Torsten Meyer

Er schrieb, er werde sich auf die Suche nach den verlorenen Bildern machen, er wolle zum Ursprung der Bilder zurück, das Urbild wiederentdecken.
Natürlich, so fügte er hinzu, wisse er, das es das nicht gäbe, aber die Frage zu stellen, ließe er sich nie nehmen ...
 
 
  

Der Ursprung der Bilder
Oder:
Über das verlorene Original

Torsten Meyer
1997/98
in Kooperation mit
Karl-Josef Pazzini 
 
"Der Ursprung der Bilder" ist ein Unterrichtsmaterial-Paket (Sek. II / Hochschule), das die "Neuen Medien" auf zweifache Art thematisiert:  
Zum einen wurden die "Neuen Medien" für die Produktion genutzt und setzen für die Rezeption diese ebenfalls voraus: Es gibt neben einem Video-Essay, der auf VHS-Cassette vorliegt, eine computerlesbare CD-ROM (Win und Mac), die "Ausgänge" ins World-Wide-Web beherbergt.  
Zum anderen schließt es auf der inhaltlichen Ebene an die derzeitige medientheoretische Grundsatzdiskussion an, die - wie immer bei Einführung eines neuen Mediums - ob der Konjunktur der digitalen Medien entbrannt ist, und bereitet sie für den Unterricht auf.  

Exposition  
Die digitale Video-Collage beginnt zunächst mit einem Bild, in dem die Bilder fehlen. Der Off-Held macht sich unvermutet auf die Suche nach den verlorenen Bildern. Eine Suche, die durch interdisziplinäre Rekurse führt und in der Schöpfungsgeschichte ein vorläufiges Ende findet. Ausgangspunkt dieser Reise durch eine Geschichte der Bilder ist die Kunst.  
Im Film entstehen Bilder, die Bilder im Kopf des Betrachters entstehen lassen. Dort führen sie Eigenleben, die festgefügt geglaubtes verzerren: Der didaktische Einschnitt macht die Konstruktion neuer Bilder nötig, um die konsistente Verknüpfung des hier Zugemuteten mit den schon vorhandenen Einbildungen zu gewährleisten.  

Interaktive Zeitlupe  
Die im Material-Paket enthaltene CD-ROM enthält eine postkartengroße Version des Essay-Films als Digital-Video. Es kann darauf zugegriffen werden mittels eines Interfaces, das Funktionen eines Videorecorders bietet: Es kann vor- und zurückgespult werden, bestimmte Stellen des Films können direkt angefahren werden. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geboten, den Film in seine Bestandteile zu zerlegen: Man hat direkten Zugriff auf die zitierten Bilder und Texte, kann sie aus dem Filmzusammenhang lösen und im einzelnen detailiert betrachten.  
Alle Materialien sind darüberhinaus im  "Archiv" zugänglich. Hier stehen unterschiedliche Interfaces - alphabetischer Index, synchronoptische Darstellung, ... - zur Auswahl, die zu eigenen Assoziationen auffordern ...  

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier!

 
 

 
 

 
 

 
 

 
 

  

Torsten Meyer