Publikation

Ausstellung Künstlerische Experimente

Experimente in Buch, Film und Raum

Ausstellung Lernbereich Bildende Kunst

Die diesjährige Ausstellung des Lernbereichs Bildende Kunst findet am 31.10.2012 um 19.30 Uhr im Foyer des Von-Melle-Park 8 statt. Hier werden Werke präsentiert und kommentiert, die in den parallelen Werkstattseminaren von Evelyn May, Dr. Manuel Zahn und Prof. Dr. Andrea Sabisch entstanden. Die verschiedenen medialen, materiellen und performativen Arbeiten beziehen sich auf die Erfahrungsbereiche Buch, Film und Raum.

Neues Buch über Kunst, Pädagogik und Partizipation

revisit lautet der Titel des soeben erschienenen zweiten Bandes der Reihe „Kunst Pädagogik Partizipation“, die den Gesamtprozess des Buko12 (Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-2012) repräsentiert. Er betont das erneute Überdenken und exemplarische Weiterentwickeln kunstpädagogischen Lehrens und Lernens mit dem Fokus auf vier kunstpädagogische Handlungsfeldern: Expeditionen Ästhetische Bildung, Partizipatorische Kunstpädagogik in der Grundschule, Sozialraumorientierung im Ganztag, Interkultur – Globalität – Diversity.
Darin: Sabisch, Andrea: Über Expeditionen als Kooperationsform in der Lehrerbildung.
In: Brenne, Andreas / Sabisch, Andrea / Schnurr, Ansgar (Hg.): revisit. Kunstpädagogische Handlungsfelder. Schriftenreihe Kunst Pädagogik Partizipation: Buch 02. München: kopaed 2012. S. 57-64. Weitere Informationen finden Sie hier.

shift in art education

Das erste Buch der Initiative zum Bundeskongress 2010-2012 ist erschienen. Es heißt „Shift- Wandel, Wechsel, Verschiebung, Verlagerung, Veränderung“ und behauptet einen Wandel der kunstpädagogischen Rahmenbedingungen mit Blick auf drei große Schlagworte: #Globalisierung #Medienkulturen und #Aktuelle Kunst. Ausgehend von Arbeitsprozessen aus vier Arbeitsgruppem entstand ein interessanter Sammelband, der versucht partizipartorische Formen, Themen und Fragen in eine entsrechende Buchform zu übersetzen. Sehr unterschiedliche Textformen, vom Statement über Tagungsberichte, Essays bis hin zu kleinen „Lexikoneinträgen“, machen dies Buch nicht nur unterhaltsam, sondern auch anregend für weiterführende Diskussionen in der Lehre oder auf dem Bundeskongress im Oktober.

 

 

Implizite Erfahrungsräume

Ausgehend von der Tagung „Tacit Dimensions of Pedagogy“ in Berlin 2011 hat sich seither ein internationales Forschungsteam mit Fragen der impliziten Erfahrungen im pädagogischen Kontext auseinandergesetzt. Nun haben Bosse Bergstedt, Anne Herbert, Anja Kraus und Christoph Wulf das gleichnamige Buch herausgegeben, das man als Gegenentwurf zur allzu messbarkeitsorientierten empirischen Bildungsforschung lesen kann. In meinem Beitrag geht es um „Tacit Knowledge in Aesthetics“.

Relaunch der Heftreihe „Kunstpädagogische Positionen“

„Was lange währt, wird endlich gut!“, sagt man manchmal – und ich denke, dass diese sprichtwörtliche Rede in Bezug auf die neuen Hefte der „Kunstpädagogischen Positionen“ trifft.

Nach langen Verhandlungen über Layout, Heftgröße, Preis und den damit verbundenen Versuchen mit verschiedenen Druckereien und Distributionsformen geht nun (endlich) die Neuauflage der Reihe „Kunstpädagogische Positionen“ an den Start. Zu den schon bekannten blauen Heften aus Hamburg, gesellen sich jetzt und zukünftig grüne Hefte (wie oben zu sehen) aus Oldenburg und rote Hefte aus Köln, entsprechend den Standorten der drei neuen Reihenherausgeber Andrea Sabisch, Eva Sturm und Torsten Meyer.

Mit dem Relaunch der Reihe haben die Herausgeber auch ein leicht verändertes Editorial verfasst, das die Ziele der Reihe in ihrer jetzigen Form folgendermaßen beschreibt:

„Gegenwärtig tritt die Koppelung von Kunst & Pädagogik, Kunstpädagogik, weniger durch systematische Gesamtentwürfe in Erscheinung, als durch eine Vielzahl unterschiedlicher Positionen, die aufeinander und auf die Geschichte des Faches unterschiedlich Bezug nehmen. Wir versuchen dieser Situation eine Darstellungsform zu geben.

Wir setzen die in Hamburg begonnene Reihe fort mit kleinen Publikationen, in der Regel von Vorträgen, die im Arbeitsbereich Ästhetische Bildung der Universität Hamburg (blaue Hefte), dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln (rote Hefte) und dem Arbeitsbereich Kunst-Vermittlung- Bildung der Universität Oldenburg (grüne Hefte) gehalten wurden.

Im Rahmen der Bildung und Ausbildung von Studentinnen und Studenten im Bereich der Koppelung von Kunst & Pädagogik als Unterricht, Vermittlung oder Bildung wollen wir Positionen zur Kenntnis bringen, die das Lehren, Lernen und die bildenden Effekte der Kunst konturieren helfen.“

Torsten Meyer und seine Kölner Mitarbeiter haben dankenswerterweise einen Online-Shop eingerichtet, in dem man nun sowohl die Hefte aus Hamburg, Köln und Oldenburg kaufen (Papier) als auch downloaden (PDF) kann.

Neu in der Reihe erschienen sind zwei Vorträge aus Oldenburg, die dort im Rahmen der Ringvorlesung „Kunstpädagogische Positionen“ im WiSe 2009/10 gehalten wurden:

Maike Aden; Maria Peters: “Standart”. Möglichkeiten, Grenzen und die produktive Erweiterung kompetenzorientierter Standards in performativen Prozessen der Kunstpädagogik, Kunstpädagogische Positionen 22, (hgg. von Alexander Henschel, Eva Sturm, Manuel Zahn) Oldenburg 2011

Bernhard Balkenhol: in Kunst, um Kunst und um Kunst herum. Kunstpädagogische Positionen 23, (hgg. von Alexander Henschel, Eva Sturm, Manuel Zahn) Oldenburg 2012

Weitere Hefte aus Oldenburg mit Vorträgen von Karl-Josef Pazzini, Christine Heil, Helmut Hartwig und Pierangelo Maset folgen bald. Es lohnt sich also, in kurzen Abständen in den oben genannten Shop reinzuschauen.

Tagung Subjekt, Medium und Bildung

In der Universität zu Köln findet vom 22.-24.03.2012 eine Tagung zum Thema „Subjekt Medium Bildung“ statt, die von Torsten Meyer und Benjamin Jörissen in Kooperation mit der wissenschaftlichen Sozietät Kunst, Medien, Bildung und dem Theorieforum Medienpädagogik veranstaltet wird.

Das Tagungsvorhaben befasst sich mit dem zunehmend offensichtlicher werdenden Missmatch von wesentlich auf das 18./19. Jahrhundert zurückgehenden theoretischen Konzeptionen von Bildung, die diese als ein auf das Subjekt als Individuum (und das Individuum als Subjekt) bezogenes Phänomen denken, und den wesentlich auf kollaborativen und netzwerkförmigen sozio-technischen Prozessen beruhenden Bildungs-Praktiken in globalen, digitalen Kommunikationsnetzen.

Veränderte Medialität führt zu veränderter Subjektivität: diese mediologische These im Schnittfeld von Medien- und Bildungsgeschichte(n) soll im Zentrum der Tagung stehen. Nichts ist so gravierend für das Selbst-Verständnis einer Gesellschaft wie die geschäftsführenden Verbreitungsmedien (Luhmann). So war das Buch nicht nur in metaphorischem Sinn das bevorzugte Behältnis der großen Erzählungen. Mit der massenhaften Reproduktion des druckbaren Wissens nahm auch die Erzählung von der „Bildung des Menschen“ (Humboldt) als Bücher lesendes Individuum ihren Lauf. Und auch der Individualisierungsschub, den die Erfindung der Zentralperspektive als Abbildungstechnologie, Symbolische Form (Panofsky) und als imaginäre Struktur ausgelöst hat, war der Entstehung des wohl definierten und autonomen, bürgerlichen Subjekts mehr als zuträglich. Sind es aber die Strukturaspekte gesellschaftlicher Leitmedien, in denen Subjektivität entsteht und geformt wird, muss diese im Kontext radikaler Leitmedienwechsel immer wieder hinterfragt werden.

In der „informatisierten Gesellschaft“ – nun in der Version 2.0 – verliert das alte Prinzip, wonach der Wissenserwerb unauflösbar mit der Bildung des Geistes und der Person verbunden ist, an Bedeutung. Wissen wird zu etwas Äußerlichem, das nicht mehr in, sondern zwischen Köpfen gedacht wird. Es beginnt sich eine neue Form des Verhältnisses zum Wissen zu etablieren, die mit Subjekt-Wissen, Mensch-Wissen, Buch-Wissen, Bibliotheks-Wissen und Schul-Wissen nur noch marginal zu tun hat: Das Subjekt von Bildungsprozessen unter den Bedingungen globaler Vernetzung muss – anders als wir es bislang den bildungstheoretischen Traditionen entsprechend zu denken gewohnt sind – möglicherweise auf das „lernende Netz“ und die sich darin bildenden Communities bezogen werden gedacht werden. In der Folge von „Communities of Practice“ (Wenger) und „Communities of Project“ (Faßler), von „lernenden Gemeinschaften“ und deren „kollektiver Intelligenz“ (Levy) verliert das Individuum als erkenntnistheoretisches Paradigma an Exklusivität zugunsten des Wissen schaffenden Projekts und der sich darum bildenden Community: Mit den Erzählungen von der Aufklärung und der Emanzipation, der Idee vom Fortschritt, dem Diskurs der Wahrheit und der Vorstellung vom Wissen schaffenden Subjekt als kartesischem cogito hat das immer weniger zu tun.

Zum Programm

Forschung zur visuellen Bildung

Unter dem Titel „Kinder sprechen über Bilderbücher – Forschung zur visuellen Bildung“ hält Andrea Sabisch morgen um 19 Uhr in der Reihe mitReden! einen Vortrag im Hamburger Kinderbuchhaus im Museum Altona. Er handelt davon, dass Visuelle Bildung mehr ist, als ein „Lesen“ von Bildern oder ein wiederentdeckendes Sehen. Vielmehr beginnt visuelle Bildung mit einem individuellen Aufmerksamwerden auf etwas, mit einem Staunen oder einer Fremdheit. Aber wie kann man dieses Aufmerksamwerden erforschen? Wie kann man ein bildendes Sehen durch Bilderbücher hervorrufen? Welche Bilderbücher eröffnen Kindern die Möglichkeit des visuellen Staunens? Wie hängen Sehen und Denken, Bild und Sprache zusammen? Und wie erzeugen Bilder Sinn?

Art EduCamp Köln

An diesem Wochenende findet im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik ein Art EduCamp in Köln statt. Das ArtEduCamp folgt der Tradition der sogenannten BarCamps und lässt als offene, hierarchiearme Tagungsform insbesondere junge Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen – Studierende, Referendare und Nachwuchswissenschaftler (aber selbstverständlich nicht nur diese!) – mit ihren Fragen, Visionen und kulturellen Horizonten zu Wort kommen und am Gesamtprozess Buko12 nachhaltig partizipieren. Mehr

Neue online Zeitschrift Kunst Medien Bildung | ZKMB

Die online Zeitschrift Kunst Medien Bildung zkmb ist ein interdisziplinäres e-Journal, das wissenschaftliche Forschung zwischen Kunst, Medien und Bildung transparent und forschungsnah publiziert und durch ein partizipatives „open-peer-review“-Verfahren in Forschungsdiskursen vernetzt. Ziel des Zeitschriftenprojekts ist es, den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
Wissenschaftliches Denken und Arbeiten zwischen Kunst, Medien und Bildung wird vielfach durch starke Einzelpositionen geprägt, die vorwiegend auf pädagogischen Tagungen und in daraus resultierenden Printversionen veröffentlicht werden. Für produktive Forschungs-Schnittstellen, die einzelne Forschungen in angemessener Vertiefung aufgreift, weiterdenkt und auch interdisziplinär verknüpft, fehlt jedoch ein institutionalisierter Rahmen. Hier setzt die zkmb an und bietet die Möglichkeit, Forschungsergebnisse zwischen Kunst, Medien und Bildung in einem wissenschaftlichen Rahmen darzustellen und in Form kommentierender „Reviews“ weiterzudenken, zu kontrastieren oder zu kommentieren. Als „open access“ e-Journal ist die zkmb ohne Gebühren oder Zugangsbeschränkung frei zugänglich.
Die zkmb erscheint nicht in festen Ausgaben, sondern veröffentlicht die Texte in den verschiedenen Rubriken sukzessive.
Auf der Homepage zkmb ist ein Newsletterverteiler angelegt, der über neu erschienene „Texte im Diskurs“, „Reviews“ und „Publikationen“ informiert. Wenn Sie diese Information erhalten möchten, bitten wir darum, den Newsletter zu abonnieren. Herausgegeben wird die zkmb im Auftrag der „Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V.“ von Ansgar Schnurr (Dortmund), Andreas Brenne (Kassel), Christine Heil (Mainz) und Torsten Meyer (Köln).