Rezension zur Bildwerdung von Iris Laner in EWR

Die Erziehungswissenschaftlerin Iris Laner hat in der erziehungswissenschaftlichen Revue (EWR) jüngst eine auführliche Rezension zur Studie Bildwerdung von Andrea Sabisch veröffentlicht. Einige Auszüge in chronologische Reihenfolge daraus: »Das beispielhafte Vorgehen im empirischen Teil des Buches wird dabei in eine eingängige Methodenreflexion und eine intensive Theoriediskussion eingebettet, die Stimmen aus unterschiedlichen Disziplinen, wie der Erziehungswissenschaft, der Philosophie, der Bildwissenschaft und der Psychoanalyse, ins Gespräch bringt. […]
Gerade dort, wo die Autorin auf kaum bis nicht diskutierte Aspekte der Bildungstheorie hinweist, ist das Buch Bildwerdung nicht nur als Fallstudie interessant. Durch das Miteinbeziehen von philosophischen, bildwissenschaftlichen und psychoanalytischen Theorien leistet es einen spannenden Beitrag zur interdisziplinären Theoriebildung, die sich als besonders geeignet zeigt, auf blinde Flecke der Heimdisziplin hinzuweisen. […]
Sabischs erster beschriebener Fall von Anika und Beeke macht nicht nur in überzeigender Weise klar, dass Zeigen und Sagen, Verkörperung und Versprachlichung eng miteinander verbunden sind und dass diese Verknüpfung eben da sichtbar wird, wo die oberflächliche Solidität erfassender Worte zu bröckeln beginnt. Sabisch zeigt dies in ihrer Fallbeschreibung, die nicht nur sehr exakt und behutsam, sondern auch lebendig, ja, fast mitreißend ist, und in der nachfolgenden Analyse überzeugend. […]
Blickt man […] auf die mittlerweile zahlreichen und vielfältigen Untersuchungen, Analysen und Reflexionen über Bildungsgehalt, Lerneffekte und Kompetenzerwerb im Rahmen der Auseinandersetzung mit visuellen Medien und Bildern, zeigt sich mit aller Deutlichkeit die – nicht nur – diskursive Dringlichkeit des Themas, dem sich Bildwerdung verschreibt. Auch bildungspolitisch gesehen ist der Rahmen, in dem die Autorin ihre Fallstudien theorieaffin, weitsichtig und reflektiert einbettet, höchst brisant. Richtlinien wie das Common European Framework of Reference of Visual Literacy bewerten den kompetenten Umgang mit visuellen Medien und Bildern als zentral für die Umsetzung solider und umfassender Bildungsprogramme. Ihr Buch ist ein spannender, aufschlussreicher und ausgesprochen schön zu lesender Beitrag zu einer Debatte, die damit sicherlich noch nicht zum Abschluss gelangt, aber um viele Ideen, Impulse und Materialien bereichert ist.«

Vortrag von Prof. Dr. Rahel Puffert & Per Leonhardt am 06.06.2019

Im Rahmen der Ringvorlesung »Wie zusammen arbeiten?« tragen Prof. Dr. Rahel Puffert & Per Leonhardt vor: »Freundlich, offen, fordernd – Zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit im Werkhaus Münzviertel«
Die Form des Vortrags wird dazu genutzt, eine Perspektive zu entwickeln, die es ermöglicht, die Arbeit am und im Werkhaus im »Spannungsfeld von Kunst und Bildung« zu platzieren. Wie kann man sich dem Ort nähern? Im zweiten Teil stehen die Vortragenden Rede und Antwort. Dabei wird die Sprache hoffentlich auch darauf kommen, inwiefern und ob das Werkhaus Münzviertel überhaupt von Belang sein könnte für die Subjektivierungsprozesse der Anwesenden. Der Vortrag findet statt an der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, Raum 404, 16-18h.

Grundlagenlehre. Kunst und Gestaltung – Tagung 28.- 29.05.2019 in Salzburg

Die Frage nach bildnerischen oder künstlerischen Grundlagen in der Ausbildung von Künstlern, Gestaltern, Lehrern und Schülern ist ein »heißes Eisen«. Auf der einen Seite besteht große Skepsis gegenüber einer Festschreibung oder Standardisierung bestimmter Lehrinhalte und die Befürchtung einer damit einhergehenden Einschränkung der künstlerisch-gestalterischen Freiheit. Andererseits werden die Lehrenden in der Schule mit dem Bedürfnis nach solchen Grundlagen von Seiten der Schülerschaft konfrontiert. Daher wünschen sich viele Lehramtsstudierende an den Hochschulen den Unterricht von bildnerisch-künstlerischen Grundlagen, damit sie angemessen auf ihre Lehrtätigkeit in der Schule vorbereitet werden.
Weiterführende Informationen zur Tagung an der Universität Mozarteum und den Vorträgen finden Sie auf der Webseite der Tagung oder im Programm.

Digital Things. Neue Dinglichkeit seit dem Internet – Symposium 21.-22.06.2019 in Köln

Das interdisziplinäre Symposium Digital Things. Neue Dinglichkeit seit dem Internet widmet sich den Auswirkungen von Digitalität auf die Konstitution physischer Dinge und ihren veränderten relationalen Gefügen. In Beiträgen aus der bildenden Kunst, der Bildungs-, Medien-, Kunst- und Designwissenschaft sowie der Philosophie bündeln sich verschiedene Perspektiven auf die Fragen nach digitaler Dinglichkeit: Auf welchen Ebenen schreibt sich das Digitale in die Dinge ein? Inwiefern dürfen Dinge und ihre Materialität als von sich aus aktiv und vor allem konstitutiv für digitale Kulturen verstanden werden? Und wie wirken sich diese Kulturen wiederum auf Subjektverständnisse und Subjektivierungsprozesse aus? Das Symposium begleitet ein Screening künstlerischer Videoarbeiten, in denen neue Formen von Dinglichkeit ästhetisch verhandelt werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Hamburger Dispute – Zukunftsthemen der Bildungsphilosphie.

Seit 2012 finden unter dem Namen »Wittenberger Gespräche« Arbeitstagungen statt, auf denen aktuelle erziehungswissenschaftliche Themen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive interdisziplinär diskutiert werden. Die Wittenberger Gespräche werden von wechselnden Organisationsteams an verschiedenen Orten ausgetragen; die Ausgestaltung wird vom lokalen Organisationsteam bestimmt. In diesem Jahr organisieren Olaf Sanders und Michael Wimmer die Wittenberger Gespräche als Hamburger Dispute zu Zukunftsthemen der Bildungsphilosophie.
Die Arbeitstagung findet vom 16. – 18. Mai 2019 im Thomas-Ellwein-Saal der Helmut-Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg statt. Weitere Informationen sowie den Ablaufplan finden Sie in der angehängten pdf-Datei.

LIGNA »Die Kollektive Produktion des Publikums – Vortrag am 16.05.2019

Arbeiten wie das Radioballett von LIGNA adressieren das Publikum als Produzenten von Gesten, Bewegungen und Situationen. Ganz wörtlich verstehen sich diese Performances als Kollaborationen, deren Ergebnis entsprechend nur bedingt kontrollierbar und in den Wirkungen unvorhersehbar sind – damit auch die hiesigen Produktionsverhältnisse reflektierend und in Frage stellend. Der theoretischen Darstellung folgt die Durchführung eines Ausschnitts vom Tanz aller.
Beitrag im Rahmen der Ringvorlesung »Wie zusammen arbeiten?« an der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, Raum 404, 16-18h.

Rückblick // Modulprüfungen ::: dialog & display

Im Wintersemester veranstaltete Stefanie Johns das Master-Projektseminar „dialog & display“. Im Rahmen der Modulprüfung entwickelten die Studierenden eigene kunstpädagogische Positionen zum Seminarthema. Nikoline Tiroke zeigte dabei unter Anderem eigene Illustrationen zur Seminarlektüre.

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Formate der Kunstvermittlung VI: Vision und Praxis

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Die Ta­gungs­rei­he „For­ma­te der Kunst­ver­mitt­lung“ des In­sti­tuts für Kunst, Mu­sik und ihre Ver­mitt­lung an der Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg wird am 16. Mai 2019 in der 6. Aus­ga­be fort­ge­setzt. Im Fo­kus der Ta­gung ste­hen die Fra­gen, wel­che Vi­sio­nen die zeit­genössi­sche Kunst­ver­mitt­lung be­inhal­tet bzw. wel­che For­men von Pra­xis in Kunst und Pädago­gik vi­si­onären Cha­rak­ter auf­wei­sen können. Weitere Informationen finden Sie hier.

»Macht: Macht.« – 16. Kunstpädagogisches Kolloquium in Loccum

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SNAP! The Power (Official Video) auf Youtube

„You’ve got the power“ singen Snap! in ihrem Song Power von 1990. Eine in diesem Sinne selbstermächtigende Haltung ist in politisch beunruhigenden Zeiten wie der gegenwärtigen ein Ziel von kunstpädagogischem Handeln – ob in der freien Kunstvermittlung, an der Schule oder im Bereich kunstpädagogischer Theorie sowie Lehre und Forschung an den Hochschulen. Abstracts zu Beiträgen gerne bis zum 01. Juni an loccum@gmx.net. Weitere Information zu finden Sie hier.

Ringvorlesung: Zwei Vorträge zur Kooperation in der Schule am 02.05.201

Im Rahmen der kunstpädagogischen Ringvorlesung »Wie zusammen arbeiten?« an der Universität Hamburg, finden am 2. Mai zwei Vorträge statt im Von-Melle-Park 8, Raum 404, 16-18h.
Prof. Dr. Kathrin Fussangel spricht zur »Kooperation in der Schule: Chancen und Herausforderungen« Der Vortrag gibt einen Überblick über die Forschung zur (Lehrer-)Kooperation in der Schule. Dabei sollen typische Schwierigkeiten der schulischen Kooperation ebenso thematisiert werden wie Chancen der Kooperation auf verschiedenen Ebenen. Anhand aktueller Beispiele und empirischer Befunde werden die Ausführungen untermauert.
Dorothea Carl & Karin Haenlein: »Experimentieren mit Bild und Ton oder wie man die Ideen von Schüler*innen zum Laufen bringt.«
Die KurzFilmSchule fördert die Filmbildung an Schulen, indem Hamburger Filmkünstler*innen Schüler*innen unterstützen, eigene Filmprojekte zu realisieren. Dies geschieht, indem die Schüler*innen selbst die Erfahrung künstlerischer Arbeitsprozesse am Film machen, deren Besonderheit in der gegenseitigen Durchdringung von Imagination, Produktion und Rezeption von Filmbildern liegt. Sie geht in den Film-Workshops von den Arbeitsweisen der verschiedenen Filmkünstler*innen aus, die sich nicht in Lehrbüchern vermitteln lassen, sondern im Prozess des Filmemachens zusammen erfahren werden müssen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich durch das Zusammenspiel von Filmkunst und Schule?