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In der Schriftenreihe zur Genealogie des Schreibens ist der neue, von Martin Stingelin und Matthias Thiele herausgegebene Band Portable Media im Fink-Verlag erschienen. In 16 Beiträgen werden hier die unterschiedlichen medialen Praktiken des Schreibens und Aufzeichnens (von Notizbüchern über Tonbandaufzeichnungen bis hin zu fotografischen und filmischen Aufzeichnungen), mitsamt ihren optischen und akustischen Schreibwerkzeugen thematisiert und auf ihre präfigurierende Bedeutung im Akt des Schreibens, Graphierens und Memorierens hin befragt. Über meinen Beitrag zur „Expedition und Ozeanographie“ schreiben die Herausgeber:

„Eine außergewöhnliche mobile Aufzeichnungsszene umkreist Andrea Sabisch, die sich den Tauchfahrten des Hamburger Künstlers Stephan Mörsch zuwendet, der eine Schreibtafel, wie sie auf Tauchgängen für Notizen und Mitteilungen an den Tauchpartner benutzt wird, für das Zeichnen unter Wasser umgerüstet hat. Durch den Mobilitätstyp des Tauchens werden die Grenzen und Widerstände des verschiedenen Faktoren des Aufzeichnunsaktes verfremdend provoziert und thematisiert. Da das künstlerische Experimentalprojekt zugleich mit der Konstruktion und dem Einsatz meertauglicher Zeichenmaschinen einhergeht, die die Meeresbewegung automatisch aufzeichnen, kontextualisiert Sabisch die künstlerischen Arbeiten zudem durch Facetten der Kulturgeschichte des Meeres und der Geschichte der Ozeanographie.“

Wulftange rezensiert das Buch „Inszenierung der Suche“

Im Doppelheft des ZQF zum Thema »Zugänge zu Erinnerungen. Psychoanalytische, pädagogische und biographietheoretische Perspektiven und ihre theoretischen Rückbindungen«, welches nun endlich erschienen ist, schreibt Gereon Wulftange eine neue Rezension zu meinem Buch »Inszenierung der Suche«. Darin heißt es u.a.: »Die Arbeit zieht in ihren Bann, weil und indem sie vorführt, dass die eindeutige Trennung vom so genannten Forschersubjekt (dem ,Erkenntnissubjekt‘) und seinem objektivierten Gegenstand (den ,Dingen der Welt‘) illusorisch ist, dass sich beide vielmehr wechselseitig durchdringen. Das kann man während der Lektüre nachdenkend erfahren. So wird man regelrecht in einen Denkprozess gezwungen, wie z.B. die ,eigene‘ Wissenschaftspraxis mit dem ,Anderen‘ des Gegenstandes verfahrt, ihn formt und als solchen allererst hervorbringt. Die Arbeit kann unter diesem Gesichtspunkt als fundierte Wissenschaftskritik gelesen werden. […]
Dieses Buch bietet eine beeindruckende Fundgrube faszinierender Denklinien und gibt als ,Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung‘ dem Kunstpädagogen ebenso zu denken wie dem allgemeinen Erziehungswissenschaftler.« Zur Rezension

kiss 2010 – Stipendien für Studierende der Kunstpädagogik

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Wie in 2008 und 2009 werden auch für 2010, nun allerdings zum letzten Mal, vom BDK in Kooperation mit dem Siemens Arts Program und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung fünf Stipendien für Studierende der Kunstpädagogik in Höhe von jeweils 1.500 Euro für die Entwicklung von Unterrichtsprojekten zum Thema „Kunst und aktuelle Medienkultur“ vergeben

Die beteiligten Künstler im Jahr 2010 sind: Christoph Girardet, Jakob Kolding, Gerald Nestler, Susan Philipsz und Katarina Zdjelar.


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Nähere Infos: siehe http://www.bdk-online.info/kiss

Neue Rezension: Kunst – Pädagogik – Forschung


In der Erziehungswissenschalftlichen Revue Nr.8 (2009), Nr. 5 (September/Oktober) hat Marion Theuswald eine Rezension zu unserem Forschungsbuch geschrieben:

„… Was der Titel des Sammelbandes verspricht, das hält er auch, soviel sei vorweg genommen: Die 21 Beiträge widmen sich aktuellen – teilweise noch unabgeschlossenen – kunstpädagogischen Forschungsprojekten in Deutschland und reichen thematisch von „Forschen mit Kontrastmittel“ (Ansgar Schnurr) über den Kunstbetrachtungsunterricht Alfred Lichtwarks (Nobumasa Kiyonaga) bis zu „Bewegung als Dimension ästhetischer Bildung“ (Andreas Brenne). Es wird sichtbar, dass zu gängigen wissenschaftlichen Forschungsmethoden und pädagogischen Praxen in der Kunstpädagogik auch künstlerische Formen der Forschung und Vermittlung entwickelt werden. …“

Marion Thuswald: Rezension von: Meyer, Torsten / Sabisch, Andrea (Hg.): Kunst Pädagogik Forschung, Aktuelle Zugänge und Perspektiven. Bielefeld: transcript 2009. In: EWR 8 (2009), Nr. 5 (Veröffentlicht am 02.10.2009), URL: http://www.klinkhardt.de/ewr/978383761058.html

Kommentare zum kunstpädagogischen Kongress

Der kunstpädagogische Bundeskongress in Düsseldorf unter dem Motto „Orientierung: Kunstpädagogik“ stieß, bis auf den Forschungstag und die Arbeit in den Sektionen, bei vielen Teilnehmenden auf Protest. Erfrischender Weise können Sie die auf der Tagung unterbundene Kritik von Einzelnen (Torsten Meyer, Manfred Blohm, Mark Fritzsche u.a.) hier nachlesen und kommentieren.
http://mms.uni-hamburg.de/blogs/meyer/blog/2009/10/29/bundeskongress-kunstpadagogik-2009-hallo-welt/

Vortrag Wolfgang Ulrich: „Kunst im Stadtraum“

Professor Dr. Wolfgang Ullrich (Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe) spricht im Rahmen einer Eine Veranstaltung im Rahmen des“ Jahr der Künste“ über Charakter und Verwechselbarkeit von Kunst im öffentlichen Raum.

Termin: Montag, 26.10.2009, 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr,
Aula des Gymnasiums Allee, Max-Brauer-Allee 83 – 85

Diese Veranstaltung ist besonders hochkarätig. Man sollte sie sich nicht entgehen lassen! Der Referent ist bekannt durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen zu zeitgenössischer Kunst (Jonathan Meese z.B.), Medientheorie, Alltagskultur und Kunst im öffentlichen Raum. Er ist unter anderem Schüler von Bazon Brock. Er hält diesen Vortrag für Hamburger Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer (und solche, die es werden wollen) aus Achtung für diesem Beruf.

Der Eintritt ist frei, Anmeldung über Beate Pohlendt: beate.pohlendt@li-hamburg.de

Ausstellung „Bildfindungen“- Studierende entwerfen Bilderbücher

In der ersten Semesterwoche präsentieren Studierende aus der Deutsch- und Kunstdidaktik ihre selbst hergestellten Bilderbücher für den Einsatz im Unterricht. Grundlage für diese Gestaltungsaufgabe war die Kooperation von zwei Seminaren, die Christoph Jantzen und Andrea Sabisch konzipierten. Das eine zum sprachlichen Anfangsunterricht und das andere zum kunstpädagogischen Thema „Bild und Text“. Beide fanden im Sommersemester 2009 statt. Um die Bandbreite der thematisch und gestalterisch vielfältigen Arbeiten und Entwürfe, mit Lehrerinnen und Lehrern, sowie anderen Studierenden anzusehen und zu diskutieren, laden wir Sie ein, am 20.10.2009 um 19 Uhr ins Café nurfürgäste zu kommen. es befindet sich unten im Foyer des Von-Melle-Park 8.

Loccum VI – Erkennen, verstehen und rekonstruieren im kunstpädagogischen Feld. Zur Integration quantitativer und qualitativer Methoden

Im sechsten kunstpädagogischen Forschungskolloquium an der evangelischen Akademie in Loccum diskutierten 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Erziehungswissenschaft und Kunstpädagogik Anfang September miteinander, wie das Verhältnis von quantitativen und qualitativen empirischen Forschungsverfahren gegenwärtig zu denken sei. Dabei ging es sowohl darum, Begründungen und Geltungsansprüche der Forschungsergebnisse im Zusammenhang der gewählten Methode und Frage genauer zu reflektieren, als auch um die Frage der jeweiligen Erkenntnisgenerierung, insbesondere zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsdynamiken und -methodologien. Wie auch in den letzten Jahren fand auch die diesjährige Planung und Konzeption des Kolloquiums unabhängig von institutionellen Anbindungen und Betreuungsverhältnissen statt. Im Unterschied zum letzten Jahr hat das Leitungsteam (Jörg Grütjen, Dr. Anja Mohr, Katharina Küstner und Dr. Ansgar Schnurr) allerdings einen Gastredner, Prof. em. Dr. Peter Schmidt eingeladen, der nicht nur eine äußerst kompetente Einführung in zentrale Fragestellungen gab, sondern darüber hinaus auch die Teilnehmenden zu Ihren eigenen Forschungsfragen und Materialien beriet. Mehr

Wolfgang Legler: Kunstpädagogische Zusammenhänge

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Anlässlich seines m.E. viel zu frühen Gangs in den Ruhestand haben Andrea Sabisch, Karl-Josef Pazzini und Torsten Meyer Wolfgang Legler ein Buch geschenkt. Unter dem Titel „Kunstpädagogische Zusammenhänge“ sind seine wichtigsten Texte zur Fachdidaktik und zur ästhetischen Bildung in einem handlichen Buch vereinigt. Der Titel des Buchs ist programmatisch gewählt: Kunstpädagogische Zusammenhänge verweisen auf Kontexte, in denen Fachdidaktik und ästhetische Bildung »verortet« werden müssen. Es geht um den »disziplinären Ort« der Fachdidaktik in ihrem Verhältnis zur Allgemeinen Didaktik und zur (allgemeinen) Erziehungswissenschaft.
Jenseits isolierter kunstpädagogischer Einzelpositionierungen denkt Wolfgang Legler in seinen Schriften darüber nach, welche Verhältnisse zwischen Selbst und Welt – Sehen, Denken, Machen – für die Kunstpädagogik eigentlich konstitutiv sind. Er fragt nach den Relationen von Kunstpädagogik und Gesellschaft und der besonderen Verantwortung von Kunst und Kunstpädagogik im Insistieren auf nicht-instrumentelle Zugänge der Erfahrung und des Verstehens von Welt.

Wolfgang Legler: Kunstpädagogische Zusammenhänge. Schriften zur Fachdidaktik und zur ästhetischen Bildung. Herausgegeben von Torsten Meyer, Karl-Josef Pazzini und Andrea Sabisch, ATHENA 2009 (Pädagogik: Perspektiven und Theorien, herausgegeben von Johannes Bilstein, Bd. 11)

Ab sofort kann dieses Buch käuflich erworben werden: Bestellung bei ATHENA