RINGVORLESUNG „Blicke“ im Sommersemester 2018

Die Konstitution von Bildern ist an Blicke geknüpft, die mehr und anderes sind als Sehstrahlen. Blicke initiieren das Sehen. Indem sie einen Blickwechsel in Gang setzen, eröffnen sie ein elementares Zusammenspiel zwischen Bildern und Subjekten. Diese sich wechselseitig belebende und entziehende Kraft, die durch Bilder hindurch ihre Wirkung entfaltet und über die wir kaum verfügen können, soll zum Thema der diesjährigen Ringvorlesung werden: Wie werden Bilder zu Blickfängern? Inwiefern hängen Bildwerdung und Sozialität zusammen? Welche Blickerfahrungen sind uns zugänglich? Wie hemmen oder motivieren Blicke unser Sehen? Wie verändern Blicke bisherige Sichten? Was bedeutet es beispielsweise zurückzublicken oder wegzublicken? Von woher lässt sich ein Überblicken, Ausblicken, Einblicken oder Rückblicken denken? In der Ringvorlesung werden verschiedene kunstpädagogische Positionen ihr Verständnis des Begriffs aus unterschiedlichen Handlungsfeldern zur Diskussion stellen.

Koordination Prof. Dr. Andrea Sabisch und Stefanie Johns 

Buch zur Bildwerdung erschienen

Der neue Band zur Bilderfahrung ist soeben im kopaed Verlag München erschienen und kann ab sofort bestellt werden! Zum Klappentext dieser neuen Studie von Sabisch:
Die Entstehung des Neuen ist eng mit Prozessen der Bilderfahrung und dem Sichtbarwerden verwoben. Sie berührt den Kontext von Bildung und Forschung auf elementare Weise. Durch Bilder lernen wir etwas anderes zu sehen und auf neue Weise wahrzunehmen. Aber wie lässt sich der Prozess der Bildwerdung denken? Wie erfahren wir Bilder? Was geschieht, wenn wir Bilder betrachten, entwerfen oder herstellen? In welcher Weise regulieren, ordnen, formen und organisieren Bilder unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Affizierungen? Wie richten sie uns räumlich und leiblich aus?
Während sich diese Fragen kaum übergreifend beforschen lassen, da sich das komplexe Geschehen zwischen Bildwerdung und Subjektbildung einem direkten Zugang entzieht, entwirft Sabisch ein experimentelles Forschungssetting für eine indirekte Empirie. Am Beispiel von zwei künstlerischen Bildsequenzen und verschiedenen schulischen Gruppensituationen untersucht sie leibliche, zeichnerische, emotionale, sprachliche und zeigende Antworten auf Bilder. Anhand kontrastiver Fälle arbeitet sie Symptome der Bilderfahrung heraus, die als Gelenkstelle zwischen Besonderem und Allgemeinem, wie auch dem Singulären und Exemplarischen fungieren. Sie entwickelt so nicht nur eine zeitgemäße Kasuistik symptomatischer Bilderfahrungen, sondern entfaltet zudem Grundlagen für eine Methoden- und Theoriebildung der Bilderfahrung im Horizont von Responsivität.

Das ist Ästhetik! X. Kongress der deutschen Gesellschaft für Ästhetik


2018 – und mit diesem Kongress – wird die Deutsche Gesellschaft für Ästhetik ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Dies ist uns indes weniger Anlass zum Rückblick auf die traditionsreiche Geschichte der philosophischen Ästhetik, in deren Licht die Gesellschaft übrigens geradezu überraschend jung erschiene. Vielmehr verstehen wir das Jubiläum als eine ausgezeichnete Gelegenheit, die bewegte Gegenwart der Ästhetik in den Blick zu nehmen – eine Gegenwart, die das ästhetische Denken mit einer gewissen Dringlichkeit über die disziplinären Grenzen hinaustreibt. (mehr …)

HfbK Jahresausstellung 8.-11.02.2018

Die traditionelle Jahresausstellung der HFBK Hamburg findet jährlich im Februar statt. Drei Tage lang präsentieren die Studierenden – vom Erstsemester bis zu den Absolvent*innen – ein breites Spektrum aktueller Arbeiten und Projekte aus den unterschiedlichen Studienschwerpunkten. Interessierte Besucher*innen sind herzlich eingeladen, sich bei einem Rundgang ein Bild von den aktuellen Produktionen an der HFBK zu machen.
Eröffnung: Donnerstag, 8. Februar 2018, 19 Uhr
Ausstellung: 9.–11. Februar 2018
geöffnet täglich 14–20 Uhr
https://www.hfbk-hamburg.de/de/aktuelles/jahresausstellung/

Becoming an image

Der Vortrag »Becoming an image« findet in englischer Sprache am 4.12.2017 um 18 Uhr an der St. Luca School of Arts in Brüsssel statt. Darin wird das neue Buch »Bildwerdung. Reflexionen zur pathischen und performativen Dimension der Bilderfahrung« von Andrea Sabisch, das im Februar im kopaed-Verlag erscheinen wird, vorgestellt. (mehr …)

Ute Reeh: Behauptungen zu Kunst, Konzept und Welt – seitlich, von oben und zeitlich betrachtet


Ute Reehs Zeichnungen und Text stehen im Zusammenhang mit ihrem Vortrag »Kunst als Katalysator für Schulentwicklung« von Dezember 2015 im Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität Köln. Mit ihrem Beitrag wirbt sie dafür im Umgang mit komplexen Systemen zeitgenössische Kunst einzubeziehen. Einerseits als Seismograf und andererseits als Produzentin von »Löchern im System«. In so entstandenen Projekten experimentiert Reeh mit Schule und illustriert mit diesen Beispielen ihre gezeichnete Theorie.