Alexander Henschel: Kunstpädagogische Komplexität – Logiken und Begriffe der Selbstbeschreibung

Selbstbeschreibungen der Kunstpädagogik greifen oft auf binäre Logiken zurück – sei es, um eindeutige Ein- und Ausgrenzungen vornehmen zu können oder um spannungsvolle Zweierverhältnisse zum Ausgangspunkt kunstpädagogischer Überlegungen zu machen. Kunstpädagogische Komplexität ist ein Angebot, das sich neben solche Logiken stellt, wirbt dafür, Kunstpädagogik mit komplexer Logik zu beschreiben, die über Zweiwertigkeit hinausgeht. Der Text zeigt, dass Kunstpädagogik mehr und anderes sein kann als die Kopplung zwischen zweien, zwischen Kunst und Pädagogik, um sich so mit erweiterten Perspektiven auseinandersetzen zu können. Kunstpädagogische Komplexität versucht damit, mehr Angemessenheit gegenüber gesellschaftlichen Verhältnissen zu erreichen, die sich nur gewaltvoll mit Logiken der Eindeutigkeit beschreiben lassen.
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Andreas Brenne: »Künstlerisch-Ästhetische Forschung« – Kunstpädagogik im Kontext der frühen und mittleren Kindheit

Künstlerische Forschung ist ein Begriff, der die Kunstpädagogik in besonderem Maße geprägt hat. Dabei steht nicht die Vermittlung künstlerischer Positionen und Verfahren im Zentrum, sondern der Transfer künstlerischer Expertise in die Auseinandersetzung mit lebensweltlichen Zusammenhängen. Insbesondere in der Pädagogik der frühen und mittleren Kindheit spielen derartige Prozesse eine zentrale Rolle, da hier das Moment der ästhetischen Bildung besonderes exponiert hervortritt. Der Text geht dieser Thematik nach und sucht daraus Implikationen für eine kindbezogene Kunstpädagogik abzuleiten.
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CFP: HOW TO ARTS EDUCATION RESEARCH? Wissenspraxen zwischen Kunst und Bildung

Gerne machen wir aufmerksam auf den CFP zur Tagung “HOW TO ART EDUCATION RESEARCH – Wissenspraxen zwischen Kunst und Bildung”, welche am 2./3.07.2020 an der Kunstakademie in Karlsruhe stattfinden wird. 
Ziel der Tagung ist eine gemeinsame Auseinandersetzung mit methodischen Fragen der Künstlerischen Forschung im Kontext der Kunstpädagogik.

Die Tagung richtet sich an Interessierte und Akteur*innen an Schnittstellen zwischen Forschung, Kunst und Bildung. Vorschläge für dreißigminütige Vorträge oder interaktive Formate werden mit einem wissenschaftlichen Kurzlebenslauf bis zum 01.03.2020 per Email erbeten an Nadia Bader, Stefanie Johns und Lennart Krauß unter
how-to-AER@gmx.de 

Der CFP und weitere Informationen zur Tagung gibt es unter:
https://howtoaer.com

Organisation:
Nadia Bader (Didaktik in Kunst und Design / Kunstdidaktik, Pädagogische Hochschule Fachhochschule Nordwestschweiz)
Stefanie Johns (grund_schule der künste – Fakultät Bildende Kunst, Universität der Künste Berlin / Forschungs- und Le[ ]rstelle – Kunstpädagogik und visuelle Bildung, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg)
Lennart Krauß (Fachdidaktik Kunst und Bildungswissenschaften, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe)

Vortrag zum Thema »Bildordnungen –Zwischenbildliche Erfahrungs- und Ordnungsprozesse am Beispiel von Kunstausstellungen«

Im Rahmen des ersten Nachwuchs-Kolloquiums der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft e.V. zum Thema „Bildhandeln“ am 05.12.2019 hält Lukas Sonnemann einen Vortrag unter dem Titel: »Bildordnungen – Zwischenbildliche Erfahrungs- und Ordnungsprozesse am Beispiel von Kunstausstellungen«
Call-for Papers

Vortrag »Symptome zwischen Bild- und Sehereignis«

Am Freitag, den 8.11.2019 veranstalteten Univ. Prof. Dr. Iris Laner (Mozarteum Salzburg) und Ass.-Prof. Dott. Evi Agostini (Universität Wien) an der Universität Wien gemeinsam einen Forschungsaustausch zum Thema »Phänomenologisch-Pädagogische Annäherungen an Sichtbares und Unsichtbares«. Prof. A. Sabisch hielt einen Vortrag über »Symptome zwischen Bild- und Sehereignis«, indem sie ihre Forschung zur Bilderfahrung vorstellte.

Georg Peez: Beobachten, Erheben, Aufbereiten und Interpretieren

Sammeln und aufmerksames Beobachten sind die Grundvoraussetzungen für qualitativ-empirische Forschung in der Kunstpädagogik. Der Text gibt Einblicke in Fallstudien zum ästhetisch-bildnerischen Verhalten von Kleinkindern beim Schmieren. Er knüpft Bezüge zum digitalen Malen mit den Fingern auf dem Touchscreen eines Tablet-Computers. Durch differenzierte Beschreibungen und Interpretationen ästhetischer Prozesse in kunstpädagogisch relevanten Bereichen können im Fach Tätige angeregt werden. Neue Sichtweisen eröffnen sich. Kunstpädagogik wird durch qualitativ-empirisches Forschen um Aspekte und Einsichten bereichert, die ihr so durch kein anderes wissenschaftliches Forschungsverfahren geboten werden.
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Forschungskolloquium am 10.10.2019

Das kommende ganztägige Forschungskolloquium für (Post-)Docs findet am Donnerstag, den 10.10. um 10 Uhr in Raum 404 statt. Vortragende sind Alexander Schärfe, Anna Stolz, Jasmin Böschen, Lukas Sonnemann und Bernadett Settele.

Christina Griebel: Ungehorsam übersetzen. Kunstpädagogik als Poesie

Kunstpädagog_innen leisten in ihrer täglichen Arbeit bewusst und unbewusst Übersetzungsarbeit zwischen Worten und Taten, die Bilder sein können. Wer Übersetzungarbeiten nicht selbst verrichtet, fügt sich den hegemonialen Ansprüchen anderer, denn Sprachen sind Herrschaftsinstrumente. Deshalb muss diese Arbeit unendlich von Neuem begonnen werden. Das Potential (ein abgedroschener technokratischer Begriff) und die romantische Potenz dieser Tätigkeit bleiben häufig Desiderat (desire, ein Wunsch und Begehren). Poesie wäre ein anderer Begriff dafür – und zugleich die ungezogene Schaffung konjunktiver Räume. Im Sinne einer philologisch-kritischen Kunstpädagogik wird sie in diesem Vortrag mit verwandten Begriffen an der Wurzel gepackt, ungehorsam übersetzt, auf ihren Gebrauch in Fachgeschichte und aktuellen Diskursen befragt und mit Blick auf die Ermöglichung ästhetischer Mentalität in Gegenwart und Zukunft untersucht. Nähere Informationen und Download des Textes finden Sie hier.

HFBK Absolvent_innenausstellung und HAW Finkenau Rundgang 11. – 14.07.2019

Jedes Jahr im Juli präsentieren die aktuellen Absolvent*innen der HFBK Hamburg ihre Abschlussarbeiten im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung. Am Eröffnungstag wählt eine externe Fachjury die aus ihrer Sicht beste Arbeit aus, die mit dem begehrten Karl H. Ditze-Preis für die beste Abschlussarbeit – mit 7.500 Euro dotiert – ausgezeichnet wird.
Zeitgleich findet der Rundgang Finkenau der HAW Hamburg statt, die Sommerausstellung der Fakultät Design, Medien und Information, bei der die Student*innen zweieinhalb Tage ihre Projekte und Arbeiten präsentieren.

HFBK Absolventenausstellung 2019
Eröffnung: Donnerstag, 11. Juli 2019, 19 Uhr
Ausstellung: 12.–14. Juli 2019, täglich 14–20 Uhr
Weitere Infos finden Sie hier und hier.

Rundgang Finkenau 2019
Eröffnung: Donnerstag, 11. Juli 2019, 18-22 Uhr
Ausstellung: 12. Juli 2019, 14-22 Uhr sowie 13. Juli 2019, 12-18 Uhr
Weitere Infos dazu finden Sie hier und hier.