Publikation

Forschung zur visuellen Bildung

Unter dem Titel „Kinder sprechen über Bilderbücher – Forschung zur visuellen Bildung“ hält Andrea Sabisch morgen um 19 Uhr in der Reihe mitReden! einen Vortrag im Hamburger Kinderbuchhaus im Museum Altona. Er handelt davon, dass Visuelle Bildung mehr ist, als ein „Lesen“ von Bildern oder ein wiederentdeckendes Sehen. Vielmehr beginnt visuelle Bildung mit einem individuellen Aufmerksamwerden auf etwas, mit einem Staunen oder einer Fremdheit. Aber wie kann man dieses Aufmerksamwerden erforschen? Wie kann man ein bildendes Sehen durch Bilderbücher hervorrufen? Welche Bilderbücher eröffnen Kindern die Möglichkeit des visuellen Staunens? Wie hängen Sehen und Denken, Bild und Sprache zusammen? Und wie erzeugen Bilder Sinn?

Art EduCamp Köln

An diesem Wochenende findet im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik ein Art EduCamp in Köln statt. Das ArtEduCamp folgt der Tradition der sogenannten BarCamps und lässt als offene, hierarchiearme Tagungsform insbesondere junge Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen – Studierende, Referendare und Nachwuchswissenschaftler (aber selbstverständlich nicht nur diese!) – mit ihren Fragen, Visionen und kulturellen Horizonten zu Wort kommen und am Gesamtprozess Buko12 nachhaltig partizipieren. Mehr

Neue online Zeitschrift Kunst Medien Bildung | ZKMB

Die online Zeitschrift Kunst Medien Bildung zkmb ist ein interdisziplinäres e-Journal, das wissenschaftliche Forschung zwischen Kunst, Medien und Bildung transparent und forschungsnah publiziert und durch ein partizipatives „open-peer-review“-Verfahren in Forschungsdiskursen vernetzt. Ziel des Zeitschriftenprojekts ist es, den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
Wissenschaftliches Denken und Arbeiten zwischen Kunst, Medien und Bildung wird vielfach durch starke Einzelpositionen geprägt, die vorwiegend auf pädagogischen Tagungen und in daraus resultierenden Printversionen veröffentlicht werden. Für produktive Forschungs-Schnittstellen, die einzelne Forschungen in angemessener Vertiefung aufgreift, weiterdenkt und auch interdisziplinär verknüpft, fehlt jedoch ein institutionalisierter Rahmen. Hier setzt die zkmb an und bietet die Möglichkeit, Forschungsergebnisse zwischen Kunst, Medien und Bildung in einem wissenschaftlichen Rahmen darzustellen und in Form kommentierender „Reviews“ weiterzudenken, zu kontrastieren oder zu kommentieren. Als „open access“ e-Journal ist die zkmb ohne Gebühren oder Zugangsbeschränkung frei zugänglich.
Die zkmb erscheint nicht in festen Ausgaben, sondern veröffentlicht die Texte in den verschiedenen Rubriken sukzessive.
Auf der Homepage zkmb ist ein Newsletterverteiler angelegt, der über neu erschienene „Texte im Diskurs“, „Reviews“ und „Publikationen“ informiert. Wenn Sie diese Information erhalten möchten, bitten wir darum, den Newsletter zu abonnieren. Herausgegeben wird die zkmb im Auftrag der „Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V.“ von Ansgar Schnurr (Dortmund), Andreas Brenne (Kassel), Christine Heil (Mainz) und Torsten Meyer (Köln).

Podiumsdiskussion zu »Wunder und Erkenntnis«

Die Deichtorhallen Hamburg widmen sich im Herbst mit einer großen Ausstellung den Wundern in Kunst, Wissenschaft, Technik und Religion, die von der Universität Hamburg mit einer interdisziplinären Ringvorlesung „Wunder in Kunst und Pädagogik“ der Universität Hamburg begleitet wird. Die Podiumsdiskussion bei Körber kann man als Auftakt für einen Austausch über Erkenntnis und deren Grenzen verstehen. Es diskutieren der Ausstellungsmacher Daniel Tyradellis, die Theaterleiterin Sybille Peters, Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg, und Karin Harrasser, Kunsthochschule für Medien, Köln, über die Frage, wel che Rolle das Unerklärbare und das Sich-Wundern für Erkenntnisprozesse und das Lernen spielen.
Wo? KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg. Sie erreichen das KörberForum – Kehrwieder 12 mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).
Wann? 29.09.2011, 19 Uhr mit Anmeldung

Eine andere Empirie

In den »Lehr-Performances – Filmische Inszenierungen des Lehrens« thematisieren Manuel Zahn und Karl-Josef Pazzini als Herausgeber das Lehren als bislang unbekanntes, komplexes, nachhaltiges und wenig erforschtes Beziehungsgeflecht. Ausgehend von einer interdisziplinären Ringvorlesung an der Universität Hamburg entstand ein Buch, welches für bildungs-, kultur- und medienwissenschaftliche Kontexte höchst aktuell und interessant ist. Die Einzelbeiträge erforschen das Lehren als performatives Phänomen, welches nicht 1:1 in Lernprozesse übersetzbar ist, sondern längerfristig, mehrdimensional und interdisziplinär gedacht werden muss. Anhand von Filmen, wie »Die Welle«, »Das fliegende Klassenzimmer«, »Le Fils«, »L`Enfant sauvage«, »Der Club der toten Dichter«, »Entre le murs«, »Blackboards«, »Mona Lisas Lächeln«, »Monsieur Mathieu«, »The Wire«, »Das weiße Band« untersuchen de Autoren verschiedener Disziplinen nicht nur die filmische Darstellungen im Hinblick auf Facetten des Lehrens, sondern begreifen die Filme als eine andere Form der Empirie: Eine Empirie, die die Konstruiertheit und Fiktionalität ihrer Daten ernst nimmt.

Achtes kunstpädagogisches Forschungskolloquium in Loccum

Das achte kunstpädagogische Forschungskolloquium an der Evangelischen Akademie Loccum findet zum Thema »Kunst – Sprache – Vermittlung – Beschreibungen von kunstpädagogischen Prozessen« vom 2.-4. September 2011 unter der Leitung von Kerstin Asmussen, Katja Helpensteller, Gila Kolb und Evelyn May statt. Die Sprache ist für die kunstpädagogische Forschung in doppeltem Sinne bedeutsam: Zum einen in der Begegnung mit Kunst und ästhetischen Prozessen in Situationen der Kunstvermittlung, zum anderen in der Forschung darüber und der damit verbundenen Aufgabe der Dokumentation, Auswertung und Präsentation der Ergebnisse. Als zentrales Instrument der Verständigung dient Sprache im Kunstunterricht und in der Kunstvermittlung etwa der Reflexion von eigenen ästhetischen Arbeiten, dem Feedback seitens der Lehrenden und Lernenden und der Rezeption von Kunstwerken, indem individuelle Perspektiven und Sichtweisen verbalisiert werden. Doch lassen sich ästhetische Erfahrungen und subjektive Wahrnehmungen in ihrer Gänze verbal erfassen? Gottfried Boehm etwa lehnt eine Übersetzbarkeit von Bildern in verbale Sprache ab; Ursula Brandstätter betont die Unübersetzbarkeit der ästhetischen Erfahrung in Begriffe (vgl. Lange 2010). Doch im Forschungskontext ist Sprache ein primäres Medium, um ästhetische Prozesse zu beschreiben: Schülerinnen und Schüler oder andere Personen im Forschungsfeld reflektieren ihr Tun, die Forschende wiederum beobachten, stellen Fragen, analysieren und interpretieren. Dabei bewegen sich Forschende im weiten Feld einerseits mit der eigenen Argumentation zu überzeugen zu müssen und andererseits für die Lesenden ansprechend zu erzählen (vgl. Reichertz, Soeffner 1994, S. 310).
Im Rahmen des diesjährigen Kolloquiums soll beleuchtet werden, ob und inwiefern gerade in der kunstpädagogischen Forschung ein besonderes Potential für mehrdimensionale Übersetzungsstrategien aus der Kunst heraus besteht oder bereits praktiziert wird. Welche Strategien verfolgt der wissenschaftliche Nachwuchs, um kunstpädagogische Prozesse zu beschreiben? Ziel ist es ein Nachdenken über das Verhältnis von Sprache, Kunst, Kunst-vermittlung und kunstpädagogischer Forschungspraxis anzuregen. Dr. des. Rahel Ziethen (Universität Hildesheim) wird das Kolloquium dazu mit einem impulsgebenden Beitrag bereichern. Näheres hier

Expedition Ästhetische Bildung 02

Im Rahmen des kunstpädagogischen Bundeskongresses 2010-2012 laden Andrea Sabisch (Universität Hamburg), Ansgar Schnurr und Rudi Preuss (TU Dortmund) in Hamburg und Nordrhein-Westfalen von 2011 bis 2012 zu verschiedenen institutionsübergreifenden Expeditionen ein, bei denen Studierende, Referendare, Museumspädagog/inn/en und Hochschullehrer/innen gemeinsam über Formen und Möglichkeiten ästhetischer Bildung reflektieren.
Die erste Hamburger Expedition Ästhetische Bildung in die Rahlstedter integrative Regelschule Potsdamer Straße war eine Entdeckungsreise zum Kunstunterricht von Christina Harms. In einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe der Klassenstufen 1-3 beobachteten zehn Kolleginnen aus Museum, Schule, Hochschule und Theater, wie Kinder Ideen für die Gestaltung von selbst entworfenen Möbelstücken zeichnerisch entwarfen, diese in Kleingruppen konzeptionell und praktisch entwickelten und besprachen. Nach dem vielschichtigen Einblick in singuläre und kollektive ästhetische Prozesse im Unterricht entstand unter den Expeditionsteilnehmerinnen ein kollegialer Dialog, der die Schwierigkeiten und Gelingensbedingungen von kunstpädagogischer Lehre in jahrgangsübergreifenden Gruppen thematisierte.

Neuerscheinung Kunst und Kulturwissenschaft

Doris Schuhmacher-Chilla, Nadia Ismail, Elke Kania (Hgg.)
Image und Imagination
Transformationen der Sichtbarkeit in der bildenden Kunst
(Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart, herausgegeben von Doris Schuhmacher-Chilla, Bd. 4)
1. Auflage 2011, 340 Seiten mit 30 farbigen und 85 schwarzweißen Abb.,
Broschur 14 x 21 cm, ISBN 978-3-89896-442-5, 27,50 Euro, 47,00 sFr
Bestellungen werden vom Verlag zur Auslieferung unmittelbar nach Erscheinen vorgemerkt

Image erfordert Imagination Erst durch Imagination entstehen Bilder.

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Einladung – Expeditionen Ästhetische Bildung

Unter der Federführung der Universität Hamburg (Prof. Dr. Andrea Sabisch) und der TU Dortmund (Dr. Ansgar Schnurr und Dr. Rudolf Preuss) soll im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik (www.buko12.de) eine Kommunikation über Formen kunstpädagogischer Lehre mittels Hospitationen zu verschiedenen Bildungsinstitutionen initiiert werden, um den kollegialen Dialog über Problemstellungen und Gelingensbedingungen von Kunstvermittlung und Kunstunterricht vor Ort zu fokussieren.
Allen Bildungsexpeditionen ist gemein, dass eine regionale Vernetzung und Partizipation zwischen verschiedenen außerschulischen und schulischen Lehrenden und zwischen verschiedenen Ausbildungsphasen (Studierende, Referendare, Lehrer, Hochschullehrer) angeboten wird. Ziel ist es, die professionelle Kommunikation und Reflexion von kunstpädagogischen Fragen der Lehre vor dem Hintergrund der unterschiedlichen institutionellen Kontexte und Perspektiven herzustellen, um Ansprechpartner und Impulse für die eigene Lehre zu erhalten. Die ca. zehn halbtägigen Expeditionen finden in Hamburg, im Ruhrgebiet und in Frankfurt an schulischen und außerschulischen Einrichtungen im Zeitraum von Mai 2011 bis April 2012 statt.
In Hamburg startet die Expedition 02 am Mittwoch, den 11.5.2011 von 09:15 bis 14:15 Uhr an der Schule Potsdamer Straße.
Expedition 05 findet nachmittags in der Frankfurter Schirn Kunsthalle statt.
Noch sind Plätze frei: Zur Teilnahme eingeladen sind Kunstlehrer/innen an allgemeinbildenden Schulen, Museumspädagog/innen, Künstler/innen, Lehrende in der außerschulischen Ästhetischen Bildung.

Bilderbücher zum Unheimlichen

Am Mittwoch, den 20.April um 19 Uhr findet die neue Ausstellung von Bilderbüchern im Foyer Von-Melle-Park 8 statt. Zwölf Studierende präsentieren ihre eigenen Illustrationen zu ausgesuchten Texten, die im Seminar „Das Unheimliche“ bei Prof. Dr. Andrea Sabisch entstanden sind. Das Plakat und die obige Postkarte hat Stefanie Frohwein mit Illustrationen von Antje Friedrich entworfen.