Bilderfahrung

Tagung »Homo pictor. Bildwissenschaft und Archäologien im Dialog«


Vom 28.-30. Juni 2018 findet an der Universität Freiburg eine Tagung statt, die sich dem Dialog zwischen Bildwissenschaft und Archäologien widmet. Im Rahmen der Tagung spricht Stefanie Johns am Samstag, den 30.6 unter dem Titel »Dein Blick weckt mein Begehren« über Bilderfahrungen und Blickbeziehungen:

»Die Faszination an einem Forschen zur Bilderfahrung gründet sich unter Anderem in den Dimensionen und Symptomen, die dieses Phänomen hervorbringt. Als performativ-dialogisches Geschehen verstanden berühren Bilderfahrungen das eigene Begehren und Belieben. Begreift man Bildlichkeit im Kontext philosophisch, insbesondere phänomenologisch grundierter Bildtheorie als Akt, als sinnliches Ereignen, als Einstellen und Einfallen von Phänomenen, die sich als ein Bildliches zeigen und erfahren werden, dann möchte ich von einer solchen Figur des Bildwerdens ausgehend auch ein Blickwerden befragen. Können Bilderfahrungen als Movens für ein Blickwerden verstanden werden, oder sind es Blicke von außen, die überhaupt erst Bilderfahrungen initiieren? Solche chiastischen Strukturen aus Blicken und Angeblicktwerden rufen Anknüpfungen an die Theorie der Aufmerksamkeit, phänomenologische Überlegungen zum Pathischen, aber auch Momente einer intuitiven, divinatorischen Dimension einer Blickbeziehung zu Bildern auf. Für die archäologisch perspektivierte Bildforschung ergeben sich daraus Fragen, wie die Bedingungen des Blickwerdens sowie Bilderfahrungen von Forschenden reflektiert werden können, aber auch wie sich antiken Blickwerdungen nachspüren lässt.«
Organisation: Jacobus Bracker  jacobus.bracker@archaeologie.uni-freiburg.de
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Buch zur Bildwerdung erschienen

Der neue Band zur Bilderfahrung ist soeben im kopaed Verlag München erschienen und kann ab sofort bestellt werden! Zum Klappentext dieser neuen Studie von Sabisch:
Die Entstehung des Neuen ist eng mit Prozessen der Bilderfahrung und dem Sichtbarwerden verwoben. Sie berührt den Kontext von Bildung und Forschung auf elementare Weise. Durch Bilder lernen wir etwas anderes zu sehen und auf neue Weise wahrzunehmen. Aber wie lässt sich der Prozess der Bildwerdung denken? Wie erfahren wir Bilder? Was geschieht, wenn wir Bilder betrachten, entwerfen oder herstellen? In welcher Weise regulieren, ordnen, formen und organisieren Bilder unsere Vorstellungen, Erinnerungen und Affizierungen? Wie richten sie uns räumlich und leiblich aus?
Während sich diese Fragen kaum übergreifend beforschen lassen, da sich das komplexe Geschehen zwischen Bildwerdung und Subjektbildung einem direkten Zugang entzieht, entwirft Sabisch ein experimentelles Forschungssetting für eine indirekte Empirie. Am Beispiel von zwei künstlerischen Bildsequenzen und verschiedenen schulischen Gruppensituationen untersucht sie leibliche, zeichnerische, emotionale, sprachliche und zeigende Antworten auf Bilder. Anhand kontrastiver Fälle arbeitet sie Symptome der Bilderfahrung heraus, die als Gelenkstelle zwischen Besonderem und Allgemeinem, wie auch dem Singulären und Exemplarischen fungieren. Sie entwickelt so nicht nur eine zeitgemäße Kasuistik symptomatischer Bilderfahrungen, sondern entfaltet zudem Grundlagen für eine Methoden- und Theoriebildung der Bilderfahrung im Horizont von Responsivität.

Neuer Band zu Portfolios

Dieses Buch enthält verschiedene Beiträge zur Portfolioarbeit im Unterricht der Sekundarstufen 1 und 2. Neben kunst- und design-didaktischen Ansätzen und Modellen zur Portfolioarbeit werden fachdidaktische Hinweise und Methoden vorgestellt, um mit Portfolios Gestaltungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und auszuwerten. Der Band richtet sich gleichermaßen an Fachlehrpersonen, Studierende und Dozierende der Pädagogischen Hochschulen und Kunsthochschulen in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung des Fachgebiets »Kunst und Design«.
Darin: Sabisch, Andrea: Zur Relation zwischen Aufzeichnung und Erfahrung. S. 51-61.