Tortendiagramme, Bauklötzer und ePUSH als Grassroot-Movement

Bei infosthetics.com habe ich dieses geniale Tortendiagramm gefunden. Es besticht durch vorbildlich saubere Empirie der dargestellten Datenlage und unmittelbare Anschaulichkeit des Sachverhalts. Vor allem besteht hier nicht, wie bei vielen anderen abstrakten Datenvisualisierungen die Gefahr, dass das Beschriebene mit der Beschreibung, z.B. die Speisekarte mit dem Essen verwechselt wird ( ;-).

Weiterlesen bei Torsten Meyer …

Loccum V

Am letzten Wochenende fand das fünfte kunstpädagogische Kolloquium an der evangelischen Akademie in Loccum statt.

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Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Brenne (s. Bild) und Blanka Sophie Siebner trafen sich 15 Nachwuchswissenschaftler und Wissenschaftler aus der Kunstpädagogik und benachbarter Disziplinen, um unabhängig von Institutionen und Betreuungsverhältnissen über eigene Forschungsvorhaben in progress zu sprechen. In diesem Jahr hieß das gemeinsame Thema „Räume“. Näheres

Rückschau Lehre SoSe 08

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Das Sommersemester war relativ stark geprägt von der Lehre. Ich habe insgesamt 5 Lehrveranstaltungen durchgeführt und dann noch im letzten Drittel ein weiteres Seminar für einen erkrankten Kollegen übernommen. Da ich in diesem Semester auch einige ganz vielversprechende Experimente in der Lehre durchgeführt habe, scheint eine kleine Rückschau ganz angebracht.
[Weiterlesen in Meyers blog: Teil 1, Teil 2]

Welt als solche sieht man nicht

Ästhetik verstehe ich vor allem als Frage nach Darstellung und auch nach Darstellbarkeit. Darum ist auch das, was nicht wahrgenommen werden kann, weil es unsichtbar (z.B.), jedenfalls nicht problemlos darstellbar ist, ein Thema Ästhetischer Bildung.
Schwer darstellbar zum Beispiel ist das, was oft leichtsinnig „Globalisierung“ genannt wird. Jacques Derrida weigert sich schon, nur das Wort „globalization“ zu verwenden. Er beharrt auf dem frz. „mondialisation“, das er als dt. „Weltweit-Werden“ wiedergibt. Er beharrt auf eine „Welt [monde, world, mundus], die weder der Kosmos, noch der Globus, noch das Universum ist.“ (Die unbedingte Universität, S. 11)
Die zentralperspektivische Version des Weltweit-Werdens, der Globus als fassbare Repräsentation, funktioniert nicht mehr. Der „Globus“ und die „Globalisierung“ suggerieren eine abstrakte Vogelperspektive, die mit den Details und den Differenzen nichts zu tun haben will. Derridas „Weltweit-Werden“ hingegen impliziert ein Anerkennen von Pluralität und damit verbundener Heterogenität der Kulturen.

Was wären angemessene Formen der Visualisierung des Weltweit-Werdens? [Weiterlesen in Meyers blog]

Hyperkult: Versuch über das Prinzip Database

Ich denke, also bin ich.
(René Descartes)

Naja, du weißt wer du bist. Und du weißt alles Mögliche über dich selbst. Aber was den alltäglichen Kleinkram betrifft, sind Notizen wirklich sinnvoll.
(Leonard Shelby)

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Die traditionsreiche Lüneburger HyperKult-Tagung fand dieses Jahr schon in der ersten Juliwoche statt. Christina Ferner hatte in Ihrem neuen blog schon darüber berichtet. Thema der diesjährigen Tagung war Ordnungen des Wissens. Ich hatte mich mit einem experimentellen Vortrag um Beteiligung beworben, der auf meine Auseinandersetzung mit Christopher Nolans Film Memento und Lev Manovich Behauptung der Database as a symbolic Form zurückgeht. [weiterlesen in Meyers blog]

Theater in der Lehre

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„Theater in der Lehre“ erschließt ein bisher nur sporadisch berührtes Feld interdisziplinärer Hochschuldidaktik: die Einbeziehung theatraler Verfahren des Spiels und der Inszenierung in unterschiedliche Bereiche des Lernens und Lehrens an Hochschulen. In der Begegnung von Wissenschaft und Theater zeigen die in diesem Band versammelten Beiträge wie theatrale Verfahren die Lehre in verschiedenen Fachdisziplinen – von der Musik- und Fremdsprachendidaktik über Lehrerausbildung und Soziale Arbeit bis zu Beratung und Promotionscoaching – erweitern und bereichern können. Entsprechend dem sich in den Kultur-, Human- und Gesellschaftswissenschaften seit langem abzeichnenden „performative turn“ geht es bei den hier vorgeschlagenen Verfahren um eine Gestaltung von Lehr-, Lern-, Forschungs- und Darstellungskulturen mittels der – Theorie und Praxis verbindenden – Kraft von Theater. Ziel ist das Bilden von Strukturen für ein life long learning und einen kreativen Umgang mit den Herausforderungen in Modernisierungsprozessen. Mit der Theatralisierung von Lehr- und Lernprozessen wird Wissen lebendiges Wissen.

Beatrix Wildt, Ingrid Hentschel, Johannes Wildt (Hg.): Theater in der Lehre. Verfahren – Konzepte – Vorschläge. Unter Mitarbeit von Gerd Koch. Reihe: Lehre aktuell: Theater, Kunst und Medien. Beiträge für die Hochschulpraxis Bd. 1, 2008, 304 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1272-0

(Un)vorhersehbares Lernen

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Der neue Tagungsband aus der Kunstpädagogik ist da: Im Frühjahr 2007 fand in Dortmund der Bundeskongress der Kunstpädagogik statt. Vertreterinnen und Vertreter des Faches aus der Schulpraxis, Forschung und Lehrerausbildung diskutierten aktuelle Inhalte der Kunst- und Bildvermittlung. Der nun vorliegende Tagungsband fasst ausgewählte Beiträge des Kongresses zusammen und geht zugleich über sie hinaus, indem innovative und zum Teil kontroverse Positionen der Kunstpädagogik vorgestellt werden. Das Buch ist eine anschauliche Einführung in den aktuellen Stand ihrer Debatte und Inhalte…

Vertretung

Die Seminare von Prof. Dr. Wolfgang Legler werden aufgrund seiner plötzlichen Erkrankung von Prof. Dr. Torsten Meyer und Dr. Andrea Sabisch übernommen. Die nächsten Sprechstunden vertreten Dr. Andrea Sabisch, Prof. Karl-Josef Pazzini und Prof. Dr. Torsten Meyer. Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte per Mail oder persönlich an die Kollegen.

„Die Arbeit ist aufregend…“

…schreibt Jörg Zirfas in der jüngsten Rezension in der Zeitschrift für Pädagogik zum Buch Inszenierung der Suche:»Die Arbeit ist aufregend, weil sie empirische Forschung mit Theoriebildung verknüpft und deutlich macht, dass und inwiefern ästhetische Erfahrungen forschungskonstituierend und -organisierend sind. Mit ihr wird die Herstellung von Empirie wie von Theorie als ästhetischer Erfahrungsprozess und wird die Kunst als Form einer Wissenschaft der angewandten ästhetischen Erfahrung verstehbar. Und die Arbeit ist anregend, weil sie – nicht nur für die Kunstpädagogik andere didaktische Einsätze nahe legt, die performativer, kontingenter und individueller sind, als in den meisten üblichen Didaktiken. Mit ihr wird deutlich, wie man ästhetische Erfahrungen methodisch hervorbringen und rahmen sowie didaktisch anwenden und reflektieren kann. Karl Josef Pazzini hat schon Recht, wenn er im Vorwort für das Buch davon spricht, dass diese kunstpädagogische Arbeit über das Feld der Kunstpädagogik weit hinausgeht: Der ›Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung‹ ist auch·für die Theorie und Praxis der allgemeinen Pädagogik, der empirischen Forschung sowie der methodischen und didaktischen Modelle von beträchtlicher Relevanz.« [weiterlesen]

Weitere Rezensionen: Siehe Anja Kraus in der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik Zeitschrift für und Christine Heil in den BDK-Mitteilungen.