Art Education

Medienbilder im Kunstunterricht // Landesfachtag Kunst

„Die Entwicklung der digitalen Medien im 20. und 21. Jahrhundert hat die Bedeutung der Bildmedien für die Aneignung von Weltwissen und Orientierung in der Welt steigen lassen. Nachrichten werden zunehmend über Bilder vermittelt. Der Alltag von Schülerinnen und Schülern ist von der Kommunikation durch Fotografie und Film geprägt.” (Fachanforderungen Kunst 2015, S.19). Spätestens seit das Tagesschau-Design Informationen und Themen durch überdimensional projizierte Hintergrund-Fotografien ankündigt und kommentiert, seit keine Tageszeitung mehr ohne eine Fotografie oder Karikatur auf dem Titelblatt auskommt, muss der gesellschaftliche Umgang mit Bildern in der Schule thematisiert werden. Dazu gehören alle Formen der Verbindung von Bild und geschriebenem oder gesprochenem Text. Kinder und Jugendliche kommunizieren täglich im privaten Bereich mit und über Bilder, sie veröffentlichen ihre eigenen Bilder online über Foren und vermehren dadurch aktiv die tägliche Bilderflut. Gerade in der Zeit von Postfaktizität und Emotionalisierung politischer Kommunikation kommt den Bildern eine besondere Rolle zu, wurden sie doch schon immer dazu verwendet, um Informationen anschaulicher und damit glaubhafter zu machen. Solch ein angeblicher „Beweischarakter” von Fotografien oder filmischen Bildern muss hinterfragt werden, nicht erst in Zeiten der umfassenden Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung. Produktive und rezeptive Bildkompetenzen stehen im Mittelpunkt des Kunstunterrichts. Deshalb widmet sich der Landesfachtag Kunst 2017 ausdrücklich dem produktiven und reflexiven Umgang mit Medienbildern im Kunstunterricht. Mit einem Workshop von Stefanie Johns ›unseen behind‹.

18.11.2017, 8.30-17 Uhr, Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf, 24837 Schleswig
Kontakt: Fachteam Kunst des IQSH // Prof. Dr. Ingrid Höpel, Landesfachberaterin, ihoepel@kunstgeschichte.uni-kiel.de

BEGRIFF —— PRAXIS

Die von Dr. Magdalena Eckes (Uni Siegen) und Daniela Gernand (Uni Siegen) veranstaltete Tagung versteht sich als Plattform für Annährungen an das ewigwährende Spannungsverhältnis von Begriff und Praxis, das innerhalb des Feldes der Kunstpädagogik/Kunstvermittlung immer wieder denkend und handelnd durchschritten werden muss. Mit einem Beitrag von Stefanie Johns:  bildempfinden // bildverständnis // bildpraktiken.

11.11.2017, 9.30-18 Uhr, Universität Siegen, Kunst Brauhaus, Zum Wildgehege 25, 57068 Siegen

SPRUNGBRETT // Förderseminar für Schülerinnen und Schüler

Bereits zum vierten Mal veranstalten die BDK-Landesverbände Schleswig‐Holstein und Hamburg ein gemeinsames Förderseminar für künstlerisch innovative Schülerinnen und Schüler. In diesem Jahr findet das SPRUNGBRETT am 3./4. November 2017 im Studiengang Illustration an der HAW Hamburg rund um den thematischen Schwerpunkt »Freiraum« statt.
Insgesamt nehmen 15 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Schleswig-Holstein teil. Für dieses Mal sind die Plätze schon vergeben. Genauere Infos zum Format (vielleicht ja im Hinblick auf Bewerbungen in den kommenden Jahren) finden Sie hier. Eine Veranstaltung von:

Tagung ImperfeKt in Hamburg

Intermedialität und Performativität in den Künstlerischen Therapien
Freitag 16.06.2017 bis Sonntag 18.6.2017
am Campus Arts and Change der MSH Medical School Hamburg
In Zusammenarbeit mit dem DFKGT – Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V.
Die Tagung „ImperfeKT“ wird von zwei benachbarten Hochschulen aus dem Norden ausgerichtet, der MSH Medical School Hamburg und der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. An diesen Hochschulen sind kunsttherapeutische Studiengänge angesiedelt, die für zwei aktuelle Positionen im kunsttherapeutischen Diskurs stehen: Intermedialität und Performativität. Der Tagungstitel „ImperfeKT“ lenkt den Blick auf das im doppelten Sinne Imperfekte, das Vergängliche ebenso wie das Unvollendete. Damit wird das Ereignis- und Prozesshafte künstlerischen Tuns apostrophiert, in dem individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Veränderungsprozesse ihren Ausgang nehmen können.
Die Tagung knüpft an jüngeren Strömungen in der Ästhetik, den Medien-, Bild- und Kunstwissenschaften sowie der Kultursoziologie an, die Kunst als menschliche Praxis und Existenzaussage verstehen und sie als Mittel der Welterschließung begreifen. Die damit verbundenen theoretischen Entwürfe haben den Künstlerischen Therapien die Möglichkeit eröffnet, an Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst anzuknüpfen, die Intermedialität und Performativität als zentrale künstlerische Strategien nutzen.
Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler, Praktiker, Studierende und Interessierte und soll eine Plattform für einen transdisziplinären Diskurs zwischen Kunst, Medien-, Kunst- und Kulturwissenschaften, Philosophie und Soziologie bieten. Sie ist als eine Mischung aus Lecture Performances, Vorträgen, Open Space-Formaten und Workshops geplant.
Mehr Infos zum Programm
Darin: Prof. Dr. Andrea Sabisch: Visuelles Antworten

Tagung in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V.

›DECOLONIZING ARTS EDUCATION‹:
FR 28. UND SA 29. APRIL 2017: FR 14-22 UHR, SA 10-14 UHR

Universität zu Köln | Institut für Kunst und Kunsttheorie
Humanwissenschaftliche Fakultät | Gronewaldstraße 2 | Köln
Gebäude 216 | Block B | R 2.212
Vom 28. bis zum 29. April 2017 findet am Institut für Kunst und Kunsttheorie das Symposium DECOLONIZING ARTS EDUCATION statt. Vor dem Hintergrund der postmigrantischen Realität soll die Kunstpädagogik bzw. die Ästhetische Bildung kritisch befragt werden. Gegenstand des Symposiums ist ein diskursives und performatives Programm, das Künstler*innen, Kunstpädagog*innen und Theoretiker*innen aus den Bereichen (Ästhetische) Bildung und Cultural/Postcolonial Studies in einen Dialog mit Studierenden bringt. Folgende Fragen werden u.a. diskutiert: Welche Rolle kommt der Kunstpädagogik angesichts des gesellschaftlichen Wandels infolge von Flucht und Migration zu? Welche Impulse werden in der kunstpädagogischen Fachcommunity diskutiert und wo hakt es im eigenen Fachdiskurs? Welche künstlerischen und kunstpädagogischen Interventionen vermögen es, den eurozentristischen Blick umzukehren, die hegemoniale Ordnung (im Zeichen kritischen Weißseins) gegen den Strich zu bürsten? Wie sähe eine alternative, rassismuskritische Wissensproduktion im Feld der schulischen und außerschulischen Kunstpraxis und -vermittlung aus?
Speakers: Carmen Mörsch (Zürcher Hochschule der Künste), Peggy Piesche (Universität Bayreuth), Ayse Güleç (documenta 14), Leila Haghighat (Haus der Kulturen der Welt), Monica van der Haagen-Wulff/Tim Wolfgarten (Universität zu Köln) und weitere Gäst*innen sowie Studierende.
Weitere Informationen zum Programm unter: http://kunst.uni-koeln.de/aeit/symposium-decolonizing-arts-education/

Handbuch Schweigendes Wissen

https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/productsfine/9783779931270.jpg
›Schweigendes‹ Wissen spielt eine wichtige Rolle für die soziale Praxis. Für die Erziehungswissenschaft bedeutet dies u.a., Konzepte wie Materialität, Raum, Körper und Visualität in den Blick zu nehmen. Schweigendes Wissen spielt in den Feldern von Lernen und Erziehung, Bildung und Sozialisation insofern eine wichtige Rolle, als neben geplanten, rational fassbaren und anderen expliziten Faktoren auch solche das Handeln in diesen Feldern maßgeblich beeinflussen, die nicht artikuliert zugänglich und kognitiv verfügbar sind. Diese Formationen werden als ›implizites‹, ›praktisches‹, ›unbewusstes‹ Wissen oder als ›Know-how‹ bezeichnet. Im Rahmen der Erziehungswissenschaft geht mit deren Beachtung eine Hinwendung zu Konzepten der Macht, Materialität, Raum, Körper, Visualität oder Virtualität einher. Darin: Sabisch, Andrea | Wollberg, Ole | Zahn, Manuel: Ästhetische Praxis und Schweigendes Wissen. In: Kraus, Anja | Budde, Jürgen | Hietzge, Maud | Wulf, Christoph (Hrsg.): Handbuch Schweigendes Wissen in Lernen, Erziehung, Bildung und Sozialisation. Weinheim 2017: Beltz Juventa. S. 79-91.

Ungewissheit im (visuellen) Bildungsprozess

Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe

Zur Frage der Ungewissheit und Irritation im Bildungsprozess ist nun ein gemeinschaftlicher Artikel der Hamburger Forschungsgruppe »Ungewissheit« entstanden, indem es darum geht interdisziplinäre fachdidaktische Forschungen an die transformatorische Bildungstheorie anzuschließen und gleichzeitig eine fachspezifische wie übergreifende Diskussion anzuregen, die über pädagogische Normalisierungen und Habitualisierungen hinaus geht.
Vgl. Ingrid Bähr, Alexander Bechthold, Ulrich Gebhard, Claus Krieger, Britta Lübke, Malte Pfeiffer, Andrea Sabisch und Wolfgang Sting: Ungewissheit und Irritation im Bildungsprozess. Didaktische Forschungen im Fachkontext von Biologie, Theater, Kunst und Sport. In: Menthe, Jürgen; Höttecke, Dietmar; Zabka, Thomas; Hammann, Marcus; Rothgangel (Hg.): Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe. Beiträge der fachdidaktischen Forschung. Münster: Waxmann 2016. S. 41-69.

18. Expedition Ästhetische Bildung am 17.01.2017

Koordination: Stefanie Johns, Ole Wollberg
Datum: Di 17.01.2017, 17 Uhr
Ort: Halle für aktuelle Kunst, Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg

Die 18. Expedition Ästhetische Bildung führt uns zu Beginn des neuen Jahres in die Halle für aktuelle Kunst in Hamburg (Deichtorhallen). Dort werden wir die Ausstellung »Sammlung VIEHHOF. Internationale Kunst der Gegenwart« besuchen und gemeinsam über Anregungen und Ideen ins Gespräch kommen. Eingeladen sind wie immer alle interessierten Studierenden, Referendar*innen, Lehrer*innen und außerschulische Kunstvermittler*innen zur gemeinsamen Diskussion und Austausch von möglichen Anregungen für die schulische Praxis. Anmeldungen bitte bis zum 13.01.2017 an stefanie.johns@uni-hamburg.de oder ole.wollberg@uni-hamburg.de.
Eintritt in die Halle für aktuelle Kunst mit der Dienstagskarte 5€.