Art Education

Buch zur Bildwerdung erschienen

Der neue Band zur Bilderfahrung ist soeben im kopaed Verlag München erschienen und kann ab sofort bestellt werden! Zum Klappentext dieser neuen Studie von Sabisch:
Die Entstehung des Neuen ist eng mit Prozessen der Bilderfahrung und dem Sichtbarwerden verwoben. Sie berührt den Kontext von Bildung und Forschung auf elementare Weise. Durch Bilder lernen wir etwas anderes zu sehen und auf neue Weise wahrzunehmen. Aber wie lässt sich der Prozess der Bildwerdung denken? Wie erfahren wir Bilder? Was geschieht, wenn wir Bilder betrachten, entwerfen oder herstellen? In welcher Weise regulieren, ordnen, formen und organisieren Bilder unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Affizierungen? Wie richten sie uns räumlich und leiblich aus?
Während sich diese Fragen kaum übergreifend beforschen lassen, da sich das komplexe Geschehen zwischen Bildwerdung und Subjektbildung einem direkten Zugang entzieht, entwirft Sabisch ein experimentelles Forschungssetting für eine indirekte Empirie. Am Beispiel von zwei künstlerischen Bildsequenzen und verschiedenen schulischen Gruppensituationen untersucht sie leibliche, zeichnerische, emotionale, sprachliche und zeigende Antworten auf Bilder. Anhand kontrastiver Fälle arbeitet sie Symptome der Bilderfahrung heraus, die als Gelenkstelle zwischen Besonderem und Allgemeinem, wie auch dem Singulären und Exemplarischen fungieren. Sie entwickelt so nicht nur eine zeitgemäße Kasuistik symptomatischer Bilderfahrungen, sondern entfaltet zudem Grundlagen für eine Methoden- und Theoriebildung der Bilderfahrung im Horizont von Responsivität.

Becoming an image

Der Vortrag »Becoming an image« findet in englischer Sprache am 4.12.2017 um 18 Uhr an der St. Luca School of Arts in Brüsssel statt. Darin wird das neue Buch »Bildwerdung. Reflexionen zur pathischen und performativen Dimension der Bilderfahrung« von Andrea Sabisch, das im Februar im kopaed-Verlag erscheinen wird, vorgestellt. (mehr …)

Medienbilder im Kunstunterricht // Landesfachtag Kunst

„Die Entwicklung der digitalen Medien im 20. und 21. Jahrhundert hat die Bedeutung der Bildmedien für die Aneignung von Weltwissen und Orientierung in der Welt steigen lassen. Nachrichten werden zunehmend über Bilder vermittelt. Der Alltag von Schülerinnen und Schülern ist von der Kommunikation durch Fotografie und Film geprägt.” (Fachanforderungen Kunst 2015, S.19). Spätestens seit das Tagesschau-Design Informationen und Themen durch überdimensional projizierte Hintergrund-Fotografien ankündigt und kommentiert, seit keine Tageszeitung mehr ohne eine Fotografie oder Karikatur auf dem Titelblatt auskommt, muss der gesellschaftliche Umgang mit Bildern in der Schule thematisiert werden. Dazu gehören alle Formen der Verbindung von Bild und geschriebenem oder gesprochenem Text. Kinder und Jugendliche kommunizieren täglich im privaten Bereich mit und über Bilder, sie veröffentlichen ihre eigenen Bilder online über Foren und vermehren dadurch aktiv die tägliche Bilderflut. Gerade in der Zeit von Postfaktizität und Emotionalisierung politischer Kommunikation kommt den Bildern eine besondere Rolle zu, wurden sie doch schon immer dazu verwendet, um Informationen anschaulicher und damit glaubhafter zu machen. Solch ein angeblicher „Beweischarakter” von Fotografien oder filmischen Bildern muss hinterfragt werden, nicht erst in Zeiten der umfassenden Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung. Produktive und rezeptive Bildkompetenzen stehen im Mittelpunkt des Kunstunterrichts. Deshalb widmet sich der Landesfachtag Kunst 2017 ausdrücklich dem produktiven und reflexiven Umgang mit Medienbildern im Kunstunterricht. Mit einem Workshop von Stefanie Johns ›unseen behind‹.

18.11.2017, 8.30-17 Uhr, Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf, 24837 Schleswig
Kontakt: Fachteam Kunst des IQSH // Prof. Dr. Ingrid Höpel, Landesfachberaterin, ihoepel@kunstgeschichte.uni-kiel.de

BEGRIFF —— PRAXIS

Die von Dr. Magdalena Eckes (Uni Siegen) und Daniela Gernand (Uni Siegen) veranstaltete Tagung versteht sich als Plattform für Annährungen an das ewigwährende Spannungsverhältnis von Begriff und Praxis, das innerhalb des Feldes der Kunstpädagogik/Kunstvermittlung immer wieder denkend und handelnd durchschritten werden muss. Mit einem Beitrag von Stefanie Johns:  bildempfinden // bildverständnis // bildpraktiken.

11.11.2017, 9.30-18 Uhr, Universität Siegen, Kunst Brauhaus, Zum Wildgehege 25, 57068 Siegen

SPRUNGBRETT // Förderseminar für Schülerinnen und Schüler

Bereits zum vierten Mal veranstalten die BDK-Landesverbände Schleswig‐Holstein und Hamburg ein gemeinsames Förderseminar für künstlerisch innovative Schülerinnen und Schüler. In diesem Jahr findet das SPRUNGBRETT am 3./4. November 2017 im Studiengang Illustration an der HAW Hamburg rund um den thematischen Schwerpunkt »Freiraum« statt.
Insgesamt nehmen 15 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Schleswig-Holstein teil. Für dieses Mal sind die Plätze schon vergeben. Genauere Infos zum Format (vielleicht ja im Hinblick auf Bewerbungen in den kommenden Jahren) finden Sie hier. Eine Veranstaltung von:

Tagung ImperfeKt in Hamburg

Intermedialität und Performativität in den Künstlerischen Therapien
Freitag 16.06.2017 bis Sonntag 18.6.2017
am Campus Arts and Change der MSH Medical School Hamburg
In Zusammenarbeit mit dem DFKGT – Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V.
Die Tagung „ImperfeKT“ wird von zwei benachbarten Hochschulen aus dem Norden ausgerichtet, der MSH Medical School Hamburg und der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg. An diesen Hochschulen sind kunsttherapeutische Studiengänge angesiedelt, die für zwei aktuelle Positionen im kunsttherapeutischen Diskurs stehen: Intermedialität und Performativität. Der Tagungstitel „ImperfeKT“ lenkt den Blick auf das im doppelten Sinne Imperfekte, das Vergängliche ebenso wie das Unvollendete. Damit wird das Ereignis- und Prozesshafte künstlerischen Tuns apostrophiert, in dem individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Veränderungsprozesse ihren Ausgang nehmen können.
Die Tagung knüpft an jüngeren Strömungen in der Ästhetik, den Medien-, Bild- und Kunstwissenschaften sowie der Kultursoziologie an, die Kunst als menschliche Praxis und Existenzaussage verstehen und sie als Mittel der Welterschließung begreifen. Die damit verbundenen theoretischen Entwürfe haben den Künstlerischen Therapien die Möglichkeit eröffnet, an Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst anzuknüpfen, die Intermedialität und Performativität als zentrale künstlerische Strategien nutzen.
Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler, Praktiker, Studierende und Interessierte und soll eine Plattform für einen transdisziplinären Diskurs zwischen Kunst, Medien-, Kunst- und Kulturwissenschaften, Philosophie und Soziologie bieten. Sie ist als eine Mischung aus Lecture Performances, Vorträgen, Open Space-Formaten und Workshops geplant.
Mehr Infos zum Programm
Darin: Prof. Dr. Andrea Sabisch: Visuelles Antworten