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Prof. Dr. Manuel Zahn – Der Blick des Films

In der Ringvorlesung ‚Blicke‘ begrüßen wir heute Prof. Dr. Manuel Zahn, der über den Blick des Films sprechen wird.
Der »Blick« des Films organisiert das Feld des Sichtbaren (und des Unsichtbaren) fürseine Zuschauer*innen. Und er tut das indem er verschiedenste Blicke montiert und miteinander in Beziehung setzt: die Blicke der Filmfiguren, den Kamerablick und die Sichtweisen der Zuschauerinnen. Sowohl der Film als auch die Filmtheorie haben sich mit den möglichen Beziehungen von Sichtbarem, Nicht-Sichtbarem und Unsichtbaren, von bildhaft Anwesendem und Abwesendem auseinandergesetzt. Die konkreten ästhetischen Ausformungen der Produktion des Sichtbaren des Films liegen dabei vorwiegend in (beweglicher)Einstellung und Montage.
Der Vortrag wird am Beispiel einiger Filmszenen und -sequenzen verschiedene Aspekte des oben genannten komplexen Blickgeflechts in seiner Beziehung zur (Erzähl-)Perspektive und dem Off thematisieren.
Manuel Zahn ist Professor für Ästhetische Bildung am Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln. Er studierte Erziehungswissenschaft, Philosophie und Psychologie an der Universität Hamburg und promovierte dort über »Ästhetische Film-Bildung«. Seine Arbeitsgebiete sind: Erziehungs- und Bildungsphilosophie; Medienbildung, insbesondere Filmbildung; Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung in der digitalen Medienkultur.
26.04.2018 , 16-18h
VMP8, R 404

RINGVORLESUNG „Blicke“ im Sommersemester 2018

Die Konstitution von Bildern ist an Blicke geknüpft, die mehr und anderes sind als Sehstrahlen. Blicke initiieren das Sehen. Indem sie einen Blickwechsel in Gang setzen, eröffnen sie ein elementares Zusammenspiel zwischen Bildern und Subjekten. Diese sich wechselseitig belebende und entziehende Kraft, die durch Bilder hindurch ihre Wirkung entfaltet und über die wir kaum verfügen können, soll zum Thema der diesjährigen Ringvorlesung werden: Wie werden Bilder zu Blickfängern? Inwiefern hängen Bildwerdung und Sozialität zusammen? Welche Blickerfahrungen sind uns zugänglich? Wie hemmen oder motivieren Blicke unser Sehen? Wie verändern Blicke bisherige Sichten? Was bedeutet es beispielsweise zurückzublicken oder wegzublicken? Von woher lässt sich ein Überblicken, Ausblicken, Einblicken oder Rückblicken denken? In der Ringvorlesung werden verschiedene kunstpädagogische Positionen ihr Verständnis des Begriffs aus unterschiedlichen Handlungsfeldern zur Diskussion stellen.

Koordination Prof. Dr. Andrea Sabisch und Stefanie Johns 

Das ist Ästhetik! X. Kongress der deutschen Gesellschaft für Ästhetik


2018 – und mit diesem Kongress – wird die Deutsche Gesellschaft für Ästhetik ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Dies ist uns indes weniger Anlass zum Rückblick auf die traditionsreiche Geschichte der philosophischen Ästhetik, in deren Licht die Gesellschaft übrigens geradezu überraschend jung erschiene. Vielmehr verstehen wir das Jubiläum als eine ausgezeichnete Gelegenheit, die bewegte Gegenwart der Ästhetik in den Blick zu nehmen – eine Gegenwart, die das ästhetische Denken mit einer gewissen Dringlichkeit über die disziplinären Grenzen hinaustreibt. (mehr …)

Medienbilder im Kunstunterricht // Landesfachtag Kunst

„Die Entwicklung der digitalen Medien im 20. und 21. Jahrhundert hat die Bedeutung der Bildmedien für die Aneignung von Weltwissen und Orientierung in der Welt steigen lassen. Nachrichten werden zunehmend über Bilder vermittelt. Der Alltag von Schülerinnen und Schülern ist von der Kommunikation durch Fotografie und Film geprägt.” (Fachanforderungen Kunst 2015, S.19). Spätestens seit das Tagesschau-Design Informationen und Themen durch überdimensional projizierte Hintergrund-Fotografien ankündigt und kommentiert, seit keine Tageszeitung mehr ohne eine Fotografie oder Karikatur auf dem Titelblatt auskommt, muss der gesellschaftliche Umgang mit Bildern in der Schule thematisiert werden. Dazu gehören alle Formen der Verbindung von Bild und geschriebenem oder gesprochenem Text. Kinder und Jugendliche kommunizieren täglich im privaten Bereich mit und über Bilder, sie veröffentlichen ihre eigenen Bilder online über Foren und vermehren dadurch aktiv die tägliche Bilderflut. Gerade in der Zeit von Postfaktizität und Emotionalisierung politischer Kommunikation kommt den Bildern eine besondere Rolle zu, wurden sie doch schon immer dazu verwendet, um Informationen anschaulicher und damit glaubhafter zu machen. Solch ein angeblicher „Beweischarakter” von Fotografien oder filmischen Bildern muss hinterfragt werden, nicht erst in Zeiten der umfassenden Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung. Produktive und rezeptive Bildkompetenzen stehen im Mittelpunkt des Kunstunterrichts. Deshalb widmet sich der Landesfachtag Kunst 2017 ausdrücklich dem produktiven und reflexiven Umgang mit Medienbildern im Kunstunterricht. Mit einem Workshop von Stefanie Johns ›unseen behind‹.

18.11.2017, 8.30-17 Uhr, Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf, 24837 Schleswig
Kontakt: Fachteam Kunst des IQSH // Prof. Dr. Ingrid Höpel, Landesfachberaterin, ihoepel@kunstgeschichte.uni-kiel.de

BEGRIFF —— PRAXIS

Die von Dr. Magdalena Eckes (Uni Siegen) und Daniela Gernand (Uni Siegen) veranstaltete Tagung versteht sich als Plattform für Annährungen an das ewigwährende Spannungsverhältnis von Begriff und Praxis, das innerhalb des Feldes der Kunstpädagogik/Kunstvermittlung immer wieder denkend und handelnd durchschritten werden muss. Mit einem Beitrag von Stefanie Johns:  bildempfinden // bildverständnis // bildpraktiken.

11.11.2017, 9.30-18 Uhr, Universität Siegen, Kunst Brauhaus, Zum Wildgehege 25, 57068 Siegen

Rückblick ::: Ausstellung des Lernbereichs Bildende Kunst 2017

Am 25.10.2017 stellten unsere Studierenden des Lernbereichs Bildende Kunst ihre künstlerischen Projekte zum Thema ‚Sichtungen’ aus, die im Rahmen des Werkstattseminar von Prof. Dr. Andrea Sabisch entstanden sind. Hier ein kleiner Einblick:

 

Neuer Band zu Portfolios

Dieses Buch enthält verschiedene Beiträge zur Portfolioarbeit im Unterricht der Sekundarstufen 1 und 2. Neben kunst- und design-didaktischen Ansätzen und Modellen zur Portfolioarbeit werden fachdidaktische Hinweise und Methoden vorgestellt, um mit Portfolios Gestaltungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und auszuwerten. Der Band richtet sich gleichermaßen an Fachlehrpersonen, Studierende und Dozierende der Pädagogischen Hochschulen und Kunsthochschulen in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung des Fachgebiets »Kunst und Design«.
Darin: Sabisch, Andrea: Zur Relation zwischen Aufzeichnung und Erfahrung. S. 51-61.

Erschienen: Kunstpädagogik im Anschluss an Pazzini

In der Bildenden Kunst haben sich Menschen in historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als Forschung zur Verfassung und Beschreibung des Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen. Künstlerische Arbeiten werden in dieser Perspektive nach möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihre Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogischen Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das in 2015 erschienene Buch Bildung vor Bildern. Kunst – Pädagogik – Psychoanalyse zeugt davon.
Die Beiträge des hier vorliegenden Sammelbands befragen im Anschluss daran die theoretische Ausrichtung des Zusammenhangs von Kunst und Pädagogik. (Ehemalige) Studierende, Schüler*innen und Kollegen*innen von Karl-Josef Pazzini aus dem Feld der Kunstpädagogik reflektieren ihre individuellen Bezüge zu seinen Arbeiten und kalkulieren den Übertrag in die eigene Lehr- und Forschungsarbeit.
Darin u.a.: Johns, Stefanie: Oszillierende Bildkondensate (Kommentar zur Rahel Puffert)
Sabisch, Andrea: Zwischen Bildern und Betrachter*innen. Wie Bilder uns ausrichten.
Wollberg, Ole: Bildungen des Ungewussten oder How to do Anmut.
Zahn, Manuel: Bildschirme. Medienökologische Perspektiven auf das (in)dividuelle Phantasma in der aktuellen Medienkultur.

Nadia Bader: Zeichnen – Reden

Formen der Artikulation in bildnerischen Prozessen
Nadia Bader berichtet über das Teamforschungsprojekt „Zeichnen – Reden“ (Hochschule der Künste Bern, 2012/13), das danach fragt, wie der kommunikative Austausch im Kunstunterricht das bildnerische Denken und Handeln der involvierten Personen beeinflusst. Vorgestellt werden das Forschungssetting, die Analyse zeichnerischer und dialogischer Prozesse anhand einer videographisch dokumentierten Unterrichtsstunde sowie erste Ergebnisse. Abschließend folgt ein Ausblick auf die aktuelle Weiterführung und Vertiefung der Studie in Baders Promotion.