannten, mich informieren lasse, d. h. ein wahrgenommener Unterschied für mich einen Unterschied macht, also neu und bisher nicht bekannt ist ("Information ist innere Formation.").
3) Artikulation der Gegenstände und der Beteiligten, also Welt- und Selbstgestaltung bzw. wechselseitige Veränderung, sofern z. B. jemand als ein anderer aus einem Gespräch hervorgeht, also Selbst und Situation eine andere Form angenommen hat.
4) Materialität der Kommunikation, ihre technische Seite, darf nicht verkürzt werden auf verfügende oder gewitzte Regelanwendung (Schachspiel), sondern muß der durch die Medien gesetzten technisch-materiellen Dimension Rechnung tragen, die immer auch zugleich eine zeitlich-räumlich-sozial lokalisierte Situation impliziert (Foucault sprach von einem "Materialismus des Unkörperlichen", in: Die Ordnung des Diskurses).
Wenn man die Medien in Hinblick auf die natürlichen menschlichen Fähigkeiten analysiert, sind sie ja einerseits (äußere) Extension der Sinnesorgane und des Nervensystems des Menschen sowie andererseits korrelative Innervationen der (vergegenständlichten) Technik in die leibliche Innenwelt des Menschen. Durch Implantation und Prothetik bahnt sich die Verschmelzung von Mensch und Maschine an, die die Innen-Aussen-Dichotomie außer Kraft zu setzten droht: Medien wirken als Filter und Schutzschirm, aber ebenso als Produktivkräfte, die die natürliche Ausstattung und Einrichtung der leiblichen Sinnlichkeit überschreiten (Verstärkung und Übersetzung).
Dabei ist eine paradox anmutende Eigenschaft zu festzustellen: Ein Medium vollbringt eine nicht-äußerliche Vermittlung (nämlich bezüglich seines ╬Inhaltes╠ bzw. ╬Ergebnisses╠), es ist nicht neutral oder gleichgültig gegenüber seinem ╬Gegenstand╠. D. h.: nicht etwas (die Botschaft) geht durch das Medium, sondern das Medium geht durch etwas hindurch und nur dadurch ist dieses spezifische ein Etwas oder ist Etwas etwas Bestimmtes, z. B. eine verstehbare Mitteilung!
Medien haben eine integrative Funktion, die Austauschbeziehungen zwischen diversen Phänomenen und Kommunikationsteilnehmern herstellt. Medien sind gekennzeichnet von einer spezifischen Materialität, weisen jedoch gegenüber anderen Materialien ein höheres Maß an Auflösevermögen mit der Aufnahmefähigkeit für Gestaltfixierungen auf. Dadurch wird die De- und Rekombination von Elementen möglich. Ein Medium bildet also nicht nur eine Streuung von Elementen, sondern auch die Möglichkeit ihrer (Um-)Formbarkeit.
Kommunikationsmedien benötigen symbolische Codes, um die doppelte Kontingenz (Luhmann) zwischen den Kommunizierenden zu überbrücken. Die gemeinsamen Symbole unterbreiten dabei ein ╬Sinnformangebot╠, nämlich Unterscheidungen, Selektionen des jeweils anderen zu Voraussetzungen meines weiteren Operierens zu machen. Erst der beiderseitige Vollzug der dreifachen Selektion von Mitteilung, Information und Verstehen macht Kommunikation möglich.
Mit Medien verbinden wir im allgemeinen vier Grundfunktionen: Aufnehmen (Erzeugen), Verarbeiten (Umformen), Speichern (Festhalten), Übertragen (Weitergabe) von Information. Was heißt es, in einer der vier Weisen mit Information umzugehen? Jede Information setzt schon eine weitere Unterscheidung voraus (Kontext). Und jeder Kontext als ein bestimmter erfordert andere Unterscheidungen. Mit der ersten Unterscheidung sind schon alle möglichen anderen impliziert und determiniert. Mit der Zeit kommt eine Dynamik in die Unterscheidungsverhältnisse, die sie von Anfang an als (potentiellen) Prozeß kennzeichnen. Die Psychoanalyse stellt dafür den Terminus der Nachträglichkeit bereit. Wenn wir aus der Unmittelbarkeit der einen Unterscheidung heraustreten und uns auf den näheren oder weiteren Kontext beziehen, nehmen wir andere Unterscheidungen in Anspruch, die den Charakter einer längst getroffenen Unterscheidung in ein völlig anderes Licht zu stellen vermögen. Sie kann einen vollkommen veränderten Wert annehmen, unwichtig werden oder sich als besonders bedeutsam erweisen. Die Zeitlichkeit der symbolisch strukturierten medialen Prozesse verkehrt die gewohnten Orientierungen: Was später kommt, kann das Vorhergehende (mit-)bestimmen.

III. In seiner skeptischen Kulturdiagnose von 1930 unterschied Freud

Schon in diesen Formulierungen findet sich die Doppelbestimmung der Technik, Schutzfunktionen zu erfüllen und eine Entfernung herzustellen, die eben ein verändertes, neuartiges Verhältnis zur Natur konstituiert.
Aber noch in den kulturellen Errungenschaften, zum Nutzen des Menschen erfunden, sieht Freud ein "Moment der Enttäuschung", obwohl - das ist "erstaunlich" an dieser Diagnose, wie Freud genau weiß - "alles, womit wir uns gegen die Bedrohungen aus den Quellen des Leidens zu schützen versuchen, eben der nämlichen Kultur zugehört." (StA IX, 217) Er gesteht zu: Er erwähnt den berechtigten Stolz des erfindungsreichen Menschengeschlechtes, um gleich im nächsten Satz einen Wermutstropfen zu verabreichen: Und obwohl man nach Freud "nicht die Wertlosigkeit der technischen Fortschritte für unsere Glücksökonomie daraus ableiten" (ebd.) kann und sollte, gelangt er dennoch zu einem unerbittlichen Realismus, letztlich und aufs ganze gesehen:
Das "Programm des Lustprinzips [...] ist überhaupt nicht durchführbar, alle Einrichtungen widerstreben ihm; man möchte sagen, die Absicht, daß der Mensch ╬glücklich╠ sei, ist im Plan der ╬Schöpfung╠ nicht enthalten." (StA IX, 208)
Mit diesem Verzicht auf ein natürliches Ziel, ein dem Sein innewohnendes positives telos, reiht sich Freud ein in die neuzeitliche Stufenleiter der großen Desillusionierungen. Ein wesentliches Merkmal unserer Modernität besteht gerade in der Anerkennung der Kränkungen, von denen Freud drei nennt und mit den Namen Kopernikus, Darwin und seinem eigenen verbindet. Der Mensch steht demnach weder im Zentrum der Welt, noch als Krone der Schöpfung, als deren höchste Errungenschaft und eigentliches Ziel dar. Die Psychoanalyse fügt noch die narzißtische Kränkung hinzu, daß das Ich nicht einmal Herr im eigenen Hause, in der Psyche, sei.
Freuds Technik-Diagnose hebt die folgenden Charakteristika hervor: Technik bringe "Hilfsapparate" hervor zur "Verbesserung oder Verstärkung unserer Sinnesfunktionen" (Notiz über den Wunderblock, StA III, erster Satz), was wiederum einer Doppelbestimmung entspricht: Es fällt in diesem Zusammenhange das Wort von der "vorbildlose[n] Leistung" (StA IX, 221). Selbst im Sinne einer Rückführung auf den Wunsch vergißt Freud nicht den Überschuß, den innovativen Aspekt technischer Geräte: "Mit Hilfe des Telephons hört er auf Entfernungen, die selbst das Märchen als unerreichbar respektieren würde" (StA IX, 221). Wenn auch ein ursprüngliches Motiv zur Entwicklung der Medien/Technik einem Verlust oder einer Bedrohung entspringt, so läßt sich doch der Verlauf und die Richtung dieser Entwicklung nicht daraus ableiten. Not macht erfinderisch, aber zu einem gestellten Problem gibt es immer mehrere Lösungsmöglichkeiten. Desweiteren macht Freud darauf aufmerksam, "daß die Kultur nicht allein auf Nutzen bedacht ist", sondern sich u. a. an der Schönheit als einem geschätzen Wert orientiert. Neben den Nutzen tritt z. B. das Streben nach "Lustgewinn". (StA IX, 224/5)
Freuds Auffassung der technischen Medien schwankt zwischen nützlichem Mittel (Werkzeug) und unbehaglicher Abhängigkeit (Prothese). Erstaunlicherweise beruht die Unzulänglichkeit der Technik für den Menschen gerade darauf, daß seine Hilfsorgane "nicht mit ihm verwachsen" (StA IX, 222) sind, ihm äußerlich bleiben - erstaunlich deswegen, weil Freud an anderen Stellen desselben Textes die Unterscheidbarkeit von Innen und Außen radikal in Frage stellt (StA IX, 198f.). Insofern behält die Technik einen durch und durch ambivalenten Charakter und gleicht einem Symptom, einem psychischen Symptom ebenso wie einem Symptom der Kultur. Darüberhinaus bildet die Frage der Technik ein Symptom der Psychoanalyse in dem Sinne, daß der historische Entwicklungsstand der Technik als eine (mediale) Voraussetzung für Theorie und Praxis der Psychoanalyse zu wenig bedacht worden ist.  Allerdings darf man Freuds Aufmerksamkeit für die Metaphorik seines eigenen Diskurses nicht vernachlässigen: er zeigt ein genaues Gespür für die Metaphern aus technischen oder anderen Bereichen, mit deren Hilfe er dem Rätsel des Psychischen nachgeht. Der "psychische Apparat" ist also nicht einfach ein Begriff, der bündig definiert werden kann, sondern funktioniert gerade durch seinen reichhaltigen Assoziationshof im psychoanalytischen Diskurs, ja exemplifiziert den Charakter des Psychischen selbst als etwas wesentlich Metaphorisches, durch Übertragung Konstituiertes.

IV. Laut Freud kann das Symptom als Kompromiß eines Triebes/Wunsches und seiner Abwehr/Verdrängung aufgefaßt werden. Ebenso wie das Symptom bildet die Technik den Kompromiß eines Wunsches, sich Natur anzueignen, um sie zu beherrschen, und sich zugleich von ihr zu befreien, sich ihrer zu entledigen, was daran scheitert, daß als Mittel eben gerade diese Natur selbst eingesetzt werden muß und so die Abhängigkeit schafft, die man zu überwinden mit ihrer Hilfe angetreten war. Diese Verstrickung führt Freud im Zusammenhang mit der "Symptombildung" und den Reaktionen des Ichs vor: einerseits ist es das Ich, welches durch Verdrängung Symptome provoziert, andererseits bleibt dem Ich nicht viel anderes übrig, als sich mit den einmal vorhandenen Symptomen zu identifizieren und sie in seine Ich-Organisation zu integrieren (Freud: Hemmung, Symptom und Angst, 1926, StA 227ff.).

Neben ihrer Funktion als Schutz-Schirme sind Medien Identifizierungbildner: einerseits schützen sie durch elementare Symbolisierung vor der direkten Berührung mit dem Realen und bieten so eine symbolische Vermittlung, die jedoch gerade nicht das Reale assimiliert oder absorbiert, sondern vielmehr eine Schicht des Dazwischen bildet; andererseits produzieren sie Identifikationsangebote, über deren Beziehung das Subjekt etwas (als Betrachter zu sehen, als Hörer zu vernehmen) bekommt, wodurch und zu dem es sich im Unterschied (zu allem anderen) bestimmt als diese oder jener, einen Gegenstand konstituiert, indem es diesen von sich abhebt im gleichen Maße wie es sich umgekehrt von diesem absetzt.
Eine Psychoanalyse der Medien (nach Lacan) hätte auf diesen unauflösbaren Charakter, den Kern eines Symptoms, Bezug zu nehmen. Medien können jedoch eine vornehmlich neurotische oder perverse Rolle annehmen: sie bilden sowohl eine Verbindung von Imaginärem und Realem (Perversion) wie auch von Symbolischem und Realem (Neurose). Medien fungieren also immer auch als Fetische und als (neurotische) Symptome. Aber als Symptome haben sie wiederum die Funktion, Reales, Symbolisches und Imaginäres überhaupt und auf spezifische Weise miteinander zu verbinden.
Wenn es zunächst scheinen möchte, als ob Symptom und Technik sich wechselseitig ausschließen - Technik hat etwas mit (sich und anderes) Beherrschen, mit Mitteln und Methoden zu tun, über die verfügt werden kann und die eingesetzt werden, um einem bestimmten Zweck, einer Absicht zu dienen; das Symptom hingegen wäre dasjenige, was die Herrschaft untergräbt, das Funktionieren stört, dysfunktional ist, und in diesem Sinne sich gerade als das Unbeherrschbare darstellt - so zeigen sich bei genauerer Betrachtung doch starke Řhnlichkeiten. Die Kompromißbildungen, wie Freud solche psychischen Phänomene (aber auch den Traum, die Fehlleistungen etc.) nennt, erscheinen so in einem anderen Licht: sie sind eben nicht einfach pathologisch, sondern stellen selbst eine Möglichkeit des Seins der Subjekte dar. Ausgehend von der Existenz der Symptome kann man sie daraufhin befragen, in welcher Weise sie Lebens-Mittel, Medien des Lebens, zum Leben sind. "Die Symptome und Phantasmen erweisen sich in der Erfahrung des Sprechens als Begrenzungen der psychischen Struktur, die ein Stück fragile Sicherheit vermitteln, sich deshalb der Auflösung widersetzen." (Widmer 1990, 156) Sowenig die Symptombildung ausschließlich der Seite der Erkrankung zugewiesen werden kann, sowenig ist es richtig, den Menschen im strikten Gegensatz zur Technik zu definieren, denn auch die Technik ist nichts anders als eine Ausdrucksweise der Existenzmöglichkeiten des Menschen (wenn dieser auch wiederum durch Bedingung determiniert ist, die seiner Verfügung wesentlich entzogen sind).
 

 Funktionsbestimmungen eines allgemeinen Begriffs der Medien
- Vermittlung
- Übertragung
- Artikulation
- Materialität, Lokalisation, Temporalisation

Vier Grundfunktionen von Informations-Medien
- Aufnehmen bzw. Erzeugen
- Verarbeiten bzw. Umformen
- Speichern bzw. Festhalten
- Übertragen bzw. Weitergabe

Gegenläufige Konsequenzen
- raum-zeitliche Distanzaufhebung und Zwischenschaltung
- (körperbezogene) Extension und Innervationen
- ein- und ausspannende (Inter-)Aktivität und (Inter-)Passivität
- Filter/Schutzschirm sowie Verstärkung und Übersetzung
- (soziale) Integration und Diskrimination
- (kommunikative) Vereinheitlichung und Differenzierung durch symbolische Codes
- Nachträglichkeit und Vorläufigkeit (Relationalität in zeitlicher Dimension)
- Konstruktivität und Dezentrierung von Eigenzeiten


Erik Porath