Forschung

Handbuch Kulturpädagogik für benachteiligte Jugendliche

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Kulturpädagogische Arbeitsformen eröffnen neue Handlungs-, Ausdrucks-, und Verständnisräume. Ihre kreativen Formate haben sich besonders in der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen bewährt, sowohl im schulischen wie auch im außerschulischen Bereich.
In diesem Handbuch widmen sich über 70 Autorinnen und Autoren umfassend dieser Praxis. Sie erörtern die konzeptionellen Grundlagen und stellen zwölf zentrale Handlungsfelder anhand zahlreicher Best-Practise-Beispiele vor:

KUNST # MUSIK # ZIRKUS UND ARTISTIK # LITERATUR # SPIEL # FILM # DIGITALE MEDIEN # TANZ # FOTOGRAFIE # MUSEUM # THEATER # TISCHKULTUR

Das Buch richtet sich an alle, die mit benachteiligten Jugendlichen kulturpädagogisch arbeiten und sich im Rahmen von Ausbildung, Studium oder Fachdiskurs über dieses Themenfeld verständigen möchten.

Darin: Andrea Sabisch: Kunst. S. 276-285

 

Kunstpädagogische Positionen: Next Art Education

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Nachdem Torsten Meyer seit 9 Jahren Mitherausgeber unserer Reihe ist, erscheint nun das neue Heft, das auf seiner Antrittsvorlesung an der Universität zu Köln von 2012 basiert. Ab sofort downloadable oder als Büchlein bestellbar unter http://mbr.uni-koeln.de/kpp/hefte/heft-29/

Meyer, Torsten: Next Art Education. Kunstpädagogische Positionen 29. Hrsg. von Andrea Sabisch, Torsten Meyer, Eva Sturm, Hamburg/Köln/Oldenburg 2013

Die nächste Kunst ist die Kunst der nächsten Gesellschaft. Als nächste Gesellschaft bezeichnet der Soziologe und Kulturtheoretiker Dirk Baecker die Gesellschaft, die auf dem Computer als geschäftsführender Medientechnologie basiert. Er geht dabei von der Vermutung aus, dass kaum etwas so große Bedeutung für die Strukturen einer Gesellschaft und die Formen einer Kultur hat wie die jeweils dominierenden Verbreitungsmedien. Folglich wird die Einführung des Computers für die Gesellschaft ebenso dramatische Folgen haben wie zuvor nur die Einführung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks.
Next Art Education ist der Versuch, an diese Vermutung mit der Frage nach adäquaten Reaktionen im Feld der Verkoppelung von Kunst und Pädagogik anzuschließen.

Neu: Transdisziplinäre Forschung zum Bilderbuch

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Der aktuelle Band zum Bilderbuch in Kunst, Literatur und Bildung ist ab sofort erhältlich: Kruse, Iris / Sabisch, Andrea (Hg.): Fragwürdiges Bilderbuch. Blickwechsel – Denkspiele – Bildungspotenziale. München: kopaed 2013. 192 S.

Zum Inhalt: Bilderbücher sind eine transdisziplinäre Herausforderung für ästhetische und kulturelle Bildungsprozesse. Seit der digitalen Zäsur verändern sich nicht nur visuelle Darstellungsmodi und Kommunikationsstrukturen, Adressatenkreise und Wirkungen, sondern auch die jeweiligen Relationen und Erkenntnisdimensionen von Text und Bild. Wie lässt sich über das spezifisch Visuelle und Textuelle sprechen? Wie kann man die Wechselwirkungen zwischen formaler und symbolischer Darstellung, ästhetischer Wirkung und dem Imaginären erforschen? Welche Rezeptionsweisen entwickeln Kinder in Lehr- und Lernkontexten? Wie verhalten sich Traditionen der Lehre zu notwendigen Aktualisierungen des professionellen Selbstverständnisses? Die Beiträge dieses Buches zu Kunst, Medien und Sprache berühren theoretische, historische, empirische und didaktische Dimensionen der aktuellen Bilderbuchforschung.

convention – Der dritte Band zum Kongress ist da

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convention ist der dritte und letzte Band in der Schriftenreihe “Kunst Pädagogik Partizipation”, die den Gesamtprozess des BuKo12, Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010 – 2012, dokumentiert. Hier geht es explizit um den Kongress „Kunst Pädagogik Partizipation“, der vom 19. bis 21. Oktober 2012 in Dresden stattgefunden hat. Das Buch spiegelt die Vielfalt des Fachdiskurses wider und gibt Impulse für gegenwärtige und zukünftige kunstpädagogische Theorie und Praxis. Die verschiedenen Veranstaltungsformate des international und interdisziplinär befruchteten Kongresses prägen die Struktur dieses Tagungsbandes: Vorträge, Diskussionen, Workshops, BarCamp, Squares, Studierendenkongress, Fishbowl und rückblickende Statements der Initiator/-innen.

Sara Burkhardt / Torsten Meyer / Mario Urlaß (Hg.): convention. Ergebnisse und Anregungen #Tradition #Aktion #Vision. Schriftenreihe Kunst Pädagogik Partizipation: Buch 03. München 2013, 320 Seiten ISBN 978-3-86736-161-3

Vom Unverfügbaren

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Unser neues Buch zur interdisziplinären Ringvorlesung in den Deichtorhallen ist da und zugleich online: Pazzini, Karl-Josef / Sabisch, Andrea / Tyradellis, Daniel (Hg.): Das Unverfügbare. Wunder, Wissen, Bildung. Zürich udn Berlin: Diaphanes 2013.

Das Unverfügbare ist Ärgernis und Ferment für jede pädagogische und vermittelnde Arbeit. Es taucht inmitten des vermeintlich Bekannten und Habhaften auf, widersetzt sich der gesicherten Kommunikation, spielt sich zwischen Wissen und Nicht-Wissen ab, markiert Autoritäten, löst Ängste aus, weil es nicht verstanden werden kann, weckt Sehnsucht, Neugier und Verantwortung. Es markiert eine Aporie, die sich überall zeigt, wo Wissen sich als Macht- und Gestaltungsinstanz gibt: an den Grenzen der Machbarkeit als Prognostik und als Kontrolle des Anderen. Der Band widmet sich der Figur des Unverfügbaren in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen: in Kunst und Kultur, Naturwissenschaften und Medizin und Soziologie, Philosophie, Psychoanalyse und Pädagogik.

Mit Beiträgen von Alfred Bodenheimer, Hanne Frank, geheimagentur, Karin Harasser, Insa Härtel, Johannes Heisig, Alexander Kluge, Michael Lüthy, Jean-Luc Nancy, Karl-Josef Pazzini, Claus-Dieter Rath, Hans-Jörg Rheinberger, Andrea Sabisch, Daniel Tyradellis, Bernhard Waldenfels, Matthias Warstat und Manuel Zahn.

Tagung der Wisenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien Bildung e.V.: Forschungsorientierung und Lehrerbildung?

Wir laden ein zur diesjährigen Tagung Was bedeutet „Forschungsorientierung“ für die Lehrerbildung? der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung e.V. am 28.6.2013, von 9:30 – 16:30 Uhr an der Universität Osnabrück.
Laut Vorgaben aus Bologna sollen Bachelor-Studiengänge bereits „berufsqualifizierend“ sein, Master-Studiengänge sollen deutlich Richtung Forschung orientiert werden. Was bedeuten diese Vorgaben für die gestuften Studiengänge in der Lehrerbildung? Wann und wie sollten Schul-Praktika stattfinden? Was heißt „Forschungsorientierung“ im Master-Studiengang? Was soll wozu erforscht werden? In welchem der potentiell drei in Frage kommenden Fächer, mit denen Lehramtsstudierende in der Regel befasst sind, soll geforscht werden? Welche Rolle kann „Forschendes Lernen“ als (hochschul)didaktisches Konzept spielen? Wie ist eine Forschungsorientierung speziell im Fach Kunst zu denken, wenn Kunst und Wissenschaft als unterschiedliche Denkmodelle ernst genommen werden? Was könnte hier Artistic Research bedeuten?
Mit diesen Fragen ist zurzeit befasst, wer in der universitären Lehrerbildung Lehre und Forschung gestaltend tätig ist. Die aufgeworfenen Fragen sollen nicht erneuten Anlass für weiteres BA/MA-Bashing bieten, sondern einen produktiven Austausch über die föderalen Grenzen hinweg initiieren und Konzepte diskutieren, die sowohl aus der Perspektive der Lehrerbildung als auch aus der Perspektive von Kunst und Wissenschaft sinnvoll sind.

Download Programmflyer

Kontakt und Anmeldung
Sekretariat Fachgebiet Kunst
Universität Osnabrück
Esther Kutzner
Seminarstraße 33
49069 Osnabrück
Tel. 0541 – 969 – 4225
kunst@uni-osnabrueck.de

11. Expedition Ästhetische Bildung

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Auch im Sommersemester findet wieder eine Expedition Ästhetische Bildung statt, zu der wir Euch (das sind Studierende, Referendar_innen, Lehrer_innen und außerschulische Kunstvermittler_innen herzlich am 20.06.2013 von 18-20 Uhr einladen möchten. Das Treffen findet im Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg, in Raum 404 statt und wird bei einem Glas Wein in der Umgebung fortgesetzt.

Dieses Mal werden wir uns in der Universität treffen, um über das Thema »Visuelle Erzählungen« zu sprechen. Ausgehend von einem Unterrichtsentwurf, den die beiden Studierenden Daniel Wolff und Vanessa Wiechmann an der Stadtteilschule Erich Kästner in Farmsen ausprobiert haben, möchten wir ein Gespräch über Möglichkeiten, Chancen, Fragen, Ideen und Schwierigkeiten zum Unterricht in Gang bringen. Weitere Unterrichtsideen, Schülerarbeiten und Ideen können gerne mitgebracht werden. Bitte melden Sie sich per Mail an bei andrea.sabisch@uni-hamburg.de.

Neues Buch über Kunst, Pädagogik und Partizipation

revisit lautet der Titel des soeben erschienenen zweiten Bandes der Reihe „Kunst Pädagogik Partizipation“, die den Gesamtprozess des Buko12 (Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-2012) repräsentiert. Er betont das erneute Überdenken und exemplarische Weiterentwickeln kunstpädagogischen Lehrens und Lernens mit dem Fokus auf vier kunstpädagogische Handlungsfeldern: Expeditionen Ästhetische Bildung, Partizipatorische Kunstpädagogik in der Grundschule, Sozialraumorientierung im Ganztag, Interkultur – Globalität – Diversity.
Darin: Sabisch, Andrea: Über Expeditionen als Kooperationsform in der Lehrerbildung.
In: Brenne, Andreas / Sabisch, Andrea / Schnurr, Ansgar (Hg.): revisit. Kunstpädagogische Handlungsfelder. Schriftenreihe Kunst Pädagogik Partizipation: Buch 02. München: kopaed 2012. S. 57-64. Weitere Informationen finden Sie hier.

Neuerscheinung: „Ästhetische Film-Bildung“

Anfang September ist Manuel Zahns Monographie „Ästhetische Film-Bildung. Studien zur Materialität und Medialität filmischer Bildungsprozesse“ in der Reihe „Theorie bilden“ beim Transcript Verlag erschienen. Das Buch ist eine erste Antwort auf die Frage: wie ist Bildung mit Film möglich? Es bezieht sich dabei nicht auf den Film im Allgemeinen, sondern auf den Kinofilm – und damit auch auf eine ganz spezifische Materialität, Performativität und Medialität der Produktion, der Aufführung und der Rezeption des Films.

Auf der Verlagsseite heißt es dazu:

„Film und Bildung – Manuel Zahn spürt in seinen Studien diesem immer noch ungeklärten Verhältnis nach. In Bezug auf aktuelle medientheoretische, ästhetische und bildungstheoretische Diskurse entwickelt er einen differenztheoretischen Begriff der Medialität des Films und stellt mit der Spurenlese eine »Methode« vor, die eine differenzsensible Empirie des Films ermöglicht. Anhand von Filmbeispielen wird die Spurenlese erprobt und dabei ein Begriff der Film-Bildung skizziert, der die Spurenlese von Filmen als bildende Erfahrung begreift, insofern sie es erlaubt, die Auseinandersetzung des Subjekts mit Filmen auf der Folie der Unmöglichkeit ihrer identifizierenden Aneignung zu denken.“

Dort gibt’s auch das Vorwort des Buchs als Leseprobe.