Kommunikation

Tagung »FLÜCHTIGE BILDER: AFFEKT // REPRÄSENTATION« vom 01.-03.12.2016

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Vom 1.- 3. Dezember 2016 findet im Warburg-Haus Hamburg die Tagung »Flüchtige Bilder: Affekt / Repräsentation« statt. Die trans- und interdisziplinäre Veranstaltung richten Jacobus Bracker (Archäologisches Institut, Universität Hamburg, Ann-Kathrin Hubrich (Graduiertenkolleg Geisteswissenschaften, Universität Hamburg) und Stefanie Johns (FuL, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg) aus.
Hier geht es zum Tagungsprogramm: http://www.bildkontexte.de/download/Fleeing_Images_2016.pdf
Die Präsenz von Fluchtbewegungen in der medialen Berichterstattung, die diverse Perspektiven auf die Flucht, ihre Ursachen und Folgen abbildet oder ausblendet, verweist auf das Evokations- und Affektionsvermögen der Bilder. In einer drastischen Steigerung der Warburg’schen Bilderwanderungen flüchten auch die Bilder selbst, sei es, dass sie die Flüchtenden begleiten, sei es, dass sie transmediale Fluchtwege vor einem propagandistischen Bildersturm einschlagen. Im Rahmen von Fluchtbewegungen entstand und entsteht zu allen Zeiten eine Fülle, eine schier unüberschaubare Masse an Bildern, die das Leid der Flüchtenden zu spiegeln suchen, die Fluchtwege nachzeichnen oder auf die Fluchtursachen verweisen wollen.
Idolatrische wie ikonoklastische Bildpraktiken spielen dabei eine erhebliche Rolle und deuten auf eine starke affektive Beteiligung der Akteur*innen. Affekte beeinflussen die Wahrnehmung, das phänomenale Bewusstsein, die Aufmerksamkeitslenkung und Bedeutungskonstruktionen und sie motivieren Handlungen und sind damit ein zentraler Faktor in einer als verkörpert verstandenen Wahrnehmung. Das außerordentliche Affekt- und Affizierungspotential der Bilder spielt unter anderem bei ihren Funktionen als Träger von Erinnerungen und Hoffnungen, bei Identitätskonstruktionen und bei ihrem strategischen bis manipulativen Einsatz in politischen Kommunikationsprozessen eine erhebliche Rolle.
Weitere Informationen zur Tagung gibt es hier: http://www.bildkontexte.de
Mit großzügiger Unterstützung des Instituts für Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraumes, des Kunstgeschichtlichen Seminars, des Fachbereichs Kulturwissenschaften, der Fakultät für Erziehungswissenschaft und des Programms #UHHhilft der Universität Hamburg sowie der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V. Landesgruppe Hamburg.

Tagung: Formate der Kunstvermittlung V: Kompetenz – Performanz – Resonanz

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Die Tagungsreihe „Formate der Kunstvermittlung“ des Instituts für Kunst, Musik und ihre Vermittlung an der Leuphana Universität Lüneburg soll im Mai 2016 in der 5. Ausgabe fortgesetzt werden. Anlass der Tagung ist die Notwendigkeit, dass die derzeit im Bildungssystem dominante Orientierung am Kompetenzbegriff um die Dimensionen Performanz und Resonanz erweitert werden sollten. Die Art und Weise, wie heute über Bildung gesprochen wird, ist durch die Kompetenzorientierung weitgehend von Faktoren des Outputs bestimmt. Dem entsprechend haben Begriffe wie „Bildungsstandard“, „Evaluation“, „Optimierung“ auf Wirklichkeiten geschaffen, die uns in einer bestimmten Art und Weise über Bildung nachdenken lässt und unser Handeln in Schule, Hochschule und anderen Institutionen zunehmend bestimmen.
Selbstverständlich sind im Fach Kunst immer auch Kompetenzen vermittelt worden, aber das Fach geht keineswegs darin auf. Schließlich haben wir es in der Kunst mit ereignishaften Besonderheiten sowie mit dem Unwahrscheinlichen tun, das weder in der Unterrichtsplanung, noch im messbaren Ergebnis aufgeht. Die kleinschrittige, letztlich auf Leistungskontrolle fixierte Kompetenzorientierung verfehlt gerade das, was Kunst und Bildung als zentrale Impulse für die menschliche Existenz auszeichnen. Deshalb soll den Dimensionen der Performanz und der Resonanz, die den besonderen Charakter der künstlerisch bildenden Arbeit kennzeichnen, im Rahmen der Tagung ein besonderes Gewicht verliehen werden. Welche Perspektiven werden sich als zentral für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Kunstvermittlung erweisen?

Vortragende: Prof. Dr. Carl-Peter Buschkühle (Gießen), Hans-Christian Dany (Hamburg), Dr. Inga Eremjan (Lübeck), Kerstin Hallmann (Hamburg/ Lüneburg), Almut Linde (Hamburg/ Lüneburg), Prof. Dr. Pierangelo Maset (Lüneburg), Prof. Dr. Maria Peters (Bremen), Dr. Manuel Zahn (Hamburg/ Braunschweig).
Termin: Donnerstag, den 2. Juni 2016, 10-18 Uhr
Ort:
Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Zeichensaal C 22.

Expedition Ästhetische Bildung: Vorwerkstift

Datum: 21.04.2016, 18:30 Uhr
Ort: Vorwerkstraße 21, 20357 Hamburg

Die 17. Expedition Ästhetische Bildung führt uns in das Künstlerhaus Vorwerkstift im Karoviertel. Zu Beginn wird uns die Künstlerin Amelie Zadeh das Haus vorstellen, bevor sie uns in die hauseigene Galerie zur Ausstellungseröffnung der Künstlerin Tintin Patrone begleitet und eine kleine Einführung in die Ausstellung gibt. Wir freuen uns auf die Einblicke und den Austausch rund um die Konzepte des Künstlerhauses, der Galerie und der Ausstellung! Eingeladen sind wie immer alle interessierten Studierenden, Referendar*innen, Lehrer*innen und außerschulische Kunstvermittler*innen zur gemeinsamen Diskussion und Austausch von möglichen Anregungen für die schulische Praxis.
Anmeldungen bitte bis zum 17.04.2016 an ole.wollberg@uni-hamburg.de. Wir bitten um einen Unkostenbeitrag von 4 € pro Person.

Neu: Bramkamp schreibt über Visuelle Animation

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Aus der Hamburger Ringvorlesung „Visuelle Animation“ im Wintersemester 2014 ist ein neues Heft in der Reihe der Kunstpädagogischen Positionen hervorgegangen. Martina Bramkamp: Visual Animation: Methods of Practice and Teaching. Heft 34. Alle Hefte finden Sie unter mbr.uni-koeln.de/kpp als Papierversion zur Bestellung oder als PDF zum kostenlosen Download.

HfbK Hamburg – Jahresausstellung 25-28/02

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Die traditionelle Jahresausstellung der HFBK, die jahrelang im Juli lag, findet seit 2015 bereits im Februar statt. Vier Tage lang präsentieren die Studierenden – vom Erstsemester bis zum Absolventen – ein breites Spektrum aktueller Arbeiten und Projekte aus den unterschiedlichen Studienschwerpunkten. Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen an der HFBK zu machen.
Weitere Informationen: http://www.hfbk-hamburg.de/jahresausstellung/

Jahresausstellung 2016
Eröffnung: Mittwoch, 24. Februar 2016, 19 Uhr
Ausstellung: 25.–28. Februar 2016
geöffnet täglich 14–20 Uhr

Öffentliche Führungen
täglich 15 und 18 Uhr
Treffpunkt vor der Aula

Führungen für Schulkinder (ohne Eltern)
Samstag und Sonntag 15 Uhr
Treffpunkt Kinderinsel vor der Mensa
Teilnahme kostenlos, ohne Anmeldung

Schüler-Informationstag
Samstag, 27. Februar 2016, 13 Uhr
Raum 229 (Hörsaal)

Expedition Ästhetische Bildung: Animation

Die 16. Expedition Ästhetische Bildung lädt wieder in die Räume der Forschungs- und Le[ ]rstelle Kunstpädagogik und visuelle Bildung der Universität Hamburg ein. In den vergangenen Semestern haben sich Studierende und Lehrende in Vorlesung und Seminar intensiv mit dem Thema Animation auseinander gesetzt. Organisiert von Sonja Andrykowski und Jasmin Böschen sollen die Gesprächsrunden erweitert werden und mit allen Interessierten über die Potenziale von Animationsfilm und filmnahen Animationspraxen für eine künstlerische Filmvermittlung reflektiert werden.
Am 18.01.2016 um 18 Uhr werden Sonja Andrykowski und Jasmin Böschen Beispiele aus der eigenen Animationspraxis und der schulischen Vermittlung präsentieren, die für die Anwesenden zum Anhaltspunkt für ein Gespräch dienen können.
Eingeladen sind alle interessierten Studierenden, Referendar_innen, Lehrer_innen und außerschulische Kunstvermittler_innen zur gemeinsamen Diskussion und Austausch von Anregungen für die schulische Praxis.
Anmeldungen bis zum 14.01.2016 an: ja.boeschen@googlemail.com
Eintritt: 4 €

Sagen und Zeigen. Exkursion nach Bamberg

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Anlässlich der Ausstellung »Sagen und Zeigen. Schrift in der Kunst« in der Stadtgalerie – Villa Dessauer in Bamberg fand ein studentischer Austausch zwischen Hamburger und Bamberger Kunststudierenden statt. Unter der Leitung der Kuratorin und Seminarleiterin in Bamberg, Notburga Karl und der Hamburger Professorin Andrea Sabisch fand eine anregende künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung statt, die in einem öffentlichen Symposion mündete.

4. kunstpädagogische Studierendentagung

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HOMO AUTONOMICUS – Was ist schlimmer als Freiheit? Kunst! − Unter diesem Titel findet vom 5.-8. November 2015 die 4. kunstpädagogische Studierendentagung in Siegen statt. Im Fokus der Tagung stehen die Freiheiten der Kunst und der Kunstvermittlung. Sowohl die Freiheit des Menschen als auch die der Kunst werden bis heute diskutiert, u. a. mit Kant, Adorno oder Beuys.
Studierende aus dem Feld der Kunstpädagogik wollen sich im Rahmen der Tagung 2015 gemeinsam mit Fragestellungen zum Verständnis von Freiheit und Vermittlung befassen. Wir diskutieren, wie frei die Kunst und die Kunstvermittlung wirklich sein müssen, um anschließend zu schauen, wie wir Freiräume nutzen, erweitern und vermitteln können.

Alle weiteren Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung mit einem Beitrag oder als Teilnehmer finden Sie auf der Tagungs-Website und auf facebook.

Tagung im Warburghaus

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Die Tagung »nachbilder [ ] vorbildern«, die im September im Warburg-Haus anlässlich des Ruhestands von Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Meyer, Prof. Dr. Andrea Sabisch, Dr. Manuel Zahn udn Ole Wollberg stattfand, war ein dichtes dialogisches und kollektives Reflektieren über das neue Buch von »Bildung vor Bildern«. Eine weiterführende Publikation ist in Planung.

Save the date: nachbild[ ]vorbildern

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Tagung anlässlich der Emeritierung von Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini
17.-19.9.2015, Warburg-Haus Hamburg

In der Bildenden Kunst haben sich die Menschen im Laufe ihrer Geschichte in je historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als einen Forschungsbereich zur Verfassung und Beschreibung des individuellen Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen, auch dem Bild her bestimmt. Die künstlerischen Arbeiten werden in dieser Perspektive nach ihren möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihrer Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge auch zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Die künstlerischen Arbeiten werden in dieser Perspektive nach ihren möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihrer Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge auch zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogische Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und anderen Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das Buch „Bildung vor Bildern“, das September 2015 im Transcript-Verlag erscheinen wird, zeugt davon. (mehr …)