Tagung „Bilderverbot“

Am kommenden Freitag und Samstag findet im Cafe Leonar udn ander Universität Hamburg eine Tagung im Feld von Kunst, Pädagogik udn Psychoanalyse statt, die von Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini veranstaltet wird.

Das „Bilderverbot“ ist merkwürdig. Das Gebot war zu hören, wurde auf Gesetztafeln geschrieben, kann vorgelesen und wieder gehört werden. Dieser Text aus der Bibel und seine dortige Umgebung evozieren immer wieder Bilder, auch und gerade von diesem Gott, der eigentlich nicht einmal dort geschrieben steht. Moses wird lediglich gestattet, einen Blick auf den Rücken Gottes zu werfen. Von den Effekten von Gottes Handeln drängten sich Bilder auf. Das Bilderverbot führt nicht zur Ausschaltung von Bildern. Wahrscheinlich ist das so, weil das Verbot nur die Unmöglichkeit eines Bildes verbirgt. Es sind offenbar keine Bilder möglich, die das Abgebildete beherrschbar machen. Das Bilderverbot spricht davon, dass etwas der Symbolisierung entweicht. Es bleibt etwas jenseits. Mehr dazu im Flyer mit allen Informationen zur Tagung „Bilderverbot“: Bilderverbot_Flyer

FuL-Heft WS 10/11

Etwa mit Vorlesungsbeginn wird das KVV und Informationsheft der Forschungs- und Le[]rstelle auch als gedruckte Version ausliegen. Schon ab jetzt steht es hier als PDF zur Verfügung (s. link unten).

Hinweis: Da STiNE keine Wahlbereiche kennt, sei besonders auf die zusätzlichen Lehrangebote von Ina Arendt, Evelyn May und Manuel Zahn hingewiesen. Sie sind im Kapitel „Lehrveranstaltungen“ unter den angegebenen Namen zu finden.

FuL-Heft_WS2010

Forschung kommunizieren, Loccum VII

Wie kann man »Forschungsergebnisse kommunizieren«? Was geschieht konkret mit welchen wissenschaftlichen Artikeln, Fachbüchern, Konferenzberichten und sonstigen Publikationen? Für wen wird geforscht und wer profitiert von den Publikationen? Welchen Einfluss haben Geldgeber und Förderer auf den Forschungsprozess und die Form der Publikation? Kann es »einen Rückfluss« der Ergebnisse oder Anteile der neuen Erkenntnis ins Feld geben und wie könnte und sollte dieser Rückfluss sicher gestellt werden? Wie gehen Lehrende an der Schule oder kunstpädagogisch Tätige in Museen und Kultureinrichtungen mit wissenschaftlichen Informationen um? Wie wird dieses meist wenig »publikumsadäquat« aufbereitete Wissen dann tatsächlich im Unterricht und in der Vermittlungspraxis umgesetzt? Was weiß man (bzw. wie findet man etwas heraus) über die strukturellen Hemmnisse, theoretisches Wissen in der Praxis nutzbar zu machen?
Zu diesen Fragen fand vom 3-5.September 2010 an der Evangelischen Akademie in Loccum unter der Leitung von Dr. Maike Aden, Dr. Christine Heil, Esther Richthammer und Katharina Schneider-Albert der jährliche, generationsübergreifende und betreuungsunabhängige Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Kunstpädagogik statt.

Sujet Supposé Savoir – Festschrift für Karl-Josef Pazzini

Lange war es ein gut gehütetes #Geheimprojekt, das insbesondere uns Herausgebern einen Riesenspaß gemacht hat:

@herrmeyer: Nun sind auch noch die Exemplare mit dem special treatment aus CH eingetroffen. Noch mehr großartig!! #Geheimprojekt

Gestern wurde es anlässlich der Feier zum 60. Geburtstag von Karl-Josef Pazzini endlich enthüllt:

Meyer, Torsten; Crommelin, Adrienne; Zahn, Manuel (Hg.): Sujet supposé savoir. Zum Moment der Übertragung in Kunst Pädagogik Psychoanalyse, Berlin: Kadmos 2010

Es ist ein wunderschönes 384-Seiten-Buch geworden mit Texten und künstlerischen Interventionen von insgesamt 48 BeiträgerInnen: continue reading „Sujet suopposé savoir – Festschrift für Karl-Josef Pazzini“

Internationales Symposium zur kulturellen Bildung in Europa

Arts for Education!
Internationales Symposium zur kulturellen Bildung in Europa
13. – 15. September 2010 in der Philharmonie Essen
Das Symposium Arts for Education! thematisiert die politische und gesellschaftliche Verantwortung für kulturelle Bildung in Europa und die verschiedenen Formen ihrer Vermittlung. Das Symposium sucht nach Antworten auf viele noch offene Fragen zum Werden und zur Wirkung kultureller Bildung: Wer übt Verantwortung für kulturelle Bildung aus? Wo liegt politischer Handlungsbedarf? Welche Rolle spielen Künste in der Schule? Im Rahmen des Symposiums Arts for Education! diskutieren etwa 300 internationale Experten die verschiedenen Facetten kultureller Bildung. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Nahezu zeitgleich findet eine Jugendkonferenz statt, bei der sich 100 Jugendliche aus 35 europäischen Ländern treffen, um ihre Erwartungen und Wünsche an kulturelle Bildung zu diskutieren. Ihre Fragen und Anregungen werden im Symposium Arts for Education! aufgegriffen. Näheres unter www.arts-for-education.de

Art Education Research – das neue ejournal des IAE

Die mit unterschiedlichen Begriffen und Programmatiken verbundene Praxis von kultureller Bildung, Kunstvermittlung und ästhetischer Bildung stellt ein sich ausweitendes Arbeitsfeld mit immer grösserer kulturpolitischer Bedeutung dar. Damit verbunden ist ein wachsender Bedarf an Forschung, die die kultur- und bildungstheoretische Fundierung, die Entwicklung von Kriterien für Förderung und Professionalisierung, adäquate Darstellungs- und Dokumentationsweisen und nicht zuletzt die Entwicklungsmöglichkeiten für Praxen kultureller Bildung im Bezug auf gesellschaftspolitische Fragestellungen in den Blick nimmt.
Art Education Research bietet hierfür ein Medium. Es will als Plattform dazu beitragen, das Feld der Forschung in der kulturell-ästhetischen Bildung und Kunstvermittlung im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus zu vernetzen und zu etablieren. Es erscheint zweimal jährlich und ist kostenlos auf http://iae-journal.zhdk.ch/ abrufbar. Ein internationaler Beirat unterstützt die Arbeit des Journals durch kritisches Feedback.
Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema Praxisforschung in der kulturellen Bildung: Kontexte, Methoden und Ergebnisse. Die Beiträge basieren auf Beiträgen aus der ersten IAE Akademie, die im September 2009 an der Zürcher Hochschuler der Künste (ZHdK) stattfand.
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„Lehren heisst, individuelle Grenzen überschreiten“ Ein Vortrag von Prof. Karl-Josef Pazzini zum Film „Die Klasse“

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Prof. Karl-Josef Pazzini wird am Mittwoch, den 23. Juni 2010 in Rm 504 (VMP8) im Rahmen der Ringvorlesung »Filmische Inszenierungen des Lehrens und des Lehrers. Lehr-Performances” seine Überlegungen zum Lehren am Beispiel von Laurent Cantents Film »Die Klasse« (Entre les murs, F 2008) vortragen.

Beachten Sie dazu bitte folgende Terminänderung: Der Vortrag beginnt ausnahmsweise schon um 18 Uhr!

Zum Vortrag: Nachdem Olaf Sanders zuletzt Cantents Film in eine historische Linie mit anderen französischen »Lehrer-Filmen«, wie Truffaults »Sie küßten und sie schlugen ihn« (Les quatre cents coups, F 1959) oder »Der Wolfsjunge« (L’enfant sauvage, F 1969), stellte und kritisch diskutierte, wird sich Karl-Josef Pazzini einem anderen Diskussionsstrang der laufenden Ringvorlesung zuwenden und mit ausgewählten Szenen des Films »Die Klasse« die besondere Beziehung zwischen Lehrer und Schüler, die beim und durch das Lehren entsteht, thematisieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (mehr …)

Schöne neue Bildung – Stühlerücken

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„Und dann fragt man sich ja doch: Wer soll eigentlich wo raus? Raus aus wo oder rein wohin? Raus und rein und rein und raus, da kennt sich ja wohl heutzutage keiner mehr aus.“ Die Goldenen Zitronen „Flimmern“

Am Donnerstag, den 17.06.2010, findet die Podiumsdiskussion zum Thema „Die Sinnfrage stellen: Universität zwischen Unternehmertum und kritischem Aufruhr“ im Anna-Siemsen-Hörsaal, VMP 8, im Rahmen der Konferenz zur kritischen Reflexion zur gegenwärtigen Hochschulgestaltung und zur Entwicklung emanzipatorischer Alternativen statt. Professor Wolf-Dieter Narr, Prof. Dr. Peter Fischer-Appelt und Professor Jan Maschelein werden unter der Moderation von Susanne Umbach die Sinnfrage diskutieren. Der Universitätspräsident hat leider abgesagt; Flüchtigkeit kennt nunmal keine Grenzen.

Alles zur Bildungskonferenz hier

»Das dreht einen richtig an …«

63076Über die Figur der Rotation in der aktuellen Kunst – und ihren Wert für die ästhetische Bildung

Autorin Tanja Wetzel widmet sich in Band 21 der Reihe Kunstpädagogische Positionen dem Thema der Rotation.

Aus dem Band: Wie gestaltet sich unser Verhältnis zur Kunst, wenn wir
ihm Bewegungsfiguren zuordnen würden? Inwiefern
trägt das dazu bei, aufmerksam auch für jene unfassbaren
Aspekte im Bildungsgeschehen zu bleiben, die zunehmend
unpopulär aus dem Blick zu geraten drohen? (mehr …)