Lehre

Lehrer-Performances

Lehrer-Performances. Spiel/Film-Beispiele zeigt

Blackboard Jungle
Präsentation und Diskussion des Films mit Andrea Sabisch und Manuel Zahn

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Zeit: Donnerstag, 12. Juni 18.00 Uhr
Ort: Rm 504, VMP 8

Der idealistische Englischlehrer und Kriegsveteran Dadier nimmt eine Stelle an einer New Yorker High School an. Dort erfährt er vom ersten Tag an eine Mischung aus institutioneller und individueller Gewalt, der er sich zu stellen versucht.
Wir möchten mit Brookes Film der Frage nachgehen, wo die Ursachen dieser gewalttätigen Formen liegen: in den Spannungen zwischen den Ethnien, den Geschlechtern, den Generationen mit ihren unterschiedlichen kulturellen Praktiken oder in der sprachlosen bis zynischen Abwendung der älteren Generation von der ihr nachfolgenden, wie es der Film an einigen Stellen nahe zu legen scheint. Wie entsteht Gewalt? Und welche Möglichkeiten ihrer Bändigung stehen der Institution Schule zur Verfügung?

Flyer

Programm Ringvorlesung „Kunstpädagogische Positionen“

Mo 16:15 – 17:45 Uhr
VMP 8 R 504

Veranstalter: Dr. Andrea Sabisch, Prof. Dr. Torsten Meyer, Prof. Dr. Wolfgang Legler

Thema: „Bilder-Bildung“

Bilder bilden. Bilder generieren, organisieren, visualisieren, symbolisieren Wissen. Sie sind Instrumente der Erkenntnis. Bilder machen sichtbar, überhaupt geistig fassbar. Bildung ohne Bilder bildet nicht! Bilder ohne Bildung aber sind gefährlich: Es kann zu Bilderflut und Bilderfurcht kommen, zu Bilderstreit, gar Bilderverbot. Bilder sind nicht Ab-Bilder, nicht Re-Produktionen, nicht Wieder-Gaben. Bilder sind Phantome der Sichtbarkeit. Bilder gibt es, solange es Menschen gibt, die um ihren Tod wissen. Was immer sie darstellen, sie sind etwas anderes als das, was sie darstellen. Was ist ein Bild? Was bilden Bilder? Wie bilden Bilder? Welche Bilder bilden? Welche nicht? Was verstehen wir unter „Bild“, wenn wir Bilder zum typischen Gegenstand von Kunst-Pädagogik machen?

14.4.08 Prof. Dr. Hubert Sowa, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Was heißt: „Sich ein Bild machen?“ Überlegungen im Rahmen einer bildpraktischen Kunstdidaktik.

Das Anfertigen von Bildern ist – unabhängig von kunstdidaktischen Positionen – noch immer ein Basismoment kunstpädagogischer Praxis. Ist es das wirklich? Im Schreiben des Satzes kommen mir Zweifel. Was etwa heißt „noch immer“, wenn eine in manchen heutigen Konzepten gepflegte „Offenheit“ künstlerisch-ästhetischer Praxis sich gerade dem Bild zu entziehen sucht? Ist das Bildermachen heute vielleicht gar ein (kunst-)geschichtlicher Rückfall? Der Vortrag vertieft sich in diese Fragen und wirft aufklärende Blicke in die Begründung und in die Realität kunstpädagogischer Bildprozesse.

28.4.08 Prof. Dr. Kunibert Bering, Kunstakademie Düsseldorf

Visuelle Kompetenz

In der aktuellen Diskussion geht es intensiv um die Rolle des Bildes in der Zeit nach der Postmoderne. Man steht der „Bilderflut“ durchaus nicht mehr skeptisch gegenüber, vielmehr erweist sie sich als integraler Bestandteil heutiger Lebensformen. Kommunikative Handlungen vollziehen sich in zunehmender Weise über optisch wahrnehmbare Zeichen.
Wie kann sich das Fach Kunst als das einzige Schulfach, in dem Bilder und der gestalterische sowie reflexive Umgang mit ihnen im Mittelpunkt stehen, diesen Herausforderungen stellen? Wie kann Kunstunterricht Kompetenzen zur Orientierung in einer bildgeprägten Kultur vermitteln?

19.5.08 Prof. Dr. Johannes Bilstein, Folkwang Hochschule Essen

Der arme Christopherus

Der Abstand bzw. Riss zwischen dem Bild und dem Abgebildeten ist seit der Antike eines der zentralen Probleme einer jeden Theorie des Bildes. Die Besonderen – theoretischen und praktischen – Probleme von Kunstpädagogik kann man vor diesem Hintergrund als Probleme des Umganges mit diesem Riss beschreiben. Wie also – darum soll es in diesem Vortrag gehen – kann ein kunstpädagogisch sinnvoller Umgang mit der ikonischen Differenz aussehen?

2.6.08 Prof. Dr. Doris Schumacher-Chilla, Universität zu Köln

Indifferenz und Wiederholung. Leben mit Bildern

Ausgehend vom Status der Bilder werden ästhetische Erfahrung und Kunst als unmäßiges Maß verstanden. Im Übergang zur biografischen Lebens-Form vollzieht sich die jeweilig individuelle Präsenz von Bild, Imagination und Intuition als plurales performatives und reflexives Geschehen, das als Erfindung von Welt und Selbst zu verstehen ist, aber keinerlei Sicherheit verbürgt.

16.6.08 Prof. Dr. Birgit Richard, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/M.

New Visual Youth Culture. Jugendliche Medienbilder im Web 2.0

Der Videohoster YouTube als primär von Jugendlichen genutztes Medium (Frankfurter Studie) zeigt am deutlichsten, wie fluide Kommunikation über Bilder funktioniert und dass hierbei manchmal sogar Kunst entstehen kann. Dabei dienen alle diese neu entstandenen Clipformen meist nur einem Ziel: sich anderen mitzuteilen, mit ihnen zu kommunizieren und die Illusion zu bedienen, dass es hier Einblicke in die Leben der Anderen gibt, um sich daran für das eigene Selbstbild zu orientieren. Die Präsentation stellt die in einer eigenen wissenschaftlichen Studie herausgearbeiteten Analyseschemata und Typologien vor, die man bei YouTube findet und navigiert durch die Clipsorten EgoClips, Skillz Clips, Art Clips, Response Clips, FanClips. Anhand von ausgewählten Beispielen jugendlicher YouTube Favorites sollen vor allem eigenständige jugendliche Medienpraxen vorgestellt werden, in denen die Jugendlichen autonome Formen entwickeln, die sie oft zu Medienmeistern im handwerklichen Sinne machen.

30.6.08 Dr. Eva Sturm, Berlin

Überraschende Bilder. Arbeiten mit dem, was sich zeigt in kunstpädagogischen bzw. Kunstvermittlungs-Zusammenhängen. Oder: Wiederholung und Differenz in der Bildungsarbeit.

Wer Bildungssituationen im Zusammenhang mit Kunst und innerhalb des gleichnamigen Faches realisieren will, plant. Danach findet etwas statt. Überraschendes taucht auf, Bilder, auch Bilder von etwas müssen korrigiert werden. Anhand von Beispielen aus der Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen soll der These nachgegangen werden, warum gerade dies die Stärke des Faches bzw. des Bezugsfeldes Kunst in der Bildungsarbeit ist.

Im 14-täglichen Wechsel definieren verschiedene Vertreter des Fachs ihre kunstpädagogischen Positionen anhand des dem kunstpädagogischen Denken und Tun unterstellten Bild-Begriffs. In den Terminen dazwischen wird vor- und nachbereitend mit Hintergrund- und Basisliteratur gearbeitet. Die Vorlesungstermine sind öffentlich, die zwischenliegenden Termine sind Studierenden der Fachdidaktik und des Lernbereichs Kunst vorbehalten.

Scheinerwerb ist möglich durch Referat inkl. schriftlicher Ausarbeitung oder durch mündliche Gruppenprüfung am Ende des Semesters.

Vorankündigung Ringvorlesung „Bilder-Bildung“

Die Ringvorlesung „Kunstpädagogische Positionen“ im Sommersemester (Mo, 16-18 Uhr) ist in Planung. Zugesagt haben jetzt folgende ReferentInnen:

14.4.08: Prof. Dr. Hubert Sowa, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
28.4.08: Prof. Dr. Kunibert Bering, Kunstakademie Düsseldorf
19.5.08: Prof. Dr. Johannes Bilstein, Folkwang Hochschule Essen
2.6.08: Prof. Dr. Doris Schumacher-Chilla, Universität zu Köln
16.6.08: Prof. Dr. Birgit Richard, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/M.
30.6.08: Dr. Eva Sturm, Berlin

Thematisch wird es gehen um: „Bilder-Bildung“

Bilder bilden. Bilder generieren, organisieren, visualisieren, symbolisieren Wissen. Sie sind Instrumente der Erkenntnis. Bilder machen sichtbar, überhaupt geistig fassbar. Bildung ohne Bilder bildet nicht! Bilder ohne Bildung aber sind gefährlich: Es kann zu Bilderflut und Bilderfurcht kommen, zu Bilderstreit, gar Bilderverbot. Bilder sind nicht Ab-Bilder, nicht Re-Produktionen, nicht Wieder-Gaben. Bilder sind Phantome der Sichtbarkeit. Bilder gibt es, solange es Menschen gibt, die um ihren Tod wissen. Was immer sie darstellen, sie sind etwas anderes als das, was sie darstellen. Was ist ein Bild? Was bilden Bilder? Wie bilden Bilder? Welche Bilder bilden? Welche nicht? Was verstehen wir unter „Bild“, wenn wir Bilder zum typischen Gegenstand von Kunst-Pädagogik machen?

Im 14-täglichen Wechsel definieren verschiedene Vertreter des Fachs ihre kunstpädagogischen Positionen anhand des dem kunstpädagogischen Denken und Tun unterstellten Bild-Begriffs. In den Terminen dazwischen wird vor- und nachbereitend mit Hintergrund- und Basisliteratur gearbeitet. Die Vorlesungstermine sind öffentlich, die zwischenliegenden Termine sind Studierenden der Fachdidaktik und des Lernbereichs Kunst vorbehalten.

Scheinerwerb ist möglich durch Referat inkl. schriftlicher Ausarbeitung oder durch mündliche Gruppenprüfung am Ende des Semesters.