Allgemein

Förderseminar

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Bereits zum dritten Mal veranstalten die BDK-Landesverbände Schleswig‐Holstein und Hamburg ein gemeinsames Förderseminar für künstlerisch innovative Schülerinnen und Schüler am 4./5. November 2016. Nach zweimaliger Zusammenarbeit mit der Muthesius Kunsthochschule Kiel findet das Seminar in diesem Jahr an der HfBK Hamburg rund um den thematischen Schwerpunkt »AUFTAUCHEN« statt.

Bewerbungsschluss ist der 30. September 2016.
Teilnehmen können insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Schleswig-Holstein.
Die vollständige Ausschreibung mit näheren Infos finden Sie hier.
Das Bewerbungsformular finden Sie hier.

Tagung: Formate der Kunstvermittlung V: Kompetenz – Performanz – Resonanz

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Die Tagungsreihe „Formate der Kunstvermittlung“ des Instituts für Kunst, Musik und ihre Vermittlung an der Leuphana Universität Lüneburg soll im Mai 2016 in der 5. Ausgabe fortgesetzt werden. Anlass der Tagung ist die Notwendigkeit, dass die derzeit im Bildungssystem dominante Orientierung am Kompetenzbegriff um die Dimensionen Performanz und Resonanz erweitert werden sollten. Die Art und Weise, wie heute über Bildung gesprochen wird, ist durch die Kompetenzorientierung weitgehend von Faktoren des Outputs bestimmt. Dem entsprechend haben Begriffe wie „Bildungsstandard“, „Evaluation“, „Optimierung“ auf Wirklichkeiten geschaffen, die uns in einer bestimmten Art und Weise über Bildung nachdenken lässt und unser Handeln in Schule, Hochschule und anderen Institutionen zunehmend bestimmen.
Selbstverständlich sind im Fach Kunst immer auch Kompetenzen vermittelt worden, aber das Fach geht keineswegs darin auf. Schließlich haben wir es in der Kunst mit ereignishaften Besonderheiten sowie mit dem Unwahrscheinlichen tun, das weder in der Unterrichtsplanung, noch im messbaren Ergebnis aufgeht. Die kleinschrittige, letztlich auf Leistungskontrolle fixierte Kompetenzorientierung verfehlt gerade das, was Kunst und Bildung als zentrale Impulse für die menschliche Existenz auszeichnen. Deshalb soll den Dimensionen der Performanz und der Resonanz, die den besonderen Charakter der künstlerisch bildenden Arbeit kennzeichnen, im Rahmen der Tagung ein besonderes Gewicht verliehen werden. Welche Perspektiven werden sich als zentral für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Kunstvermittlung erweisen?

Vortragende: Prof. Dr. Carl-Peter Buschkühle (Gießen), Hans-Christian Dany (Hamburg), Dr. Inga Eremjan (Lübeck), Kerstin Hallmann (Hamburg/ Lüneburg), Almut Linde (Hamburg/ Lüneburg), Prof. Dr. Pierangelo Maset (Lüneburg), Prof. Dr. Maria Peters (Bremen), Dr. Manuel Zahn (Hamburg/ Braunschweig).
Termin: Donnerstag, den 2. Juni 2016, 10-18 Uhr
Ort:
Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Zeichensaal C 22.

Rezension von Silvia Henke zu Karl-Josef Pazzinis „Bildung vor Bildern“

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»Denn Bildung wird vom Bild ausgedacht und damit auch von Kunst. Kunstpädagogik, die von Kunst ausgeht, kann in diesem Sinn kein harmloser Prozess sein; sie entzieht immer den Boden, auf dem gesicherte Erkenntnisse stattfinden: «Alle Bildung ist ästhetisch, weil sie Übergänge vom Sinnlichen in Sinn provoziert, aber diesen Sinn auch immer wieder, vom Sinnlichen, Physischen her, untergräbt. Unfassbar.» (S. 23) Mit dieser ‹unfassbaren› Auffassung von Bildung hat Pazzini vor ungefähr 20 Jahren Neuland betreten und dem Unterrichtsfach Kunstpädagogik theoretisch zu einem neuen Status verholfen.Wider alle Rationalisierungsprozesse an Schulen wie Hochschulen hat er gemahnt und gewarnt davor, das Unterrichtsfach Bildende Kunst durch didaktische Vereinfachungen zu einem Bastelprogramm zu machen. Zu groß ist sein Potential, zu viel vermag es. Ästhetische Bildung ist, so Pazzini, primär ein «Fangnetz», eine Aufmerksamkeitsstruktur, eine Relation und Irritation, die sich im Dreieck von Schülern, Lehrperson und dem Gegenstand der Kunst einstellt.«

Henke, Silvia (2016): Karl-Josef Pazzini publiziert eine Neuüberarbeitung seiner wichtigsten Texte aus zwei Jahrzehnten. In: Widmer Peter (Hg.): RISS. Zeitschrift für Psychoanalyse. Freud-Lacan. Nr. 83 (2016/1), S. 109-113.

Besuch im Gängeviertel

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Unter dem Motto ‚In die Gänge kommen‘ hat das Werkstattseminar ‚visual gap‘ (Leitung: Prof. Dr. Andrea Sabisch/ Stefanie Johns) des Lernbereichs Bildende Kunst am vergangenen Dienstag die Seminarsitzung in das Gängeviertel verlegt. Eine tolle Führung von Kevin Kahn gab vor Ort Einblicke in die Geschichte und Strukturen des Viertels. Die Seminarteilnehmer*innen haben diesen inspirierenden Ort zum Fotografieren eigener Bildserien genutzt. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Infos zum Gängeviertel gibt es hier.

Expedition Ästhetische Bildung: Vorwerkstift

Datum: 21.04.2016, 18:30 Uhr
Ort: Vorwerkstraße 21, 20357 Hamburg

Die 17. Expedition Ästhetische Bildung führt uns in das Künstlerhaus Vorwerkstift im Karoviertel. Zu Beginn wird uns die Künstlerin Amelie Zadeh das Haus vorstellen, bevor sie uns in die hauseigene Galerie zur Ausstellungseröffnung der Künstlerin Tintin Patrone begleitet und eine kleine Einführung in die Ausstellung gibt. Wir freuen uns auf die Einblicke und den Austausch rund um die Konzepte des Künstlerhauses, der Galerie und der Ausstellung! Eingeladen sind wie immer alle interessierten Studierenden, Referendar*innen, Lehrer*innen und außerschulische Kunstvermittler*innen zur gemeinsamen Diskussion und Austausch von möglichen Anregungen für die schulische Praxis.
Anmeldungen bitte bis zum 17.04.2016 an ole.wollberg@uni-hamburg.de. Wir bitten um einen Unkostenbeitrag von 4 € pro Person.

Neu: Bramkamp schreibt über Visuelle Animation

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Aus der Hamburger Ringvorlesung „Visuelle Animation“ im Wintersemester 2014 ist ein neues Heft in der Reihe der Kunstpädagogischen Positionen hervorgegangen. Martina Bramkamp: Visual Animation: Methods of Practice and Teaching. Heft 34. Alle Hefte finden Sie unter mbr.uni-koeln.de/kpp als Papierversion zur Bestellung oder als PDF zum kostenlosen Download.

HfbK Hamburg – Jahresausstellung 25-28/02

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Die traditionelle Jahresausstellung der HFBK, die jahrelang im Juli lag, findet seit 2015 bereits im Februar statt. Vier Tage lang präsentieren die Studierenden – vom Erstsemester bis zum Absolventen – ein breites Spektrum aktueller Arbeiten und Projekte aus den unterschiedlichen Studienschwerpunkten. Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen an der HFBK zu machen.
Weitere Informationen: http://www.hfbk-hamburg.de/jahresausstellung/

Jahresausstellung 2016
Eröffnung: Mittwoch, 24. Februar 2016, 19 Uhr
Ausstellung: 25.–28. Februar 2016
geöffnet täglich 14–20 Uhr

Öffentliche Führungen
täglich 15 und 18 Uhr
Treffpunkt vor der Aula

Führungen für Schulkinder (ohne Eltern)
Samstag und Sonntag 15 Uhr
Treffpunkt Kinderinsel vor der Mensa
Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung

Schüler-Informationstag
Samstag, 27. Februar 2016, 13 Uhr
Raum 229 (Hörsaal)

Symposium: Visualität und Abstraktion

Über die Effekte von Abstraktionen im Feld des Sichtbaren
Ein Symposium des künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs »Ästhetiken des Virtuellen«.
Unter digitalen Bedingungen haben sich die Funktionen von Analyse und Synthese, Simulacrum und Simulation für das Feld des Sichtbaren gewandelt. Wie lässt sich nun die Konstruktion von Un/Sichtbarkeit im Blick auf Visualisierungen virtu-ästhetischer Art verstehen, auf welche Weise vermögen »Technologien des Virtuellen« das Sichtbarkeitsdiktat zu transformieren?
Im Fokus des Symposiums steht die künstlerische und wissenschaftliche Befragung von Blick- und Sichtbarkeitsregimen wie von nicht-menschlichem Sehen im Verhältnis zu Abstraktion, zu Subjekten und Körpern. Es gilt das Prozessieren und Konstellieren von digitaler Visualität näher zu spezifizieren, etwa in der Umwandlung von Daten in visuelle Information und von Information in »Bildwissen«, unter Berücksichtigung der herrschaftsförmigen wie ebenso der emanzipativen Potenziale in Technik, Wissenschaft und Kunst.
Die wissenschaftlich-künstlerischen Beiträge des Symposiums umfassen drei sich überschneidende Themenkomplexe: Unter Daten sehen werden optische Apparate als Prozessoren von »Gesichtetem« untersucht, Karten schreiben richtet die Aufmerksamkeit auf die Normierung von Körpern wie auf die Kolonialisierung von Territorien, und unter Muster erkennen wird Identifizieren als Form der Abstraktion problematisiert.
Konzeption: Hanne Loreck gemeinsam mit Christian Blumberg, Joachim Glaser, Joke Janssen, Merle Radtke, Anna Tautfest, Vera Tollmann und Peter Müller.
5.–6. Februar 2016
HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Aula
Weitere Informationen: http://www.hfbk-hamburg.de/fileadmin/user_upload/diverse/visualitaet_und_abstraktion.pdf