Kontingenz

Ungewissheit im (visuellen) Bildungsprozess

Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe

Zur Frage der Ungewissheit und Irritation im Bildungsprozess ist nun ein gemeinschaftlicher Artikel der Hamburger Forschungsgruppe »Ungewissheit« entstanden, indem es darum geht interdisziplinäre fachdidaktische Forschungen an die transformatorische Bildungstheorie anzuschließen und gleichzeitig eine fachspezifische wie übergreifende Diskussion anzuregen, die über pädagogische Normalisierungen und Habitualisierungen hinaus geht.
Vgl. Ingrid Bähr, Alexander Bechthold, Ulrich Gebhard, Claus Krieger, Britta Lübke, Malte Pfeiffer, Andrea Sabisch und Wolfgang Sting: Ungewissheit und Irritation im Bildungsprozess. Didaktische Forschungen im Fachkontext von Biologie, Theater, Kunst und Sport. In: Menthe, Jürgen; Höttecke, Dietmar; Zabka, Thomas; Hammann, Marcus; Rothgangel (Hg.): Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe. Beiträge der fachdidaktischen Forschung. Münster: Waxmann 2016. S. 41-69.

Symposium zur Ungewissheit im Bildungsprozess

UngewissheitDo, 4.02.2016 bis 6.02.2016,
Tagungsort: Warburghaus, Hellwigstrasse 116, 20249 Hamburg

Die Fähigkeit zu einem konstruktiven Umgang mit Ungewissheit wird nicht nur für die unausweichliche Erfahrung von Kontingenz und Differenz in unserer Gesellschaft zunehmend relevant, sondern stellt zudem einen wichtigen Aspekt in der Genese von Bildungsprozessen dar.
Im Rückgriff auf einen transformatorischen Bildungsbegriff und auf phänomenologische Ansätze zur Fremdheit werden Möglichkeiten gesehen, Ungewissheitssituationen als konstruktive Momente des Lehrens zu verstehen. Es wird davon ausgegangen, dass eine didaktische Konzeption von Fachunterricht im Sinne einer Durchbrechung institutioneller Routinen, des Verlangsamens schneller Deutungsprozesse, der Konfrontation mit Ungelöstem, Unfertigem usw. einen Möglichkeitsraum für bildungsrelevante Ungewissheitserfahrungen eröffnet.
Das Symposium trägt Werkstattcharakter und bietet einen breiten Raum zur fächerübergreifenden Diskussion einführender Vorträge sowie einer Reihe von Studien einer Gruppe von Fachdidaktikern der Universität Hamburg. In zwei Zeitfenstern sollen ergänzend Perspektiven weiterer Forschungsprojekte im Kontext von Ungewissheit in Form von Kurzbeiträgen in den Blick genommen werden.
Es ist das Anliegen des Symposiums, einerseits zu fragen, ob sich fächerübergreifende Phänomene im Handeln der Schüler*innen in Ungewissheitssituationen empirisch zeigen und theoretisch einordnen lassen; andererseits soll die Relevanz und mögliche Weiterentwicklung dieser Befunde für den Diskurs des Lehrens respektive der Lehrerprofessionalisierung erörtert werden.
Mit Vorträgen von Prof Dr. Andrea Sabisch und Ole Wollberg
Weitere Informationen sowie das Programm unter
http://online-dienste.verwaltung.uni-hamburg.de/projekte/veranstaltungen/uploads/mod/151217143651d.pdf