visuelle Bildung

Erschienen: Kunstpädagogik im Anschluss an Pazzini

In der Bildenden Kunst haben sich Menschen in historisch und kulturell unterschiedlichen Arten und Weisen einen besonderen Bereich der Bildung vor Bildern geschaffen. Karl-Josef Pazzini versteht Bildende Kunst immer auch als Forschung zur Verfassung und Beschreibung des Subjekts auf dem Weg zum Anderen und vom Anderen. Künstlerische Arbeiten werden in dieser Perspektive nach möglichen Auskünften über subjektive Bildungsprozesse, ihre Bedingungen und Dimensionen befragt und gleichzeitig als widerständige, störende, affizierende Dinge zum Anlass wieder anderer Bildung(en). Er hat diese These in seiner kunstpädagogischen Lehre und Forschung in der Konfrontation mit vielen Bildern und Kunstwerken erprobt, mit Theoretisierungen versehen und in den kunstpädagogischen Diskurs eingebracht. Das in 2015 erschienene Buch Bildung vor Bildern. Kunst – Pädagogik – Psychoanalyse zeugt davon.
Die Beiträge des hier vorliegenden Sammelbands befragen im Anschluss daran die theoretische Ausrichtung des Zusammenhangs von Kunst und Pädagogik. (Ehemalige) Studierende, Schüler*innen und Kollegen*innen von Karl-Josef Pazzini aus dem Feld der Kunstpädagogik reflektieren ihre individuellen Bezüge zu seinen Arbeiten und kalkulieren den Übertrag in die eigene Lehr- und Forschungsarbeit.
Darin u.a.: Johns, Stefanie: Oszillierende Bildkondensate (Kommentar zur Rahel Puffert)
Sabisch, Andrea: Zwischen Bildern und Betrachter*innen. Wie Bilder uns ausrichten.
Wollberg, Ole: Bildungen des Ungewussten oder How to do Anmut.
Zahn, Manuel: Bildschirme. Medienökologische Perspektiven auf das (in)dividuelle Phantasma in der aktuellen Medienkultur.

Ein Buch zum Bild ›Betty‹ von Richter

»1977 malt Gerhard Richter seine Tochter nach einem Foto. Auf dem dunkel gerahmten Bild ist ein Mädchenkopf auf eine Fläche, eine Art Brett gelegt; der Lichteinfall aus rückwärtiger Höhe lässt den Kopf einen Schatten daraufwerfen. Im Vordergrund und im rechten Hintergrund kann man den Verlauf der Brett- oder Tischkante sehen, welche beide Male im spitzen Winkel zum Bildrand verläuft. So erscheint der Kopf in einer zweifachen Rahmung und ›rutscht‹ auf die Betrachtenden zu. Aus dem Bild kommt uns ein Blick entgegen…«
Die Neuerscheinung von Pazzini und Härtel ist soeben im Textem Verlag Hamburg, in der beachtlichen Reihe »Stimmungs-Atlas« erschienen.

Tagung »Visuelle Assoziation« 2016 im Warburg-Haus

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Vom 15.-17.September 2016 fand unsere interdisziplinäre Tagung »Visuelle Assoziation« (VA) im Warburg-Haus Hamburg statt, die vom Arbeitsbereich Ästhetische Bildung im Fachbereich Erziehungswissenschaften der UHH, unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Sabisch und Dr. Manuel Zahn durchgeführt wurde. Die Resonanz auf die Tagung war schon im Vorfeld überwältigend, sodass wir etlichen Personen aus Platzgründen leider absagen mussten.
Das Programm war thematisch in drei Blöcke aufgeteilt, die sich auf die drei Tage der Veranstaltung aufteilten. Nach einer kurzen Begrüßung der Veranstalter, leitete Prof. Dr. Dieter Mersch den ersten Themenschwerpunkt der philosophischen und phänomenologischen Forschungen zur VA ein, indem er konjunktionale Anordnungen von propositionalen unterschied und im Kontext eines Visuellen Denkens verortete. Im Anschluss daran zeigte der Kunsthistoriker und Kurator Dr. Roberto Ohrt an der rekonstruierten 48. Tafel Aby Warburgs, inwiefern die Anordnung der Bildensembles bei Warburg als VA bezeichnet werden können. Im Anschluss daran entwickelte der Hamburger Künstler Peter Piller seine eigene Arbeit als zeitgenössische Perspektive auf die VA, die sich nicht nur durch die Anordnung im Medium des Buches und der Ausstellung, sondern auch im Prozess der Bildauswahl aus umfangreichen Bildersammlungen und -archiven ergebe. (mehr …)

Tagung »Visuelle Assoziation« vom 15.-17.9.2016

Einladung_Tagung_VISUELLE_ASSOZIATION

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Achtung: Wir sind restlos ausgebucht! Es gibt leider keine Plätze mehr für die Tagung.
Die Tagung reflektiert das Phänomen der »Visuellen Assoziation« im Kontext visueller Bildung. Im Unterschied zu sprachbasierten Assoziationen kann man visuelle Assoziationen als formale, semantische, gestische oder performative Verknüpfungen verstehen, die sich im Hinblick auf Aspekte wie Lage, Richtung, Häufigkeit, Ähnlichkeit, Kontrastierung, Rhythmus und Wiederholung untersuchen und differenzieren lassen. Diese Dimensionen spielen nicht nur in visuellen Artikulationen des Sehens, Zeigens und Darstellens eine relevante Rolle, sie markieren zudem auch einen Übergang zum Virtuellen. Indem Sie verlängern, ausdehnen, unterbrechen, verknüpfen, streuen, schichten und takten, eröffnen sie nicht nur visuelle Räume, Durch- und Übergänge, sondern zugleich imaginäre, mentale Welten. Dabei richten sie sowohl Bildproduzenten als auch -rezipienten gleichermaßen in ihrem bildbezogenen Wahrnehmen, Denken und Handeln aus. Insofern kommt ihnen in Bildungsprozessen eine ähnlich elementare Funktion zu, wie sie der Metapher in sprachbasierten Bildungstheorien zugewiesen wird.
Das Programm finden Sie hier: Einladung_Tagung_VISUELLE_ASSOZIATION
Anmeldung bis zum 31.07.2016 an EW1.AesthBildg@uni-hamburg.de, hier erfahren Sie auch die Kontodaten. Die Anmeldung wird erst mit der Überweisung gültig.
Kosten: Die Tagungsgebühren für die gesamte Tagung betragen 50,00 €, für Student*innen und Doktorand*innen 25,00 €.

Ringvorlesung „Grundfragen der Kunstpädagogik“

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Gestern startete unsere Ringvorlesung mit einem einführenden Vortrag von Andrea Sabisch unter der systematischen Fragestellung „Wie findet man neue Fragen?“.
In der nächsten Woche freuen wir uns, Wolfgang Legler zu Gast zu haben, der zur Frage „Wie kann man aus der Geschichte des Faches lernen?“ vortragen und mit uns diskutieren wird.
Die Vorlesung findet am Dienstag, den 21.4.15 von 16-18 Uhr in Raum 404 (VMP8) statt.
Interessierte sind herzlich willkommen!

Rückblick: BUKO 15 in Salzburg

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Vom 13. bis 15.02.2015 hat in Salzburg in der Tradition der seit 2003 stattfindenden Bundeskongresse der BUKO erstmals im Format eines Internationalen Kongresses der Kunstpädagogik stattgefunden. Gemeinsam haben die Fachverbände aus Deutschland (BDK), Österreich (BÖKWE) und der Schweiz (lbg) den Kongress zum Thema „Blinde Flecken der Kunstpädagogik“ konzipiert und veranstaltet. Es geht um Erscheinungen, Aufgaben und Herausforderungen, die (derzeit) wenig oder gar nicht beachtet werden. Idealer Weise gehen nun vom Kongress Impulse aus, sich intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen und entsprechend zu forschen.

Rund 430 Teilnehmer_innen aus insgesamt acht Nationen nahmen an den Vorträgen, Gesprächen und Sektionen teil. Auch FuL war vertreten: Andrea Sabisch, Manuel Zahn und Evelyn May gestalteten eine Sektion zum Thema „Visuelle Bildung“. Ole Wollberg war an der Buch-Vorstellung von „What’s Next – Art Education“ unter der Leitung von Torsten Meyer und Heinrich Lüber beteiligt.

Vortrag von Christina Kleinow in der Ringvorlesung »Animation«

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Bereits Grundschüler verfügen über ein breites, rezeptives Filmwissen, wobei sich insbesondere Animationsfilme wie „Madagascar“, „Cars“ oder „Ich – Einfach Unverbesserlich“ einer großen Beliebtheit erfreuen. Die dazu entwickelten Merchandising-Produkte von T-Shirts, Kuscheltieren bishin zu Hausschuhen und Brotdosen füllen viele der heutigen Kinderzimmer. Trickfilm im Kunstunterricht der Grundschule hat die Chance an diese kindlichen Lebenswelten anzuknüpfen: Mit einfachen Mitteln und Techniken können die von Grundschülern gestalteten Bilder laufen lernen. Für die Schüler eröffnet sich dadurch ein großes, faszinierendes und kreatives Spielfeld, auf dem das eigene rezeptive Filmwissen aktiviert, reflektiert und in neue, ästhetische Bildwelten eingetaucht werden kann.

Dienstag 20.1.2015
18:00-20:00

Fakultät für Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8
Raum 404

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Vortrag zu Machinimas von Andreas Hedrich in der Ringvorlesung »Animation«

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»Machinimas sind eine Kunstform mit digitalen Spielen Filme herzustellen die in der Gamerszene etwickelt und im Medienkunstbereich Verbreitung gefunden hat. Grundlegend ist die Idee die Gameengine, den Programmierkern von Games zu nutzen um mit ihnen Echtzeit 3D-Filme zu produzieren. In dem Vortrag wird die historische Entwicklung, aber auch die praktische Umsetzung erläutert. Zudem wird es Einblicke in pädagogische Projekte geben.«

Dienstag 16.12.2014
18:00-20:00

Fakultät für Erziehungswissenschaft
Von-Melle-Park 8
Raum 404

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Gastvortrag von Notburga Karl in der Ringvorlesung »Animation«

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Notburga Karl ist Künstlerin und arbeitet derzeit an der Universität Bamberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich der Kunstpädagogik. Sie studierte in München Kunsterziehung und in Düsseldorf Freie Kunst und Bildhauerei. Sie war Meisterschülerin von Jannis Kounellis. Ein Postgraduierten Stipendium führte sie an die School of Visual Arts nach New York, wo sie auch Joan Jonas assistierte. Karl stellte national und international aus, und nahm erfolgreich an Kunst-am-Bau-Wettbewerben teil. Sie promoviert über die Kategorie des Bildhaften bei Joan Jonas.

In ihrem Vortrag am kommenden Dienstag (11.11.2014, 18 Uhr, VMP8, Rm 404) wird sie am Beispiel von Arbeiten der New Yorker Performance-Künstlerin Joan Jonas über Bildstrategien im Bereich der zeitgenössischen Performance-Kunst sprechen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Was ist »Visuelle Bildung«?

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»Visuelle Bildung« ist das gegenwärtige Forschungs- und Lehrvorhaben, das mit einer interdisziplinären Ringvorlesung begann und im Wintersemester 2013/14 entstand. Die Ringvorlesung hatte zum Ziel, sowohl Hamburger Kolleg_innen aus diversen Universitäten miteinander zu vernetzen, die derzeit zu diesem Thema arbeiten, als auch den Austausch weiterer Kolleg_innen vor allem im deutschsprachigen Raum anzuregen. Thematisch ging es darum, ein zukünftiges Forschungsfeld allererst zu konturieren und die diversen Ansätze, Theorien, Methoden und Methodologien zueinander zu korrelieren und zu reflektieren. Da die Resonanz auf unser Vorhaben umwerfend war, haben wir eine Broschüre herausgegeben, die einen freilich nur groben Eindruck eines zukünftigen Forschungs- und Lehrgebiets gibt. Nikolaus Gansterer hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, uns seine Zeichnungen aus seinen so passenden »Figures of thought« zur Verfügung zu stellen.