Allgemein

questions about art: documenta-dock.net

Bernhard Balkenhol fasst die grundlegende Idee des Konzepts quasi schlüssig zusammen: „Gegenwartskunst ist eigentlich nicht schwer zu vermitteln, weil man selbst ja Bestandteil dieser Gegenwart ist. Wenn man diese Gegenwart als Gegenwart ernst nehmen würde, hätte man wahrscheinlich weniger Probleme, diese Kunst ernst zu nehmen und damit die Kunst auch zu verstehen.“

Er meint das zwar gar nicht explizit bezogen auf das Projekt documenta-dock.net, sondern antwortet allgemein auf die Frage „Warum ist zeitgenössische Kunst so schwer zu vermitteln?“ Aber für das Konzept documenta-dock.net passt es auch: Aktuelle Medientechnologie wird genutzt, um Zugänge zur aktuellen Kunst zu schaffen. Die Gegenwart wird als Gegenwart ernst genommen, indem Gegenwartsmedientechnologie verwendet wird, um Gegenwartskunst zu vermitteln. [weiterlesen in Meyer’s blog]

kiss 2009 – Kultur in Schule und Studium

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Wie in 2008 werden auch für 2009 vom BDK in Kooperation mit dem Siemens Arts Program und gefördert durch die Robert Bosch Stiftung fünf Stipendien für Studierende der Kunstpädagogik in Höhe von jeweils 1.500 Euro für die Entwicklung von Unterrichtsprojekten zum Thema „Kunst und aktuelle Medienkultur“ vergeben

Die beteiligten Künstler im Jahr 2009 sind: Jeanne Faust, M+M, Jonathan Monk, Michael Sailstorfer und Eran Schaerf.


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[Weiterlesen im kiss-blog …]

Angebot und Nachfrage – vielversprechende Referenten


Wie schon erwähnt, veranstaltet Franz Billmayer vom 19. bis 21. März 2009 an der der Universität Mozarteum Salzburg eine ungewöhnliche Tagung. Es sollen nicht, wie üblich, die “Anbieter” der Kunstpädagogik zu Wort kommen, sondern die “Abnehmer”. Die „Anbieter“ haben dazu ihre Angebote in einen Reader geschrieben: “Angeboten. Was die Kunstpädagogik leisten kann” (KoPaed 2008).

Nun hat Franz Billmayer die ersten „Nachfrager“ bekannt gegeben, die im Rahmen der Tagung auftreten werden. Und ich bin recht beeindruckt, wen wir da als Nachfrager erwarten können…. [weiterlesen bei Torsten Meyer]

Lehrer-Performances: Der blaue Engel

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Am 8. Januar 2009 findet eine weitere Filmveranstaltung in der Reihe „Lehrer-Performances. Spiel/Filmbeispiele“ in Kooperation mit [FuL] Forschungs- und Le[ ]rstelle statt, zu der ich Euch/Sie schon jetzt herzlich einladen möchte. Manuel Zahn, der zur Film-Bildung promoviert zeigt und diskutiert zusammen mit Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini den Film „Der blaue Engel“ (D 1930). Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr in Rm 504, VMP 8.

Josef von Sternbergs „Der blaue Engel“ ist die filmische Adaption von Heinrich Manns Roman „Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen“. Seine Lehrerfigur Professor Immanuel Rath lebt nach einem streng durchgeplanten Tagesablauf in seiner bis ins kleinste Detail geordneten Welt. Als Gymnasialprofessor führt er ein hartes Regiment in einer Klasse männlicher Schüler, bei denen er den Spitznamen „Unrat“ trägt. Er erfährt, dass sich einige seiner Schüler in einer Bar namens „Der blaue Engel“ herumtreiben. Rath ist fest entschlossen diesem Treiben ein Ende zu bereiten, doch stattdessen verfällt er dort den Reizen der Tänzerin Lola.

global Adventskalender

Laut wikipedia ist der Adventskalender zwar eine typisch deutschsprachige Tradition. Unter der Überschrift „Globalisierung“ heißt es aber: „Da man Adventskalender mittlerweile weltweit vermarktet, müssen die Motive auch überall verstanden werden. Statt Maria und Josef finden sich so inzwischen auch Bären oder Bambis.“ – Hier ist man noch einen Schritt weiter gegangen in diese Richtung:

Dieser Adventskalender kann geradezu als Sinnbild dessen angesehen werden, was hinter dem Begriff „Globalisierung“ bei genauem Hinsehen steckt: Totale Abstraktion von kulturspezifischen Schnickschnack (Maria, Josef, Bären, Bambis) und Reduzierung auf das objektiv Wesentliche: 6 * 4 = 24. [weiterlesen in Meyers blog]

Laboratorium Ästhetische Bildung (LAB)

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Auf dem II. Kongress der Schulerneuerer und Schulgründer „Treibhäuser & Co“ in Bregenz am Bodensee habe ich in der Klausur im Schloss Salem einen Workshop angeboten, in dem exemplarisch gezeigt, probiert und gemeinsam diskutiert wurde, wie ein materialgelenkter, experimentierfreudiger forschender Kunstunterricht (auch für altersgemischte Klassen, insbesondere der Sekundarstufe I) in Zukunft aussehen kann. Ausgangspunkt war ein Phänomen, welches die europäische Geschichte, die bildhafte Darstellung und damit einhergehend unsere Sehgewohnheiten entscheidend beeinflusste: Die Entdeckung der Zentralperspektive.

Wurde die Perspektive in der Renaissance noch als ein Modell des Abbildens neben anderen gedacht, stellt sie spätestens seit der Erfindung der Fotografie eine heute noch selbstverständliche Ordnung des Sehens dar. Sie wurde zur symbolischen Form, die unsere gesellschaftliche, wissenschaftliche und pädagogische Zeit entscheidend formierte.
Vor dem Hintergrund, dass sich diese Form der Sichtbarmachung an einzelnen Zeichen- und Sehhilfen rekonstruieren und lehren lässt, habe ich das Konzept des neu gegründeten Hamburger Laboratorium Aesthetische Bildung (LAB) vorgestellt, das in Kooperation optische Experimente wissenschaftshistorisch rekonstruiert und für didaktische Zwecke nachbaut.

Tortendiagramme, Bauklötzer und ePUSH als Grassroot-Movement

Bei infosthetics.com habe ich dieses geniale Tortendiagramm gefunden. Es besticht durch vorbildlich saubere Empirie der dargestellten Datenlage und unmittelbare Anschaulichkeit des Sachverhalts. Vor allem besteht hier nicht, wie bei vielen anderen abstrakten Datenvisualisierungen die Gefahr, dass das Beschriebene mit der Beschreibung, z.B. die Speisekarte mit dem Essen verwechselt wird ( ;-).

Weiterlesen bei Torsten Meyer …