Kunstpädagogik

»Arbeitstagung zum Selbstverständnis der Kunstpädagogik an einer Kunstakademie« – Nachlese

Im Zuge der »Arbeitstagung zum Selbstverständnis der Kunstpädagogik an einer Kunstakademie«, welche am 26. Oktober 2018 an der HFBK Hamburg stattfand und die u.a. Fragen nach der Sichtbarkeit und dem Stellenwert von künstlerischer Praxis innerhalb des Studiums der Kunstpädagogik aber auch dem generellen Verhältnis von Kunst und Kunstpädagogik stellte, ist im Dezember die neue Ausgabe der HFBK-Hochschulmagazins »Lerchenfeld« erschienen. In der 46. Ausgabe sind neben den Vorträgen der Referent_innen (Sara Burkhardt, Alexander Henschel, Torsten Meyer, Carmen Mörsch, Marcus Recht, Andrea Sabisch, Ina Scheffler, Nora Sternfeld und Manuel Zahn) auch Beobachtungen von Kita Nedo und Lukas Sonnemann nachzulesen die zu weiteren Reflektionen der Tagung einladen.

Eine digitale Version des Hefts finden Sie hier.
Videomitschnitte der einzelnen Panels und den dazugehörigen Diskussionsrunden finden Sie hier.

Juuso Tervo: Intimacy with a Stranger: Art, Education and the (Possible) Politics of Love

Indem er die Geschichte und Philosophie der Bildung durch die Brille von Liebesliedern liest, fragt Juuso Tervo, inwiefern sich die Politik der Kunstpädagogik als ein Akt der Liebe verstehen lässt. Er plädiert für ein Verständnis von Liebe und Bildung jenseits der gängigen Narrative von Vollendung und Vollständigkeit und abseits jeglicher Determinierung. Ausgehend von Autoren wie Giorgio Agamben, Alain Badiou und Lauren Berlant diskutiert er, wie Liebe dazu beitragen könnte, die Politik der Kunstpädagogik radikal offen zu halten. Der Text basiert auf einem Vortrag an der Universität zu Köln vom 1. Juni 2016.

Nähere Informationen und Download des Textes finden Sie hier.

Dr. Volkmar Mühleis – Der Blick in die Ferne – Über das Bild ›Mädchen mit totem Vogel‹


In der Ringvorlesung ›Blicke‹ begrüßen wir am kommenden Donnerstag Prof. Dr. Volkmar Mühleis mit einem Vortrag zu »Der Blick in die Ferne – Über das Bild ›Mädchen mit totem Vogel‹«
Das Gemälde ›Mädchen mit totem Vogel‹ ist ein Rätsel. Über die Autorschaft dieses Meisterwerks aus dem frühen 16. Jahrhundert ist ebenso wenig bekannt wie über das Genre oder die Zusammenhänge seiner Entstehung. Zugleich fasziniert es bis heute, nicht zuletzt durch den Blick des Mädchens in die Ferne. Wie ist dieser Blick zu deuten? Wie sehen, erfahren wir ihn? Und wie sehen, erfahren ihn andere, interkulturell, im globalisierten Alltag der Museen für Schöne Künste in Brüssel, wo das Bild ausgestellt ist?
Dr. Volkmar Mühleis ist als Philosoph an der LUCA School of Arts in Brüssel und Gent tätig. Forschungsschwerpunkte: haptische und regenerative Ästhetik, kunstpraktische Forschung, interkulturelle
und responsive Phänomenologie. Veröffentlichungen u.a.: ›Kunst im Sehverlust‹ und ›Der Kunstlehrer Jacotot – Jacques Rancière und die Kunstpraxis‹.
/// Do, 14.06.2018 , 16-18h, VMP8, R 404 ///

Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini – Der Blick aus dem Bild und ins Bild

In der Ringvorlesung ‚Blicke‘ begrüßen wir am Donnerstag, den 31.05.2018 Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini mit einem Vortrag zu „Blick aus dem Bild und ins Bild. Am Beispiel Gerhard Richter ›Betty‹ 1971 und Camille Henrot ›Deep inside‹“
Blicke halten sich nicht an die Optik. Sie sind Funktionen des Begehrens und der Begierde. Bilder und Filme handeln, sogar knackende Zweige oder knirschende Kieselsteine können blicken. An zwei mehrfachen Übersetzungen von Blick wird das gezeigt (1. Moment von Didaktik) und ein wenig zu sehen gegeben (2. Moment von Didaktik), an Gerhard Richters „Betty“ 1971 und Camille Henrots „Deep Inside“ 2005. Und es könnte deutlich werden, dass Dummheit heißt, das Risiko des Blicks nicht aushalten zu können und sehen zu wollen. Dagegen etwas zu tun, wäre ein 3. Moment von Didaktik.
/// Do, 31.05.2018 , 16-18h, VMP8, R 404 ///

Einladung zur zweiten Expedition Ästhetische Bildung: im SoSe 2018

Wir laden herzlich Studierende, Lehrende, Referendar*innen, Museumspädagog*innen und Vermittler*innen zu unserer zweiten Veranstaltung der Reihe Expedition Ästhetische Bildung am 28.05.2018 ein, um mit uns die Ideen und Thesen der Referentin Carolina Mey zu dem Thema  Selfie – Bildpraktiken der Digitalität: Reflexionen zu Selbstbildern und Verkörperungen zu diskutieren.
»11 years ago today, Me & Britney invented the selfie!« (Paris Hilton, 2017).
Mit dem Smartphone sind digitale (Selbst-) Bilder zum konstitutiven Bestandteil des Alltags geworden. Sie befinden sich milliardenfach im öffentlichen Umlauf, der Umgang mit ihnen ist Kommunikation. Interaktion und Aufmerksamkeit sind (monetäre) Werte. Damit stellt sich die Frage, wie sich der konstante Prozess von Veröffentlichung, Weiterleitung, Verschlagwortung und Transition im Netz auf das digitale (Selbst-) Bild auswirkt. Ist es damit in sich referenziell? Wie steht es in Beziehung zu variablen „anderen“? Wie korrespondieren (Selbst-) Realität und (digitales) Bild? Und wie verhält sich der Körper zum Public Image? Anhand von künstlerischen Arbeiten der Digitalität werden Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Phänomenen zeitgenössischer Bildpraktiken vorgestellt und gemeinsam mit Ihnen diskutiert.
Titel: Expedition Ästhetische Bildung:
Selfie – Bildpraktiken der Digitalität: Reflexionen zu Selbstbildern und Verkörperungen
Referentin: Carolina Meyen (Hamburg)
Ort: Von-Melle-Park 8, Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, Raum 404
Zeit: Mo, den 28.5. 2018, 18-20 Uhr
Dauer: 2 h
Koordination: Prof. Dr. A. Sabisch
Anmeldemodalitäten: Anmeldung per Mail an das Sekretariat: kerstin.schattschneider@uni-hamburg.de
Zielgruppe: Lehrende aller Schulformen und Ausbildungsphasen

Einladung zur Expedition Ästhetische Bildung:

Zu unserer Veranstaltungsreihe Expeditionen Ästhetische Bildung laden wir auch im SoSo 2018 Studierende, Lehrende, Referendar*innen, Museumspädagog*innen und Vermittler*innen herzlich ein, mit uns die Thesen und Ideen des Referenten Alex Schärfe zu diskutieren. Er befasst sich mit dem Thema: Rhizom – Künstlerische Strategie – Postinternet. Das Netz als [kunstpädagogische] Denk- und Handlungsfigur?
Das Internet ist heute gewöhnlicher Teil der alltäglichen Lebenswelt, zumindest für die Generation der Digital Natives. Diese Erkenntnis ist keinesfalls neu. Dass solch ein Prinzip der Verlinkung auch als eine mediale Übersetzung dessen gelesen werden kann, was Deleuze und Guattari 1980 als Denken des Vielfältigen, der Enthierarchisierung und Selbstermächtigung vorstellten, ist ebenfalls keine Neuentdeckung. Dennoch zeigt sich, dass unsere gegenwärtige Denkweise vielfach geprägt ist von Alternativlosigkeit, Aporien und Eingrenzungen, wie sie uns zumeist von Seiten der Ökonomie und Politik suggeriert werden. Von daher legitimiert sich doch die Frage, wie sich solch ein Prinzip des Mannigfaltigen provozieren ließe. Ein Blick in die Kunst erweist sich dabei als richtungsweisend und vielleicht ist es gerade das Potential der Kunstpädagogik, aus den Momenten der ästhetischen Erfahrung heraus ein Denken des Asignifikanten zu eröffnen.
Diese Veranstaltung wird als Fortbildungsveranstaltung für Lehrer*innen anerkannt.
Ort: Von-Melle-Park 8, Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, Raum 404
Zeit: Mo, den 23.4.2018, 18-20 Uhr
Dauer: 2 h
Anmeldemodalitäten: Anmeldung per Mail an das Sekretariat: kerstin.schattschneider@uni-hamburg.de
Zielgruppe: Lehrende aller Schulformen und Ausbildungsphasen

Nadia Bader: Zeichnen – Reden

Formen der Artikulation in bildnerischen Prozessen
Nadia Bader berichtet über das Teamforschungsprojekt „Zeichnen – Reden“ (Hochschule der Künste Bern, 2012/13), das danach fragt, wie der kommunikative Austausch im Kunstunterricht das bildnerische Denken und Handeln der involvierten Personen beeinflusst. Vorgestellt werden das Forschungssetting, die Analyse zeichnerischer und dialogischer Prozesse anhand einer videographisch dokumentierten Unterrichtsstunde sowie erste Ergebnisse. Abschließend folgt ein Ausblick auf die aktuelle Weiterführung und Vertiefung der Studie in Baders Promotion.

 

4. kunstpädagogische Studierendentagung

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HOMO AUTONOMICUS – Was ist schlimmer als Freiheit? Kunst! − Unter diesem Titel findet vom 5.-8. November 2015 die 4. kunstpädagogische Studierendentagung in Siegen statt. Im Fokus der Tagung stehen die Freiheiten der Kunst und der Kunstvermittlung. Sowohl die Freiheit des Menschen als auch die der Kunst werden bis heute diskutiert, u. a. mit Kant, Adorno oder Beuys.
Studierende aus dem Feld der Kunstpädagogik wollen sich im Rahmen der Tagung 2015 gemeinsam mit Fragestellungen zum Verständnis von Freiheit und Vermittlung befassen. Wir diskutieren, wie frei die Kunst und die Kunstvermittlung wirklich sein müssen, um anschließend zu schauen, wie wir Freiräume nutzen, erweitern und vermitteln können.

Alle weiteren Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung mit einem Beitrag oder als Teilnehmer finden Sie auf der Tagungs-Website und auf facebook.

Vortrag von Manuel Zahn »Wie lassen sich Prozesse des Lehrens zeigen?«

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Kommenden Dienstag, 19. Mai 2015, wird Manuel Zahn zur Frage »Wie lassen sich Prozesse des Lehrens zeigen?« im Rahmen der Ringvorlesung »Grundfragen der Kunstpädagogik« vortragen.
Die Vorlesung findet Dienstagabend von 16-18 Uhr in Raum 404 (VMP8) statt.
Interessierte sind herzlich willkommen!

Ringvorlesung „Grundfragen der Kunstpädagogik“

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Gestern startete unsere Ringvorlesung mit einem einführenden Vortrag von Andrea Sabisch unter der systematischen Fragestellung „Wie findet man neue Fragen?“.
In der nächsten Woche freuen wir uns, Wolfgang Legler zu Gast zu haben, der zur Frage „Wie kann man aus der Geschichte des Faches lernen?“ vortragen und mit uns diskutieren wird.
Die Vorlesung findet am Dienstag, den 21.4.15 von 16-18 Uhr in Raum 404 (VMP8) statt.
Interessierte sind herzlich willkommen!