Arts Education

Anmeldung zum Lernbereich Bildende Kunst im WiSe 20/21

Ab sofort können Sie sich als Student*in für den Lernbereich Bildende Kunst anmelden. Weitere Informationen zur Anmeldung für die Lernbereiche finden sie hier. Des Weiteren finden Sie in dieser Datei Informationen zum Aufbau und zu den Inhalten des Lernbereichs. Ein Anmeldung für den Lernbereich Bildende Kunst erfolgt via formloser E-Mail (Name, Vorname, Matrikelnummer, Studiengang, Mailadresse) mit dem Betreff »Lernbereich Bildendende Kunst« an: andrea.sabisch@uni-hamburg.de.

Open Call: 9. Studentische Tagung zur Kunstvermittlung zum Thema »Resonanz« 13. – 15.11.

Schnellerer Alltag, komplexe Zusammenhänge und globale Fragestellungen. Die Verarbeitung der Flut alltäglicher Reize und herausfordernder Problemstellungen kann unsere Offenheit für unerwartete Impulse einschränken und die Umwelt in ihrer rationalisierten Form manchmal starr und schlicht erscheinen lassen. Um in dieser Welt den Blick über das eigene Selbst hinaus zu erweitern und sinnstiftende Begegnungen zu ermöglichen bzw. zu fördern, ist eine Suche nach einem gesunden Sich-ins-Verhältnis-Setzen zur Umwelt notwendig. Wie können wir untereinander und mit den Objekten unserer Umwelt tiefer in Beziehung treten? Die Soziologie nähert sich der Beantwortung dieser Frage unter anderem mithilfe der Theorie der Resonanz: Um sich in der Begegnung mit dem Gegenüber begeistert transformieren zu lassen, Widersprüche als Chancen zur Weiterentwicklung zu nutzen und die Nüchternheit der Welt zu vitalisieren, bietet Resonanz  eine Brücke zwischen totaler Ablehnung (Dissonanz) und bedingungsloser Konformität (Konsonanz), bei der ein »schwingendes System« aufgebaut werden könne. Wie lassen sich solche Chancen der Weiterentwicklung auf die Kunst- und Kulturvermittlung übertragen? Wie können andere Disziplinen, zum Beispiel Erziehungswissenschaften, Musik oder auch Naturwissenschaften diesen Diskurs bereichern? 
Wir benötigen eure/Ihre Ideen und Impulse! Setzt du dich, setzen Sie sich mit dem Thema Resonanz auseinander oder gibt es Ideen, wie man diese Theorie in die kunstvermittelnde wie kunstpädagogische Praxis und deren Reflexion einfließen lassen könnte?
Möchtest du/Möchten Sie gerne einen Vortrag halten, einen Workshop leiten, eine Performance aufführen oder dich/sich ganz anders einbringen? Wir sind gespannt auf die vielfältigen Ideenskizzen, die bis zum 25.07.2020 einzureichen sind unter:  kontakt@tagung-kunstvermittlung.de, und bitten auf maximal drei A4-Seiten um Angaben zur Person, zum Vermittlungsinhalt und -format, sowie zur Umsetzung deiner/Ihrer Idee!
Weitere Informationen unter: https://www.tagung-kunstvermittlung.de/
Einsendeschluss: 25.07.2020

Fabian Ginsberg: Scripted Reality

Praktisch geht es um die Bedingungen des ärgerlichen Problems, dass entweder die Öffentlichkeit, in die eine Nachricht tritt, von ihr zuvor hergestellt worden, oder der Öffentlichkeit die Nachricht bereits bekannt sein muss. Theoretisch wird die ästhetische Perspektive ersetzt durch eine epistemologische und Kunst verstanden als ein metonymisch mit anderen Bereichen der Wirklichkeitsherstellung verbundenes Feld, das geeignet ist, um von hier aus symbolische Formen metakritisch zu betrachten. Die unserer Vorstellungswelt der sogenannten Wirklichkeit zugrundeliegenden epistemologischen Modelle hinken dem vorhandenen Wissen hinterher. Die Bilder, Modelle oder Formen, die für die alltägliche Erfassung dieser Wirklichkeit benutzt werden, sind nicht nur ungenügend – sie täuschen. Während die Alltagspsychologie ihr Welt- und Menschenbild aus jahrhundertealten Modellen mixt, nutzen avanciertere Modelle des Wirklichen die verschiedenen Erklärungslücken und Kategorienfehler aus, um asymmetrische Tauschverhältnisse zu etablieren. Eine Kritik dieser Bilder kann nicht nur an der Oberfläche des Dargestellten bleiben, sondern muss die Herstellung der Darstellung untersuchen, um dann, im besten Fall, auf die Kritik ganz zu verzichten und neue Darstellungen herzustellen.
Nähere Informationen sowie Download des Textes finden Sie hier.

Birgit Engel: Ästhetische Aufmerksamkeit Movens einer reflexiv-offenen und kritisch-innovativen Praxis in Kunst und Pädagogik

Kunstpädagog*innen, die sich nicht alleine an der Vermittlung von Fachwissen und Techniken orientieren, sondern beides einbinden wollen in künstlerische und ästhetisch fundierte Bildungsprozesse, benötigen selbst eine erfahrungsoffene Weise des Umgangs mit pädagogischer Praxis. Birgit Engel reflektiert die Bedingungen und Potenziale der Öffnung für eine Ästhetische Aufmerksamkeit auf der Grundlage praktischer Beispiele und phänomenologisch-hermeneutischer Theorie.
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Alexander Henschel: Kunstpädagogische Komplexität – Logiken und Begriffe der Selbstbeschreibung

Selbstbeschreibungen der Kunstpädagogik greifen oft auf binäre Logiken zurück – sei es, um eindeutige Ein- und Ausgrenzungen vornehmen zu können oder um spannungsvolle Zweierverhältnisse zum Ausgangspunkt kunstpädagogischer Überlegungen zu machen. Kunstpädagogische Komplexität ist ein Angebot, das sich neben solche Logiken stellt, wirbt dafür, Kunstpädagogik mit komplexer Logik zu beschreiben, die über Zweiwertigkeit hinausgeht. Der Text zeigt, dass Kunstpädagogik mehr und anderes sein kann als die Kopplung zwischen zweien, zwischen Kunst und Pädagogik, um sich so mit erweiterten Perspektiven auseinandersetzen zu können. Kunstpädagogische Komplexität versucht damit, mehr Angemessenheit gegenüber gesellschaftlichen Verhältnissen zu erreichen, die sich nur gewaltvoll mit Logiken der Eindeutigkeit beschreiben lassen.
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Andreas Brenne: »Künstlerisch-Ästhetische Forschung« – Kunstpädagogik im Kontext der frühen und mittleren Kindheit

Künstlerische Forschung ist ein Begriff, der die Kunstpädagogik in besonderem Maße geprägt hat. Dabei steht nicht die Vermittlung künstlerischer Positionen und Verfahren im Zentrum, sondern der Transfer künstlerischer Expertise in die Auseinandersetzung mit lebensweltlichen Zusammenhängen. Insbesondere in der Pädagogik der frühen und mittleren Kindheit spielen derartige Prozesse eine zentrale Rolle, da hier das Moment der ästhetischen Bildung besonderes exponiert hervortritt. Der Text geht dieser Thematik nach und sucht daraus Implikationen für eine kindbezogene Kunstpädagogik abzuleiten.
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Georg Peez: Beobachten, Erheben, Aufbereiten und Interpretieren

Sammeln und aufmerksames Beobachten sind die Grundvoraussetzungen für qualitativ-empirische Forschung in der Kunstpädagogik. Der Text gibt Einblicke in Fallstudien zum ästhetisch-bildnerischen Verhalten von Kleinkindern beim Schmieren. Er knüpft Bezüge zum digitalen Malen mit den Fingern auf dem Touchscreen eines Tablet-Computers. Durch differenzierte Beschreibungen und Interpretationen ästhetischer Prozesse in kunstpädagogisch relevanten Bereichen können im Fach Tätige angeregt werden. Neue Sichtweisen eröffnen sich. Kunstpädagogik wird durch qualitativ-empirisches Forschen um Aspekte und Einsichten bereichert, die ihr so durch kein anderes wissenschaftliches Forschungsverfahren geboten werden.
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Christina Griebel: Ungehorsam übersetzen. Kunstpädagogik als Poesie

Kunstpädagog_innen leisten in ihrer täglichen Arbeit bewusst und unbewusst Übersetzungsarbeit zwischen Worten und Taten, die Bilder sein können. Wer Übersetzungarbeiten nicht selbst verrichtet, fügt sich den hegemonialen Ansprüchen anderer, denn Sprachen sind Herrschaftsinstrumente. Deshalb muss diese Arbeit unendlich von Neuem begonnen werden. Das Potential (ein abgedroschener technokratischer Begriff) und die romantische Potenz dieser Tätigkeit bleiben häufig Desiderat (desire, ein Wunsch und Begehren). Poesie wäre ein anderer Begriff dafür – und zugleich die ungezogene Schaffung konjunktiver Räume. Im Sinne einer philologisch-kritischen Kunstpädagogik wird sie in diesem Vortrag mit verwandten Begriffen an der Wurzel gepackt, ungehorsam übersetzt, auf ihren Gebrauch in Fachgeschichte und aktuellen Diskursen befragt und mit Blick auf die Ermöglichung ästhetischer Mentalität in Gegenwart und Zukunft untersucht. Nähere Informationen und Download des Textes finden Sie hier.

»Call for Collaborators!« Vortrag Gesa Krebber am 27.06.2019

Im Rahmen der Ringvorlesung »Wie zusammen arbeiten?« an der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, Raum 404, 16-18, spricht Gesa Krebber zum Thema »Call for Collaborators! – Gemeinschaftliche Praktiken zeitgenössischer Kunst und Kunstpädagogik im Kontext digitaler Medienkultur.«
Mit der Ankündigung des Kurator*innen-Kollektivs ruangrupa für die documenta15 im Jahr 2022 zeigt sich einmal mehr, wie Praktiken der Kollaboration auch in der Kunst immer häufiger im Fokus stehen. Vom ursprünglich negativ besetzten Begriff der Kollaboration als Zusammenarbeit mit dem Feind im Nazi-Regime Frankreichs wandelt sich das Verständnis des Begriffs in allen Bereichen. Kollaboration erlangt eine positive Bedeutung, steht zum Beispiel für temporäre Zusammen- oder Mitarbeit künstlerischer Produktion in global vernetzten Teams.Damit stellt sich Kollaboration quer zu Konzeptenwie Einzelkünstlertum oder Genie. Sie fordert dazu auf, bestehende Strukturen und institutionelle Hierarchien in der Verhandlung von Kunst im Kunstunterricht zu durchkreuzen. Ausgehend von künstlerischen Kollaborationen werden im Vortrag fruchtbare Anstöße für die Diskussion neuer Grundhaltungen für die Kunstpädagogik vorgestellt. 

Vortrag von Prof. Dr. Rahel Puffert & Per Leonhardt am 06.06.2019

Im Rahmen der Ringvorlesung »Wie zusammen arbeiten?« tragen Prof. Dr. Rahel Puffert & Per Leonhardt vor: »Freundlich, offen, fordernd – Zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit im Werkhaus Münzviertel«
Die Form des Vortrags wird dazu genutzt, eine Perspektive zu entwickeln, die es ermöglicht, die Arbeit am und im Werkhaus im »Spannungsfeld von Kunst und Bildung« zu platzieren. Wie kann man sich dem Ort nähern? Im zweiten Teil stehen die Vortragenden Rede und Antwort. Dabei wird die Sprache hoffentlich auch darauf kommen, inwiefern und ob das Werkhaus Münzviertel überhaupt von Belang sein könnte für die Subjektivierungsprozesse der Anwesenden. Der Vortrag findet statt an der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, Raum 404, 16-18h.