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Vortrag »Bilder im Entstehen« in Kiel

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hält Andrea Sabisch heute um 18 Uhr einen Vortrag mit anschließendem Workshop zum Thema »Bilder im Entstehen«. In diesem Vortrag geht es um die zeitgemmäße wie rätselhafte Frage, wie wir Bilder erfahren und wie wir diesen Prozess in der Forschung einholen können. Wie stellen sich Bilder ein? Was geschieht, wenn wir Bilder ansehen? Wie ist das Verhältnis vom Bild zum Imaginären zu denken? Wie affizieren uns Bilder? Und wie entstehen Bilder jenseits des Wiedererkennens? Wie kann man Bildfindungen und Bildwerdungen zeigen? Anhand verschiedener Beispiele zeigt die Hamburger Bildforscherin Andrea Sabisch, wie dynamische Prozesse des Bildens in Lehre und Forschung zum Thema werden können, ohne sie zu erklären oder ihnen ihre Sperrigkeit zu nehmen.

Hamburger Forschungsarbeit zu Irritation und Ungewissheit

Irritationen sind das Salz des Denkens und das Movens des Handelns. Im schulischen Alltag werden sie gegenwärtig häufig als Zumutung empfunden. Wie zeigen sie sich überhaupt? Wie kann man ihnen Raum geben, ohne sie zu instrumentalisieren? Und unter welchen Bedingungen können Irritationen produktiv und bildungsrelevant werden? Zentrale Fragen des vorliegenden Bandes sind, wie ein „irritationsfreundlicher“ Fachunterricht zu denken sein könnte, wie Irritationen dort eingebunden werden und wie sie zum Gegenstand didaktischer Reflexionen werden können. Die hier versammelten Beiträge geben sowohl Antworten aus bildungs- und erfahrungstheoretischer Perspektive als auch in Form empirischer Studien aus den Fachdidaktiken Biologie, Kunst, Sport und Theater. Der Akzent liegt darauf, die Theorie transformatorischer Bildungsprozesse didaktisch zu wenden und so einen Beitrag zur fachdidaktischen wie auch erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung zu leisten. Zum Inhaltsverzeichnis
Zitation: Bähr, I., Gebhard, U., Krieger, C., Lübke, B., Pfeiffer, M., Regenbrecht, T., Sabisch, A., Sting, W. (Hg.): Irritation als Chance. Bildung fachdidaktisch denken. Wiesbaden: Springer 2018.

Vortrag zur Responsivität an der ZHdK

In der Zürcher Hochschule der Künste wird im Master Art Education und im Master Theaterpädagogik ein Seminar realisiert, dass unter dem Titel: »Gäste im Ring« verschiedene fachdidaktische Perspektiven und Positionen thematisiert. Auf Einladung von Mira Sack und Anna Schürch gestaltet Andrea Sabisch am 23.11.2018 das Seminar zum Thema »Bildwerdung als responsives Geschehen«.

Literatur im pädagogischen Blick

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An der Universität Hamburg ist nun ein neuer Sammelband erschienen, der das Spannungsfeld zeitgenössischer Literatur und erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung auslotet. Bettina Kleiner und Gereon Wulftange geben diesen Band als Festschrift für Hans-Christoph Koller im Transcript-Verlag in der Reihe Theorie bilden heraus. Sie thematisieren folgende Fragen: Wie und inwiefern können literarische Texte dazu beitragen, Aspekte der Bildungs- und Erziehungswirklichkeit zu erhellen? Worin bestehen ihre anregenden und irritierenden Potenziale für die Erziehungswissenschaft? Die Beiträger*innen des Bandes setzen sich mit aktuellen Romanen auseinander und entwickeln bildungs-, geschlechter- und adoleszenztheoretische Perspektiven auf Phänomene der Erziehung, Adoleszenz und der intergenerationalen Bewältigung von Flucht- bzw. Migrationsprozessen. Dabei zeigen sich nicht nur verschiedene erziehungswissenschaftliche Lesarten von Texten, sondern auch eine Bandbreite theoretischer Potenziale von Literatur. Beitragende: K. Böker, K. Busch, H. Faulstich-Wieland, V. King, B. Kleiner, R. Kokemohr, J. Oelkers, M. Rieder-Ladich, N. Rose, A. Sabisch, J. Vehse, A. Wischmann, G. Wulftange.

Neuerscheinung: Visuelle Assoziationen

Der Sammelband zur Visuellen Bildung, der aus der Hamburger Tagung im Warburg-Haus 2016 hervorging, ist nun erschienen! Er thematisiert angesichts der fortschreitenden Digitalisierung die Entstehung einer bildlichen Infrastrukturzwischen Bildern im Plural und ihren Verknüpfungsweisen.
Andrea Sabisch, Manuel Zahn (Hg.) Visuelle Assoziationen. Bildkonstellationen und Denkbewegungen in Kunst, Philosophie und Wissenschaft. Hamburg: Textem 2018.
Praktiken der Bildverknüpfung, so eine unserer Ausgangsthesen, sind basale Kulturtechniken, die Aufmerksamkeit stiften, unsere Blicke lenken und uns miteinander wie auch mit der Welt verbinden. Sie bestimmen unser Leben und durchdringen unsere Forschungen zunehmend. Vor diesem Hintergrund befragt der interdisziplinäre Sammelband den systematischen Ort der Assoziation im Umgang mit Bildern. Dazu stellt er der Assoziation als sprachlicher Verknüpfung und narrativer Bildverkettung die Ordnungen und Verbindungen visueller Assoziationen an die Seite. Letztere offenbaren eine andere, vielschichtige Weise medial gebahnter bildlicher Anschlüsse und Übergänge, die sich zum Imaginären hin öffnen. In dieser Perspektive widmen sich die Autor*innen und Künstler*innen den visuellen Assoziationen aus unterschiedlichen Feldern und institutionellen Kontexten der Kunst und ihrer Vermittlung, der Philosophie und der Wissenschaft. Visuelle Assoziationen kommen dabei in ihrer Medialität und Performanz in den Blick, die sich zum einen als die je spezifischen Verfahren und Praktiken der Sichtbarmachung und Konstellation von Bildern und zum anderen als Movens eines visuellen Denkens zeigen.
Mit Beiträgen von Natascha Adamowsky, Alejandro Bachmann, Andrea Becker-Weimann, Utz Biesemann, Astrid Böger, Georges Didi-Huberman, Jennifer Eckert, Mira Fliescher, Gerrit Frohne-Brinkmann, Gregor Hildebrandt, Simone Kesting, Alexander Kluge, Paula Loeding, Jan Masschelein, Michaela Melián, Dieter Mersch, Julia Metropolit, Nanne Meyer, Volkmar Mühleis, Michaela Ott, Karl-Josef Pazzini, Peter Piller, Andrea Sabisch, Michael Sailstorfer, Olaf Sanders, Caspar Sänger, Lukas Sonnemann, Stefanie Schlüter, Rebekka Seubert, Dilek Tas, Elena Weit, Susanne Witzgall, Manuel Zahn und Lena Ziese.
Ich danke allen Beitragenden für die gute Kooperation, Stefan Fuchs für die grafische Gestaltung und Nora Sdun und Gustav Mechlenburg vom Textem-Verlag für die gute und jederzeit unterstützende Zusammenarbeit.

 

Monografie ›Inszenierung der Suche‹ als Printversion ausverkauft

Ca. elf Jahre nach der Veröffentlichung ist die Dissertation von Andrea Sabisch »Inszenierung der Suche. Vom Sichtbarmachen ästhetischer Erfahurng im Tagebuch. Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung« nun als Printversion nicht mehr verfügbar. Sie kannn aber als PDF weiterhin beim Transkript Verlag angefordert werden, leider zum fast gleichen Preis.

Buch zur Bildwerdung erschienen

Der neue Band zur Bilderfahrung ist soeben im kopaed Verlag München erschienen und kann ab sofort bestellt werden! Zum Klappentext dieser neuen Studie von Sabisch:
Die Entstehung des Neuen ist eng mit Prozessen der Bilderfahrung und dem Sichtbarwerden verwoben. Sie berührt den Kontext von Bildung und Forschung auf elementare Weise. Durch Bilder lernen wir etwas anderes zu sehen und auf neue Weise wahrzunehmen. Aber wie lässt sich der Prozess der Bildwerdung denken? Wie erfahren wir Bilder? Was geschieht, wenn wir Bilder betrachten, entwerfen oder herstellen? In welcher Weise regulieren, ordnen, formen und organisieren Bilder unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Affizierungen? Wie richten sie uns räumlich und leiblich aus?
Während sich diese Fragen kaum übergreifend beforschen lassen, da sich das komplexe Geschehen zwischen Bildwerdung und Subjektbildung einem direkten Zugang entzieht, entwirft Sabisch ein experimentelles Forschungssetting für eine indirekte Empirie. Am Beispiel von zwei künstlerischen Bildsequenzen und verschiedenen schulischen Gruppensituationen untersucht sie leibliche, zeichnerische, emotionale, sprachliche und zeigende Antworten auf Bilder. Anhand kontrastiver Fälle arbeitet sie Symptome der Bilderfahrung heraus, die als Gelenkstelle zwischen Besonderem und Allgemeinem, wie auch dem Singulären und Exemplarischen fungieren. Sie entwickelt so nicht nur eine zeitgemäße Kasuistik symptomatischer Bilderfahrungen, sondern entfaltet zudem Grundlagen für eine Methoden- und Theoriebildung der Bilderfahrung im Horizont von Responsivität.