Geschichte des Zeichen- und Kunstunterrichts

Wolfgang Legler

Einführung in die Geschichte des Zeichen- und Kunstunterrichts von der Renaissance bis zum Ende des 20. Jahrhunderts
Pädagogik: Perspektiven und Theorien, hg. von Johannes Bilstein, Bd. 17

Wolfgang Legler liefert mit dem vorliegenden Buch einen kompakten Überblick über die Entwicklung des Zeichen- und Kunstunterrichts von der Renaissance bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt liegt dabei weniger auf historischer Vollständigkeit als im Aufzeigen von ideengeschichtlichen Entwicklungen, wechselnden fachlichen Orientierungen und der jeweils wirksamen kulturellen, politischen und/oder ökonomischen Kontexte. Die Einführung in die Fachgeschichte wird so auch zu einer Einführung in kunstpädagogisches Denken. Dem ursprünglichen Charakter einer einführenden Vorlesung entsprechend können die vierzehn Kapitel des Buches auch einzeln oder abweichend von der chronologischen Abfolge gelesen werden.
Das Buch richtet sich an Studierende und Lehrende der Kunstpädagogik an Hochschulen sowie praktizierende Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer, stellt aber auch für fachfremde Interessierte eine spannende und informative Lektüre dar.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Athena Verlags.

Reinlesen können Sie hier.

Wunder in Kunst und Pädagogik – Kunstpädagogische Positionen

Wunder gibt es immer wieder, und es gibt sie überall – oder nicht? Anlässlich der Ausstellung WUNDER, die vom 23. September 2011 bis 5. Februar 2012 in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen ist, widmet sich die Ringvorlesung der Fakultät EPB (Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft) der Universität Hamburg dem „Wunder in Kunst und Pädagogik“. Ausgehend von dem interdisziplinären Ansatz der Ausstellung nehmen Experten unterschiedlichster Provenienz das Thema Wunder zum Anlass, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Disziplinen zu erkunden. (mehr …)

Neue online Zeitschrift Kunst Medien Bildung | ZKMB

Die online Zeitschrift Kunst Medien Bildung zkmb ist ein interdisziplinäres e-Journal, das wissenschaftliche Forschung zwischen Kunst, Medien und Bildung transparent und forschungsnah publiziert und durch ein partizipatives „open-peer-review“-Verfahren in Forschungsdiskursen vernetzt. Ziel des Zeitschriftenprojekts ist es, den fachwissenschaftlichen und fächerüberschreitenden Diskurs unter den Bedingungen intermedialer Vernetzungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
Wissenschaftliches Denken und Arbeiten zwischen Kunst, Medien und Bildung wird vielfach durch starke Einzelpositionen geprägt, die vorwiegend auf pädagogischen Tagungen und in daraus resultierenden Printversionen veröffentlicht werden. Für produktive Forschungs-Schnittstellen, die einzelne Forschungen in angemessener Vertiefung aufgreift, weiterdenkt und auch interdisziplinär verknüpft, fehlt jedoch ein institutionalisierter Rahmen. Hier setzt die zkmb an und bietet die Möglichkeit, Forschungsergebnisse zwischen Kunst, Medien und Bildung in einem wissenschaftlichen Rahmen darzustellen und in Form kommentierender „Reviews“ weiterzudenken, zu kontrastieren oder zu kommentieren. Als „open access“ e-Journal ist die zkmb ohne Gebühren oder Zugangsbeschränkung frei zugänglich.
Die zkmb erscheint nicht in festen Ausgaben, sondern veröffentlicht die Texte in den verschiedenen Rubriken sukzessive.
Auf der Homepage zkmb ist ein Newsletterverteiler angelegt, der über neu erschienene „Texte im Diskurs“, „Reviews“ und „Publikationen“ informiert. Wenn Sie diese Information erhalten möchten, bitten wir darum, den Newsletter zu abonnieren. Herausgegeben wird die zkmb im Auftrag der „Wissenschaftlichen Sozietät Kunst Medien Bildung e.V.“ von Ansgar Schnurr (Dortmund), Andreas Brenne (Kassel), Christine Heil (Mainz) und Torsten Meyer (Köln).

Podiumsdiskussion zu »Wunder und Erkenntnis«

Die Deichtorhallen Hamburg widmen sich im Herbst mit einer großen Ausstellung den Wundern in Kunst, Wissenschaft, Technik und Religion, die von der Universität Hamburg mit einer interdisziplinären Ringvorlesung „Wunder in Kunst und Pädagogik“ der Universität Hamburg begleitet wird. Die Podiumsdiskussion bei Körber kann man als Auftakt für einen Austausch über Erkenntnis und deren Grenzen verstehen. Es diskutieren der Ausstellungsmacher Daniel Tyradellis, die Theaterleiterin Sybille Peters, Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg, und Karin Harrasser, Kunsthochschule für Medien, Köln, über die Frage, wel che Rolle das Unerklärbare und das Sich-Wundern für Erkenntnisprozesse und das Lernen spielen.
Wo? KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg. Sie erreichen das KörberForum – Kehrwieder 12 mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).
Wann? 29.09.2011, 19 Uhr mit Anmeldung

Eine andere Empirie

In den »Lehr-Performances – Filmische Inszenierungen des Lehrens« thematisieren Manuel Zahn und Karl-Josef Pazzini als Herausgeber das Lehren als bislang unbekanntes, komplexes, nachhaltiges und wenig erforschtes Beziehungsgeflecht. Ausgehend von einer interdisziplinären Ringvorlesung an der Universität Hamburg entstand ein Buch, welches für bildungs-, kultur- und medienwissenschaftliche Kontexte höchst aktuell und interessant ist. Die Einzelbeiträge erforschen das Lehren als performatives Phänomen, welches nicht 1:1 in Lernprozesse übersetzbar ist, sondern längerfristig, mehrdimensional und interdisziplinär gedacht werden muss. Anhand von Filmen, wie »Die Welle«, »Das fliegende Klassenzimmer«, »Le Fils«, »L`Enfant sauvage«, »Der Club der toten Dichter«, »Entre le murs«, »Blackboards«, »Mona Lisas Lächeln«, »Monsieur Mathieu«, »The Wire«, »Das weiße Band« untersuchen de Autoren verschiedener Disziplinen nicht nur die filmische Darstellungen im Hinblick auf Facetten des Lehrens, sondern begreifen die Filme als eine andere Form der Empirie: Eine Empirie, die die Konstruiertheit und Fiktionalität ihrer Daten ernst nimmt.

Achtes kunstpädagogisches Forschungskolloquium in Loccum

Das achte kunstpädagogische Forschungskolloquium an der Evangelischen Akademie Loccum findet zum Thema »Kunst – Sprache – Vermittlung – Beschreibungen von kunstpädagogischen Prozessen« vom 2.-4. September 2011 unter der Leitung von Kerstin Asmussen, Katja Helpensteller, Gila Kolb und Evelyn May statt. Die Sprache ist für die kunstpädagogische Forschung in doppeltem Sinne bedeutsam: Zum einen in der Begegnung mit Kunst und ästhetischen Prozessen in Situationen der Kunstvermittlung, zum anderen in der Forschung darüber und der damit verbundenen Aufgabe der Dokumentation, Auswertung und Präsentation der Ergebnisse. Als zentrales Instrument der Verständigung dient Sprache im Kunstunterricht und in der Kunstvermittlung etwa der Reflexion von eigenen ästhetischen Arbeiten, dem Feedback seitens der Lehrenden und Lernenden und der Rezeption von Kunstwerken, indem individuelle Perspektiven und Sichtweisen verbalisiert werden. Doch lassen sich ästhetische Erfahrungen und subjektive Wahrnehmungen in ihrer Gänze verbal erfassen? Gottfried Boehm etwa lehnt eine Übersetzbarkeit von Bildern in verbale Sprache ab; Ursula Brandstätter betont die Unübersetzbarkeit der ästhetischen Erfahrung in Begriffe (vgl. Lange 2010). Doch im Forschungskontext ist Sprache ein primäres Medium, um ästhetische Prozesse zu beschreiben: Schülerinnen und Schüler oder andere Personen im Forschungsfeld reflektieren ihr Tun, die Forschende wiederum beobachten, stellen Fragen, analysieren und interpretieren. Dabei bewegen sich Forschende im weiten Feld einerseits mit der eigenen Argumentation zu überzeugen zu müssen und andererseits für die Lesenden ansprechend zu erzählen (vgl. Reichertz, Soeffner 1994, S. 310).
Im Rahmen des diesjährigen Kolloquiums soll beleuchtet werden, ob und inwiefern gerade in der kunstpädagogischen Forschung ein besonderes Potential für mehrdimensionale Übersetzungsstrategien aus der Kunst heraus besteht oder bereits praktiziert wird. Welche Strategien verfolgt der wissenschaftliche Nachwuchs, um kunstpädagogische Prozesse zu beschreiben? Ziel ist es ein Nachdenken über das Verhältnis von Sprache, Kunst, Kunst-vermittlung und kunstpädagogischer Forschungspraxis anzuregen. Dr. des. Rahel Ziethen (Universität Hildesheim) wird das Kolloquium dazu mit einem impulsgebenden Beitrag bereichern. Näheres hier

Ausstellungseröffnung Lernbereich Bildende Kunst am 14.07.2011

Am Donnerstag, den 14.07. 2011 präsentieren die Teilnehmerinnen des Werkstattseminars ‚Heimat – Stadt. Wege der ästhetischen Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum‘ ihre Projekte in einer Ausstellung auf der Veddel.

Zur Eröffnung im Projektraum der ‚Akademie einer anderen Stadt‘ um 19Uhr laden wir Sie herzlich ein!
Der Raum befindet sich am Veddeler Damm 4 in direkter Nähe zur S-Bahn Veddel.

Expedition Ästhetische Bildung in der Schirn

Die fünfte Expedition Ästhetische Bildung im Rahmen des Bundeskongresses der Kunstpädagogik fand am 9. Juni in der Schirn Kunsthalle Frankfurt statt. 16 Kunstpädagog/innen aus Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Berlin und Hamburg trafen sich, um den kollegialen Dialog über Kunstvermittlung vor Ort zu diskutieren. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie man Vorstellungen und Imaginäres im Kontext von Ästhetischer Bildung thematisieren, aktivieren und kontextualisieren kann. Das Besondere dieses Austauschs war die gemischte Zusammensetzung der beteiligten Expertisen, bzw. Professionen: Drei Lehrerinnen, zwei Referendarinnen, vier Museumspädagog/innen, drei Studierende, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und zwei Professor/innen aus unterschiedlichen institutionellen und regionalen Perspektiven.
Nach einem kurzen Vortrag zur kunstpädagogischen Arbeit im Museum (Hofmann), stellte die Leiterin der Kunstvermittlung der Schirn (Dr. Eschenfelder) mit ihrer Kollegin Rauber die eigenen Arbeitsweisen, Formate und Angebote vor. Unter der Leitung von dem freien Kunstpädagogen und Lehrbeauftragten Fabian Hofmann und Prof. Dr. Andrea Sabisch konnten die Teilnehmenden zwischen zwei Zugängen und Ausstellungen wählen. Während eine Gruppe bei der Führung zur Ausstellung von Francesco Clemente hospitierte, um diese im Hinblick auf die Öffnung für Imaginäres zu befragen, entwarf die zweite Gruppe zur Ausstellung der zypriotischen Künstlerin Haris Epaminonda eigene Ideen für Imaginationsbildungen, die in der Kunstvermittlung Anwendung finden können. Ein gemeinsames Gespräch über die verschiedenen Weisen der Vermittlung in Bezug auf die Exponate und eine zukünftige Vernetzung beendete den diskussionsfreudigen und anregenden Nachmittag.