Forschung

Neues Buch über Kunst, Pädagogik und Partizipation

revisit lautet der Titel des soeben erschienenen zweiten Bandes der Reihe „Kunst Pädagogik Partizipation“, die den Gesamtprozess des Buko12 (Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-2012) repräsentiert. Er betont das erneute Überdenken und exemplarische Weiterentwickeln kunstpädagogischen Lehrens und Lernens mit dem Fokus auf vier kunstpädagogische Handlungsfeldern: Expeditionen Ästhetische Bildung, Partizipatorische Kunstpädagogik in der Grundschule, Sozialraumorientierung im Ganztag, Interkultur – Globalität – Diversity.
Darin: Sabisch, Andrea: Über Expeditionen als Kooperationsform in der Lehrerbildung.
In: Brenne, Andreas / Sabisch, Andrea / Schnurr, Ansgar (Hg.): revisit. Kunstpädagogische Handlungsfelder. Schriftenreihe Kunst Pädagogik Partizipation: Buch 02. München: kopaed 2012. S. 57-64. Weitere Informationen finden Sie hier.

Neuerscheinung: „Ästhetische Film-Bildung“

Anfang September ist Manuel Zahns Monographie „Ästhetische Film-Bildung. Studien zur Materialität und Medialität filmischer Bildungsprozesse“ in der Reihe „Theorie bilden“ beim Transcript Verlag erschienen. Das Buch ist eine erste Antwort auf die Frage: wie ist Bildung mit Film möglich? Es bezieht sich dabei nicht auf den Film im Allgemeinen, sondern auf den Kinofilm – und damit auch auf eine ganz spezifische Materialität, Performativität und Medialität der Produktion, der Aufführung und der Rezeption des Films.

Auf der Verlagsseite heißt es dazu:

„Film und Bildung – Manuel Zahn spürt in seinen Studien diesem immer noch ungeklärten Verhältnis nach. In Bezug auf aktuelle medientheoretische, ästhetische und bildungstheoretische Diskurse entwickelt er einen differenztheoretischen Begriff der Medialität des Films und stellt mit der Spurenlese eine »Methode« vor, die eine differenzsensible Empirie des Films ermöglicht. Anhand von Filmbeispielen wird die Spurenlese erprobt und dabei ein Begriff der Film-Bildung skizziert, der die Spurenlese von Filmen als bildende Erfahrung begreift, insofern sie es erlaubt, die Auseinandersetzung des Subjekts mit Filmen auf der Folie der Unmöglichkeit ihrer identifizierenden Aneignung zu denken.“

Dort gibt’s auch das Vorwort des Buchs als Leseprobe.

4. BDK-Forschungstag in Dresden

Mit den leitenden Fragen „Was gilt es in der Kunstpädagogik zu erforschen? Wie wird geforscht?“ findet vom 18.-19.10.2012 der 4. BDK-Forschungstag in Dresden statt.
Er bildet traditionellerweise den Auftakt zum Bundeskongress des BDK – dieses Jahr in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Beiden Veranstaltungen geht der Bundeskongress der Studierenden der Kunstpädagogik „kunst | denken | lernen“ voraus.

Zentrales Anliegen des BDK-Forschungstags ist die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler/innen und Kunstpädagogen/innen im deutschsprachigen Raum, die ein wissenschaftliches Interesse am Fach verfolgen und aktuell im Kontext der Kunstpädagogik forschen oder die Absicht haben, eine Forschung zu beginnen. Den Teilnehmenden soll ein Überblick über die Pluralität aktueller Fragestellungen, Methoden und Theorien und nicht zuletzt interessanter Inhalte gegeben sowie die Möglichkeit zur exemplarischen Erkundung von Forschungswegen eröffnet werden. Die Reflexion des wissenschaftlichen Selbstverständnisses findet in der Schnittmenge von Praxis- und Theoriefeldern der Pädagogik und der Bildenden Kunst, den angrenzenden Theorien von Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Psychoanalyse statt. Auch deshalb wird der diesjährige Forschungstag in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden stattfinden, einem Ort der Vermittlung zeitgenössischen Wissens und des interdisziplinären Forschens im Kontext von Wissenschaft, Bildung und Kultur.

In insgesamt 8 Workshops werden die unterschiedlichsten Forschungsthemen, -theorien und -methoden (von der Diskursanalyse über die Ethnographie bis zur Psychoanalyse) vorgestellt und diskutiert. Für weitere Informationen folgen Sie den Links unten.

Programm, Anmeldung, Diskussion: bdk-forschungstag.mixxt.de – auch: www.facebook.com/BDKForschungstag
Konzeption: Prof. Dr. Christine Heil (Kunsthochschule Mainz), Prof. Dr. Marie-Luise Lange (TU Dresden), Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini (Universität Hamburg) – forschungstag@bdk-online.info
Organisation: Jun.-Prof. Dr. Sara Burkhardt (TU Dresden / BDK-Hochschulreferat) – sara.burkhardt@bdk-online.info

(via net art education)

Implizite Erfahrungsräume

Ausgehend von der Tagung „Tacit Dimensions of Pedagogy“ in Berlin 2011 hat sich seither ein internationales Forschungsteam mit Fragen der impliziten Erfahrungen im pädagogischen Kontext auseinandergesetzt. Nun haben Bosse Bergstedt, Anne Herbert, Anja Kraus und Christoph Wulf das gleichnamige Buch herausgegeben, das man als Gegenentwurf zur allzu messbarkeitsorientierten empirischen Bildungsforschung lesen kann. In meinem Beitrag geht es um „Tacit Knowledge in Aesthetics“.

Forschungskolloquium „Schreiben, Zeichnen, Forschen“ im Mai

Interessierte Wissenschaftler/innen am Forschungskolloquium mit dem Thema „Schreiben, Zeichnen, Forschen“ sind herzlich eingeladen am 11. Mai 2012 in die Universität Hamburg zu kommen. Mit diesem Kolloquium soll der Versuch gestartet werden, Forschende im deutschsprachigen Raum zusammen zu bringen, die sich mit den Relationen und der spezifischen Medialität und Materialität von Bild und Sprache wissenschaftlich auseinandersetzen. Während schriftliche Notationspraktiken und Aufzeichnungen bereits im 20. Jahrhundert in der Forschung thematisiert wurden, kann man gegenwärtig die theoretischen Debatten über die Relevanz des Visuellen in Erkenntnisprozessen mit verfolgen. So entstehen derzeit Forschungsarbeiten zum Thema des Zeichnens, zur medialen Übersetzung von Bild und Sprache, zur „Visual literacy“, zum Sprechen über Kunst oder zur Kategorisierung visueller Erfahrung.

In diesem ersten Kolloquium soll vormittags ein Austausch zwischen den Beteiligten angeregt und die eigenen Forschungsarbeiten vorgestellt werden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen stellen dann Christoph Hoffmann (Universität Luzern) und Judith Marlen Dobler (Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel) ihre eigenen Forschungen vor. Ziel ist es eine neue interdisziplinäre Forschungsgruppe zu gründen.
Das Programm finden Sie hier.

Interessierte richten sich bitte per Mail mit kurzer Angabe zum eigenen Forschungsprojekt an andrea.sabisch@uni-hamburg.de

Veranstalterin: Prof. Dr. Andrea Sabisch

Wo?
Universität Hamburg
Fakultät 4, FB Erziehungswissenschaft
Ästhetische Bildung
Von-Melle-Park 8
Raum 504
D – 20 146 Hamburg