Jahrestagung der wissenschaftlichen Sozietät

Mai 13th, 2016,

gießen

Abb.: Sakir Gökcebag: Reorientation 2A, 2010, Installation 243x165x8 cm
„Kunst und Bildung in der Migrationsgesellschaft“ ist das Thema einer interdisziplinären Tagung am 01. – 02. Juli 2016, veranstaltet durch das Institut für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung.
Bildung zwischen Kunst und Medien findet vor dem Hintergrund einer kulturell-gesellschaftlichen Wirklichkeit statt, die in vielerlei Hinsicht von Migration geprägt ist. Wanderungen von Menschen, Bildern und Informationen bestimmen allgegenwärtig den Alltag, die Bildungsarbeit und die Künste. Aus dem global weitreichend entgrenzten Bilderpool schöpfend wird die Frage der Zugehörigkeit zur Gestaltungsaufgabe: Vertraute Vorstellungen des kulturell Eigenen werden verändert und fremde Kontexte zu sattsam vertrauten. Die Migrationsgesellschaft, die durch vielfache Wanderungs- und Transformationsprozesse geformte wird, manifestiert sich wesentlich in ihrer Medialität. Besondere Herausforderungen des Diskurses zwischen Kunst und Bildung liegen darin, dass einerseits eine Auseinandersetzung mit der Normalität alltäglicher Transkultur stattfindet, parallel dazu jedoch aktuell auch Antworten auf die drängenden Fragen der Flüchtlingsthematik gesucht werden: Geflüchtete bringen existentielle Bedürfnisse in alle Bildungskontexte ein und sind mit erheblich geringeren ästhetischen Gestaltungspielräumen konfrontiert. Um in dieser komplexen kulturellen Gegenwart handlungsfähig zu sein, ist eine tragfähige Klärung der  Begrifflichkeiten, Ziele und leitende Theoreme gefordert. Welche Kulturbegriffe werden in Debatten zwischen Kunst, Medien und Bildung in einer Migrationsgesellschaft verwendet? In welche Richtung müssten sie im Lichte aktueller Entwicklungen ergänzt werden? Inwiefern lassen sich die Vorstellungen von Transkultur in der Flüchtlingskrise aufrechterhalten oder weiter entwickeln? Welche Ziele und Zukunftsperspektiven sind denkbar und welche Wege führen dort hin? Weiter lesen »

Tagung: Formate der Kunstvermittlung V: Kompetenz – Performanz – Resonanz

Mai 11th, 2016, Sven Scharfenberg

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Die Tagungsreihe „Formate der Kunstvermittlung“ des Instituts für Kunst, Musik und ihre Vermittlung an der Leuphana Universität Lüneburg soll im Mai 2016 in der 5. Ausgabe fortgesetzt werden. Anlass der Tagung ist die Notwendigkeit, dass die derzeit im Bildungssystem dominante Orientierung am Kompetenzbegriff um die Dimensionen Performanz und Resonanz erweitert werden sollten. Die Art und Weise, wie heute über Bildung gesprochen wird, ist durch die Kompetenzorientierung weitgehend von Faktoren des Outputs bestimmt. Dem entsprechend haben Begriffe wie „Bildungsstandard“, „Evaluation“, „Optimierung“ auf Wirklichkeiten geschaffen, die uns in einer bestimmten Art und Weise über Bildung nachdenken lässt und unser Handeln in Schule, Hochschule und anderen Institutionen zunehmend bestimmen.
Selbstverständlich sind im Fach Kunst immer auch Kompetenzen vermittelt worden, aber das Fach geht keineswegs darin auf. Schließlich haben wir es in der Kunst mit ereignishaften Besonderheiten sowie mit dem Unwahrscheinlichen tun, das weder in der Unterrichtsplanung, noch im messbaren Ergebnis aufgeht. Die kleinschrittige, letztlich auf Leistungskontrolle fixierte Kompetenzorientierung verfehlt gerade das, was Kunst und Bildung als zentrale Impulse für die menschliche Existenz auszeichnen. Deshalb soll den Dimensionen der Performanz und der Resonanz, die den besonderen Charakter der künstlerisch bildenden Arbeit kennzeichnen, im Rahmen der Tagung ein besonderes Gewicht verliehen werden. Welche Perspektiven werden sich als zentral  für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Kunstvermittlung erweisen?
 

Vortragende: Prof. Dr. Carl-Peter Buschkühle (Gießen), Hans-Christian Dany (Hamburg), Dr. Inga Eremjan (Lübeck), Kerstin Hallmann (Hamburg/ Lüneburg), Almut Linde (Hamburg/ Lüneburg), Prof. Dr. Pierangelo Maset (Lüneburg), Prof. Dr. Maria Peters (Bremen), Dr. Manuel Zahn (Hamburg/ Braunschweig).
Termin: Donnerstag, den 2. Juni 2016, 10-18 Uhr
Ort: 
Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Zeichensaal C 22.

Rezension von Silvia Henke zu Karl-Josef Pazzinis „Bildung vor Bildern“

April 25th, 2016,

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»Denn Bildung wird vom Bild ausgedacht und damit auch von Kunst. Kunstpädagogik, die von Kunst ausgeht, kann in diesem Sinn kein harmloser Prozess sein; sie entzieht immer den Boden, auf dem gesicherte Erkenntnisse stattfinden: «Alle Bildung ist ästhetisch, weil sie Übergänge vom Sinnlichen in Sinn provoziert, aber diesen Sinn auch immer wieder, vom Sinnlichen, Physischen her, untergräbt. Unfassbar.» (S. 23) Mit dieser ‹unfassbaren› Auffassung von Bildung hat Pazzini vor ungefähr 20 Jahren Neuland betreten und dem Unterrichtsfach Kunstpädagogik theoretisch zu einem neuen Status verholfen.Wider alle Rationalisierungsprozesse an Schulen wie Hochschulen hat er gemahnt und gewarnt davor, das Unterrichtsfach Bildende Kunst durch didaktische Vereinfachungen zu einem Bastelprogramm zu machen. Zu groß ist sein Potential, zu viel vermag es. Ästhetische Bildung ist, so Pazzini, primär ein «Fangnetz», eine Aufmerksamkeitsstruktur, eine Relation und Irritation, die sich im Dreieck von Schülern, Lehrperson und dem Gegenstand der Kunst einstellt.«

Henke, Silvia (2016): Karl-Josef Pazzini publiziert eine Neuüberarbeitung seiner wichtigsten Texte aus zwei Jahrzehnten. In: Widmer Peter (Hg.): RISS. Zeitschrift für Psychoanalyse. Freud-Lacan. Nr. 83 (2016/1), S. 109-113.

Besuch im Gängeviertel

April 21st, 2016,

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Unter dem Motto ‚In die Gänge kommen‘ hat das Werkstattseminar ‚visual gap‘ (Leitung: Prof. Dr. Andrea Sabisch/ Stefanie Johns) des Lernbereichs Bildende Kunst am vergangenen Dienstag die Seminarsitzung in das Gängeviertel verlegt. Eine tolle Führung von Kevin Kahn gab vor Ort Einblicke in die Geschichte und Strukturen des Viertels.

Die Seminarteilnehmer*innen haben diesen inspirierenden Ort zum Fotografieren eigener Bildserien genutzt. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Infos zum Gängeviertel gibt es hier.

Expedition Ästhetische Bildung: Vorwerkstift

April 7th, 2016, Wollberg

Datum: 21.04.2016, 18:30 Uhr
Ort: Vorwerkstraße 21, 20357 Hamburg

Die 17. Expedition Ästhetische Bildung führt uns in das Künstlerhaus Vorwerkstift im Karoviertel. Zu Beginn wird uns die Künstlerin Amelie Zadeh das Haus vorstellen, bevor sie uns in die hauseigene Galerie zur Ausstellungseröffnung der Künstlerin Tintin Patrone begleitet und eine kleine Einführung in die Ausstellung gibt. Wir freuen uns auf die Einblicke und den Austausch rund um die Konzepte des Künstlerhauses, der Galerie und der Ausstellung! Eingeladen sind wie immer alle interessierten Studierenden, Referendar*innen, Lehrer*innen und außerschulische Kunstvermittler*innen zur gemeinsamen Diskussion und Austausch von möglichen Anregungen für die schulische Praxis.
Anmeldungen bitte bis zum 17.04.2016 an ole.wollberg@uni-hamburg.de. Wir bitten um einen Unkostenbeitrag von 4 € pro Person.

Neu: Bramkamp schreibt über Visuelle Animation

April 2nd, 2016,

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Aus der Hamburger Ringvorlesung „Visuelle Animation“ im Wintersemester 2014 ist ein neues Heft in der Reihe der Kunstpädagogischen Positionen hervorgegangen. Martina Bramkamp: Visual Animation: Methods of Practice and Teaching. Heft 34. Alle Hefte finden Sie unter mbr.uni-koeln.de/kpp als Papierversion zur Bestellung oder als PDF zum kostenlosen Download.

Bewerbungen Lernbereich Bildende Kunst

März 16th, 2016,
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Bewerbungen für den Lernbereich Bildende Kunst sollen bis zum 01. April 2016 (inklusive) bei Frau Kuffer ab, Von-Melle-Park 8, Raum 605 abgegeben werden. Falls das Büro nicht besetzt ist, geben Sie die Unterlagen bitte beim Pförtner für Prof. Dr. Sabisch ab.

Newsletter Sommersemester 2016

März 16th, 2016,

newslettersose16

Der Newsletter für das Sommersemester 2016 ist ab sofort unter dem folgenden Link als PDF-Datei verfügbar:

FuL_Newsletter_2016

HfbK Hamburg – Jahresausstellung 25-28/02

Februar 24th, 2016,

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Die traditionelle Jahresausstellung der HFBK, die jahrelang im Juli lag, findet seit 2015 bereits im Februar statt. Vier Tage lang präsentieren die Studierenden – vom Erstsemester bis zum Absolventen – ein breites Spektrum aktueller Arbeiten und Projekte aus den unterschiedlichen Studienschwerpunkten. Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen an der HFBK zu machen.

Weitere Informationen: http://www.hfbk-hamburg.de/jahresausstellung/

 

Jahresausstellung 2016

Eröffnung: Mittwoch, 24. Februar 2016, 19 Uhr
Ausstellung: 25.–28. Februar 2016
geöffnet täglich 14–20 Uhr

Öffentliche Führungen
täglich 15 und 18 Uhr
Treffpunkt vor der Aula

Führungen für Schulkinder (ohne Eltern)
Samstag und Sonntag 15 Uhr
Treffpunkt Kinderinsel vor der Mensa

Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung

Schüler-Informationstag
Samstag, 27. Februar 2016, 13 Uhr
Raum 229 (Hörsaal)

Symposium zur Ungewissheit im Bildungsprozess

Januar 20th, 2016,

UngewissheitDo, 4.02.2016 bis 6.02.2016,
Tagungsort: Warburghaus, Hellwigstrasse 116, 20249 Hamburg

Die Fähigkeit zu einem konstruktiven Umgang mit Ungewissheit wird nicht nur für die unausweichliche Erfahrung von Kontingenz und Differenz in unserer Gesellschaft zunehmend relevant, sondern stellt zudem einen wichtigen Aspekt in der Genese von Bildungsprozessen dar.
Im Rückgriff auf einen transformatorischen Bildungsbegriff und auf phänomenologische Ansätze zur Fremdheit werden Möglichkeiten gesehen, Ungewissheitssituationen als konstruktive Momente des Lehrens zu verstehen. Es wird davon ausgegangen, dass eine didaktische Konzeption von Fachunterricht im Sinne einer Durchbrechung institutioneller Routinen, des Verlangsamens schneller Deutungsprozesse, der Konfrontation mit Ungelöstem, Unfertigem usw. einen Möglichkeitsraum für bildungsrelevante Ungewissheitserfahrungen eröffnet.
Das Symposium trägt Werkstattcharakter und bietet einen breiten Raum zur fächerübergreifenden Diskussion einführender Vorträge sowie einer Reihe von Studien einer Gruppe von Fachdidaktikern der Universität Hamburg. In zwei Zeitfenstern sollen ergänzend Perspektiven weiterer Forschungsprojekte im Kontext von Ungewissheit in Form von Kurzbeiträgen in den Blick genommen werden.
Es ist das Anliegen des Symposiums, einerseits zu fragen, ob sich fächerübergreifende Phänomene im Handeln der Schüler*innen in Ungewissheitssituationen empirisch zeigen und theoretisch einordnen lassen; andererseits soll die Relevanz und mögliche Weiterentwicklung dieser Befunde für den Diskurs des Lehrens respektive der Lehrerprofessionalisierung erörtert werden.
Mit Vorträgen von Prof Dr. Andrea Sabisch und Ole Wollberg
Weitere Informationen sowie das Programm unter
http://online-dienste.verwaltung.uni-hamburg.de/projekte/veranstaltungen/uploads/mod/151217143651d.pdf

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