call for papers | o.T. (Subjekt) 12. Kunstpädagogisches Kolloquium

Loccum 2015 widmet sich dem Subjekt, einem mehrdeutigen Begriffsbehälter, der bisweilen benutzt wird, um Ziel und Gegenstand von Bildung zu beschreiben. Gerade da der Begriff Subjekt nicht mit vorgeblich neutralen Begriffen wie Person oder Individuum gleichgesetzt werden kann, schließt er grundlegende Zusammenhänge und Legitimationen für die kunstpädagogische Praxis und Forschung auf und präzisiert diese.

Das kunstpädagogische Forschungskolloquium in Loccum möchte eine anregende Diskussion über die verschiedenen Befunde und Zugriffe ermöglichen, die das Subjekt der kunstpädagogischen Forschung und Praxis be-treffen: All subjects welcome.

Planungsteam #12 Nadia Bader, Stefanie Johns, Notburga Karl, Catharina Schubach, Bernadett Settele

Abstracts im Umfang von ein bis zwei Seiten bis zum 17. Mai 2015 per e-Mail an loccum@gmx.net. Hier gehts zum CALL FOR PAPERS: Loccum_cfp_2015

 

Internationaler Kongress: Phänomenologie der Bilderfahrung II – Annäherungen an die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg am 16. und 17. April 2015

Vertreter der drei Disziplinen Kunstgeschichte, Philosophie und Psychiatrie werden den Forschungsansatz „Phänomenologie der Bilderfahrung“ diskutieren. Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg beherbergt einen einzigartigen Fundus rund 5.000 unterschiedlichster Werke aus dem psychiatrischen Kontext, die zwischen 1880 und 1920 entstanden sind. Erfahrungen von Grenzsituationen und deren Verarbeitung in zunächst spezifischen, wahnhaften Sinnhorizonten sind hier in den ästhetischen Raum übersetzt. Zahlreiche Künstler ließen und lassen sich durch diese Werke und ihre oft ungewöhnlichen Bildideen inspirieren.
Auf der Tagung geht es unter anderem um Fragen, wie die, wie wir diese oft unheimlichen Darstellungen in der Bildbetrachtung erfahren und was sich daraus folgern lässt. Was ist eigentlich fremd daran?

Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Andrea Sabisch „Bildwerdung – Forschung zur responsiven Bilderfahrung“.

Weitere Informationen zur Tagung und das vollständige Programm.

Rückblick: BUKO 15 in Salzburg

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Vom 13. bis 15.02.2015 hat in Salzburg in der Tradition der seit 2003 stattfindenden Bundeskongresse der BUKO erstmals im Format eines Internationalen Kongresses der Kunstpädagogik stattgefunden. Gemeinsam haben die Fachverbände aus Deutschland (BDK), Österreich (BÖKWE) und der Schweiz (lbg) den Kongress zum Thema „Blinde Flecken der Kunstpädagogik“ konzipiert und veranstaltet. Es geht um Erscheinungen, Aufgaben und Herausforderungen, die (derzeit) wenig oder gar nicht beachtet werden. Idealer Weise gehen nun vom Kongress Impulse aus, sich intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen und entsprechend zu forschen.

Rund 430 Teilnehmer_innen aus insgesamt acht Nationen nahmen an den Vorträgen, Gesprächen und Sektionen teil. Auch FuL war vertreten: Andrea Sabisch, Manuel Zahn und Evelyn May gestalteten eine Sektion zum Thema „Visuelle Bildung“. Ole Wollberg war an der Buch-Vorstellung von „What’s Next – Art Education“ unter der Leitung von Torsten Meyer und Heinrich Lüber beteiligt.

Im Februar erschienen: What’s Next? – Art Education

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Torsten Meyer / Gila Kolb (Hrsg.) What’s Next? Art Education – Ein Reader, Kopaed: München 2015, 350 Seiten, 19,80 EUR. Hier zu bestellen.
„What’s Next?“ ist ein Reader. Er versammelt Essays, Interviews, Thesen, Manifeste und Zitate, die im Anschluss an den ersten Band „What´s Next? Kunst nach der Krise“ (hg. von Johannes M. Hedinger und Torsten Meyer, Berlin 2013) auf breiter Phänomen- und Literaturgrundlage Möglichkeiten der Verkoppelung von Kunst und Bildung – in der Schule, im Museum und an anderen Orten – thematisieren. Das Buch soll Kunstlehrer_innen, Kunstvermittler_innen und Studierende anregen, die Verknüpfung von Kunst und Pädagogik vor dem Hintergrund der nächsten Kunst neu zu (be)denken. Es unterbreitet aber auch konkrete Vorschläge für Praxis, die helfen zu imaginieren, was Kunstpädagogik im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert bedeuten könnte.
Preview Inhalt: http://whtsnxt.net/content ab 178

Mit Beiträgen von Karl-Josef Pazzini, Andrea Sabisch, Manuel Zahn, Ole Wollberg uvm.

Buchpräsentationen:

Köln: 22. April 2015
18:30 Uhr, Universität zu Köln
Gronewaldstraße 2, 50931 Köln,
Raum 235

Kassel: 28. April 2015
20:00 Uhr, Tokonoma Apartment
Frankfurter Straße 58, 34121 Kassel

Expedition Ästhetische Bildung zu Unterrichtsideen

Öffentliche Dialog-Sitzung zum Grübeln und Brüten über Unterrichtsideen und konkrete Kunststunden
In diesem Wintersemester wird die Expedition in die Schule führen, genauer in die Brutzonen von Unterrichtsvorbereitungen. Die beiden Kunstkolleginnen Julia Rabe–Kröger (Stadtteilschule Bergedorf) und Nina Rippel (Gymnasium Hochrad) laden zu einer öffentlichen Sitzung ein, in der sie ihre Fragen und kritischen Beobachtungen aus der eigenen Unterrichtspraxis reflektieren. Aus dem, was sich dort ereignet, entstehen neue Anregungen, Unterrichtsideen und konkrete Vorbereitungen für Kunststunden. Der gegenseitige Austausch in Form eines sprunghaften Dialogs hat sich als fruchtbare Strategie der Zusammenarbeit im Schulalltag bewährt. Er dient der gegenseitigen Ansteckung, sich immer wieder an der Kunst zu infizieren und anstecken zu lassen und sich immer enger werdenden Vorgaben produktiv entgegenzustellen. Materialsuche, dessen Aufbereitung, Arbeitsräume, Schulstrukturen, Schülerreaktionen, Klausurergebnisse, Literaturgestöber, verhinderter und vorhandener Spaß, Situationsmanöver, etc…. Eingeladen sind alle interessierten Studierenden, Referendar_innen, Lehrer_innen und außerschulische Kunstvermittler_innen zu einem gemeinsamen Besuch und zum gegenseitigen Austausch.

Datum: Mittwoch, 28.1.15, 17 Uhr, Raum 404
Verbindliche Anmeldung bis zum 23.1.15 erbeten.
Ort: Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, genauer Raum und Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.
Um eine schnelle Anmeldung wird gebeten, da es eine begrenzte Teilnehmergröße gibt. Anmeldung bitte an: Julia Rabe-Kröger <gojen@gmx.de>

Vortrag von Christina Kleinow in der Ringvorlesung »Animation«

Christina-Kleinow

Bereits Grundschüler verfügen über ein breites, rezeptives Filmwissen, wobei sich insbesondere Animationsfilme wie „Madagascar“, „Cars“ oder „Ich – Einfach Unverbesserlich“ einer großen Beliebtheit erfreuen. Die dazu entwickelten Merchandising-Produkte von T-Shirts, Kuscheltieren bishin zu Hausschuhen und Brotdosen füllen viele der heutigen Kinderzimmer. Trickfilm im Kunstunterricht der Grundschule hat die Chance an diese kindlichen Lebenswelten anzuknüpfen: Mit einfachen Mitteln und Techniken können die von Grundschülern gestalteten Bilder laufen lernen. Für die Schüler eröffnet sich dadurch ein großes, faszinierendes und kreatives Spielfeld, auf dem das eigene rezeptive Filmwissen aktiviert, reflektiert und in neue, ästhetische Bildwelten eingetaucht werden kann.

Dienstag 20.1.2015
18:00-20:00

Fakultät für Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8
Raum 404

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Vortrag von Nina Rippel in der Ringvorlesung »Animation«

Nina-Rippel

Das filmische Bild birgt einen Verweis auf eine Auslassung, hinsichtlich seines räumlichen und zeitlichen Ausschnitts. Die so entstehende Lücke verweist auf einen Abstand der das Band des Zusammenhangs nicht gänzlich trennt, sondern dessen Ränder noch zusammen denkt. Der Vortrag befasst sich mit der Frage, wie von diesen Auslassungen und Lücken her eine produktive Filmvermittlung in der Schule entfaltet werden kann.

Dienstag 13.1.2015
18:00-20:00

Fakultät für Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8
Raum 404

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!