Kunstpädagogik

Impressionen zur Ausstellung der Studierenden des Lernbereichs Bildende Kunst

Am Donnerstag, den 30.10.2014 präsentierten die Studierenden des Lernbereichs Bildende Kunst ihre künstlerischen Arbeiten in einer selbstorganisierten Austellung im 4. Stock des Von-Melle-Park 8. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Studierenden, die bei der Umsetzung der interessanten Ausstellung geholfen haben.

Bildergallerie

Offizieller Abschied von Karl-Josef Pazzini

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Am 2. Juli 2014 fand die offizielle Verabschiedung von Karl-Josef Pazzini in der Fakultät für Erziehungswissenschaft statt. Dieser Abend, zu der über 100 Kolleg_innen der Erziehungswissenschaft, der Kunstpädagogik und der Psychoanalyse und aus allen Himmelsrichtungen angereist waren, begann mit Pazzinis Rede. Weitere musikalische, literarische, performative und visuelle Beiträge kamen von Ole Wollberg, Dr. Insa Härtel, Prof. Dr. Torsten Meyer, Hans-Peter Scharlach, Pierangelo Maset, Evelyn May, Notburga Karl, Dr. Susanne Gottlob, Sinah Mielich, Prof. Dr. Rainer Kokemohr, Clara-Marie, Teresa, Luisa Pazzini sowie Prof. Dr. Andrea Sabisch. Den Abend moderierte Joana Faria (siehe Bild). Hamburg ohne Pazzini, das ist kaum vorstellbar.
Wer noch einmal die Gelegenheit nutzen will, Pazzini live zu erleben, kann die Vorlesung zur Psychoanalyse besuchen. Sie findet mittwochs, von 19.30-20.30 im Raum 05, Von-Melle-Park 8 statt.

Netzwerk Kunstpädagogik

Ausgehend von den Expeditionen Ästhetische Bildung im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik, trafen sich Freitag Vertreter/innen der Kunstpädagogik an der Universität Hamburg zum Auftakt eines institutionsübergreifenden Gesprächs. Elf Lehrende von Schule und Hochschule, Studierende und Referendarinnen berieten über Möglichkeiten der zukünftigen Kooperation und Vernetzung, sowie über potentielle Reflexionsformen der kunstpädagogischen Vermittlung. Im Sommersemester soll dieser Dialog kontinuierlich weitergeführt werden. Dazu werden rechtzeitig Veranstaltungen bekannt gegeben. Interessierte wenden sich bitte an andrea.sabisch@uni-hamburg.de.

Achtes kunstpädagogisches Forschungskolloquium in Loccum

Das achte kunstpädagogische Forschungskolloquium an der Evangelischen Akademie Loccum findet zum Thema »Kunst – Sprache – Vermittlung – Beschreibungen von kunstpädagogischen Prozessen« vom 2.-4. September 2011 unter der Leitung von Kerstin Asmussen, Katja Helpensteller, Gila Kolb und Evelyn May statt. Die Sprache ist für die kunstpädagogische Forschung in doppeltem Sinne bedeutsam: Zum einen in der Begegnung mit Kunst und ästhetischen Prozessen in Situationen der Kunstvermittlung, zum anderen in der Forschung darüber und der damit verbundenen Aufgabe der Dokumentation, Auswertung und Präsentation der Ergebnisse. Als zentrales Instrument der Verständigung dient Sprache im Kunstunterricht und in der Kunstvermittlung etwa der Reflexion von eigenen ästhetischen Arbeiten, dem Feedback seitens der Lehrenden und Lernenden und der Rezeption von Kunstwerken, indem individuelle Perspektiven und Sichtweisen verbalisiert werden. Doch lassen sich ästhetische Erfahrungen und subjektive Wahrnehmungen in ihrer Gänze verbal erfassen? Gottfried Boehm etwa lehnt eine Übersetzbarkeit von Bildern in verbale Sprache ab; Ursula Brandstätter betont die Unübersetzbarkeit der ästhetischen Erfahrung in Begriffe (vgl. Lange 2010). Doch im Forschungskontext ist Sprache ein primäres Medium, um ästhetische Prozesse zu beschreiben: Schülerinnen und Schüler oder andere Personen im Forschungsfeld reflektieren ihr Tun, die Forschende wiederum beobachten, stellen Fragen, analysieren und interpretieren. Dabei bewegen sich Forschende im weiten Feld einerseits mit der eigenen Argumentation zu überzeugen zu müssen und andererseits für die Lesenden ansprechend zu erzählen (vgl. Reichertz, Soeffner 1994, S. 310).
Im Rahmen des diesjährigen Kolloquiums soll beleuchtet werden, ob und inwiefern gerade in der kunstpädagogischen Forschung ein besonderes Potential für mehrdimensionale Übersetzungsstrategien aus der Kunst heraus besteht oder bereits praktiziert wird. Welche Strategien verfolgt der wissenschaftliche Nachwuchs, um kunstpädagogische Prozesse zu beschreiben? Ziel ist es ein Nachdenken über das Verhältnis von Sprache, Kunst, Kunst-vermittlung und kunstpädagogischer Forschungspraxis anzuregen. Dr. des. Rahel Ziethen (Universität Hildesheim) wird das Kolloquium dazu mit einem impulsgebenden Beitrag bereichern. Näheres hier

Expedition Ästhetische Bildung in der Schirn

Die fünfte Expedition Ästhetische Bildung im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik fand am 9. Juni in der Schirn Kunsthalle Frankfurt statt. 16 Kunstpädagog/innen aus Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Berlin und Hamburg trafen sich, um den kollegialen Dialog über Kunstvermittlung vor Ort zu diskutieren. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie man Vorstellungen und Imaginäres im Kontext von Ästhetischer Bildung thematisieren, aktivieren und kontextualisieren kann. Das Besondere dieses Austauschs war die gemischte Zusammensetzung der beteiligten Expertisen, bzw. Professionen: Drei Lehrerinnen, zwei Referendarinnen, vier Museumspädagog/innen, drei Studierende, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und zwei Professor/innen aus unterschiedlichen institutionellen und regionalen Perspektiven.
Nach einem kurzen Vortrag zur kunstpädagogischen Arbeit im Museum (Hofmann), stellte die Leiterin der Kunstvermittlung der Schirn (Dr. Eschenfelder) mit ihrer Kollegin Rauber die eigenen Arbeitsweisen, Formate und Angebote vor. Unter der Leitung von dem freien Kunstpädagogen und Lehrbeauftragten Fabian Hofmann und Prof. Dr. Andrea Sabisch konnten die Teilnehmenden zwischen zwei Zugängen und Ausstellungen wählen. Während eine Gruppe bei der Führung zur Ausstellung von Francesco Clemente hospitierte, um diese im Hinblick auf die Öffnung für Imaginäres zu befragen, entwarf die zweite Gruppe zur Ausstellung der zypriotischen Künstlerin Haris Epaminonda eigene Ideen für Imaginationsbildungen, die in der Kunstvermittlung Anwendung finden können. Ein gemeinsames Gespräch über die verschiedenen Weisen der Vermittlung in Bezug auf die Exponate und eine zukünftige Vernetzung beendete den diskussionsfreudigen und anregenden Nachmittag.

Wulftange rezensiert das Buch „Inszenierung der Suche“

Im Doppelheft des ZQF zum Thema »Zugänge zu Erinnerungen. Psychoanalytische, pädagogische und biographietheoretische Perspektiven und ihre theoretischen Rückbindungen«, welches nun endlich erschienen ist, schreibt Gereon Wulftange eine neue Rezension zu meinem Buch »Inszenierung der Suche«. Darin heißt es u.a.: »Die Arbeit zieht in ihren Bann, weil und indem sie vorführt, dass die eindeutige Trennung vom so genannten Forschersubjekt (dem ,Erkenntnissubjekt‘) und seinem objektivierten Gegenstand (den ,Dingen der Welt‘) illusorisch ist, dass sich beide vielmehr wechselseitig durchdringen. Das kann man während der Lektüre nachdenkend erfahren. So wird man regelrecht in einen Denkprozess gezwungen, wie z.B. die ,eigene‘ Wissenschaftspraxis mit dem ,Anderen‘ des Gegenstandes verfahrt, ihn formt und als solchen allererst hervorbringt. Die Arbeit kann unter diesem Gesichtspunkt als fundierte Wissenschaftskritik gelesen werden. […]
Dieses Buch bietet eine beeindruckende Fundgrube faszinierender Denklinien und gibt als ,Entwurf einer wissenschaftskritischen Grafieforschung‘ dem Kunstpädagogen ebenso zu denken wie dem allgemeinen Erziehungswissenschaftler.« Zur Rezension

Aufzeichnung und ästhetische Erfahrung

KPP Sabisch
Welche Erfahrungen im Bereich der ästhetischen Bildung machen eigentlich Studierende und Schüler? Wie kann man ein Portfolio oder ästhetisches Tagebuch anlegen? Und wie hängen philosophische Überlegungen über den Erfahrungsbegriff mit einer qualitativen Forschung zusammen? Diese und andere Fragen werden zum Thema im soeben erschienenen 20. Band der Hamburger Reihe „Kunstpädagogische Positionen“, die auf meinem Vortrag am 14. Januar 2008 beruhen und Teile meiner Dissertation zusammenfassen. Das kleine broschürte Heftchen wird von der University Press Hamburg herausgegeben und ist für 2 € hier erhältlich.

Abschiedsvorlesung Wolfgang Legler

In seiner öffentlichen »Abschiedsvorlesung« rekonstruiert Prof. Dr. Wolfgang Legler, ausgehend von den Anfängen eines Zeichenunterrichts für Laien in der Renaissance, die historisch wechselnden Intentionen, Inhalte und Methoden des Zeichen- und Kunstunterrichts. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Begründung des Volksschul-Zeichenunterrichts durch Pestalozzi und seine Schüler, auf den Anfängen der Kunsterziehungsbewegung in Hamburg am Ende des 19. Jahrhunderts, der sogenannten »zweiten Phase der Kunsterziehungsbewegung« zwischen den Weltkriegen und den Entwicklungen von 1945 bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Dabei werden auch die Beziehungen zwischen kunstpädagogischen Positionen und Entwicklungen der bildenden Kunst sowie Impulsen aus Bildungstheorie und Allgemeiner Didaktik in den Blick genommen.

06.04.2009
Methodische Vorbemerkungen, eine schwierige Vorgeschichte und frühe Methodenkonzepte
20.04.2009
Aus Anlass der Aktionswoche »Rettet die Bildung«: Bildungsökonomie und Kunstpädagogik – Wie Politik und Wirtschaft die Entwicklungen des Zeichen- und Kunstunterrichts mitbestimmt haben
27.04.2009
Comenius, Rousseau, Pestalozzi und die Begründung eines allgemeinbildenden Zeichenunterrichts
04.05.2009
Schillers Idee einer ästhetischen Bildung und die Einführung des Elementarzeichnens an den preußischen Volksschulen
11.05.2009
Disziplinierung und gewerbliche Ausrichtung des Volksschulzeichenunterrichts vor der Kunsterziehungsbewegung
18.05.2009
Die Entdeckung der freien Kinderzeichnung und die Anfänge der Kunsterziehungs-bewegung in Hamburg
25.05.2009
Julius Langbehn und Alfred Lichtwark – Kulturkritik und reflexive Modernisierung als Motive der Kunsterziehung
08.06.2009
Die zweite Phase der Kunsterziehungs-bewegung und das Problem der »Volkskunst«
15.06.2009
Die NS-Zeit und die schwierige Neuorientierung der Kunstpädagogik nach 1945
22.06.2009
Reinhard Pfennig und Gunter Otto – Die Kunst-Pädagogik entdeckt ihren Gegenstand
29.06.2009
Reformansätze der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts und die Ästhetische Erziehung als »Integrationskonzept«
06.07.2009
Tendenzen der 80er und 90er Jahre des 20. Jahrhunderts und die Aktualität der ästhetischen Bildung
13.07.2009
Kolloquium